Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 14.04.1914
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1914-04-14
- Erscheinungsdatum
- 14.04.1914
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
- Zeitungen
- LDP: Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19140414
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-191404140
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-19140414
- Nutzungshinweis
- Freier Zugang - Rechte vorbehalten 1.0
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Urheberrechtsschutz 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1914
- Monat1914-04
- Tag1914-04-14
- Monat1914-04
- Jahr1914
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
Rr. 84. ^aum M^^^2SM^U °s^ö 2Ne ja» M^t" ;z ISN-? Leipzig, Dienstag den 14. April 1914. 81. Jahrgang. Redaktioneller Teil. Aus dem französischen Buchhandel. m. lll siche Nr. 48.) Vom »Oerels 46 la I-ibrairis krnneniss«. — Neue bibliographische Zeitschriften und neue Werke. — Regelung des aus Schulbücher zu gewährenden Rabattes. - Plakatsteuer. — Vorteile und Nachteile der literarische» Preise. — Rundfrage an Schriftsteller, ihre Lieblings- schöpfung betreffend. — Folgen der Rückkehr der Mona Lisa. Am 27. Februar fand die diesjährige Generalversammlung des »Oerels äs la lubrairis pranqaiss« statt, der insgesamt 48 Syndikate resp. Vereinigungen der Buchindustrie vertritt und dessen Mitgliederzahl sich zurzeit auf 444 beläuft. Die Rechnung des vergangenen Jahres schließt mit einem Überschuß von 42 212 kres. 65 ets. ab, wovon 18 354 kres. 90 ets. zur Amortisa tion von Verbindlichkeiten benutzt und der Rest: 23 857 kres. 75 ets. in neue Rechnung vorgetragen wurde. In dem Rückblick, den der Präsident M. Lucien Layus über das Jahr 1913 gab, führte er u. a. aus, daß dem »Osrels« seitens des Handelsgerichts 171 Fälle zur Begutachtung überwiesen worden wären, über 71 seien Rapporte erstattet worden, und 74 mal hätte eine Einigung der Parteien er zielt werden können. Das Bureau für Oopxri^bt hat 729 Eintragungen in die Stammrolle der Vereinigten Staa ten und 1290 in die von Österreich-Ungarn veranlaßt. Das Stellenvermittlungsbureau hat in 91 Fällen eine erfolgreiche Tätigkeit feststellen können, während es in anderen ohne Nach richt von dem Ergebnis über die Besetzung der von ihm bekannt gegebenen Vakanzen geblieben ist. Das Waisenhaus des Oerels »O'Orpkelinat cku Uivrs« beherbergt augenblicklich 56 Kin der. M. Lucien Layus hatte satzungsgemäß nach dreijähriger Präsidentenschaft sein Amt niederzulegen, doch wollte er noch im Namen des französischen Buchhandels zwei Auszeichnungen ver teilen, deren Wert in ihrer Seltenheit liegt. Der Osrsls hat nur zwei Möglichkeiten, ausländischen Buchhändlern seine Erkennt lichkeit zu erweisen: einmal die Ernennung zum Ehrenmitglied und dann die Zuerkennung einer goldenen Medaille. Die letztere ist bisher nur einmal verteilt worden, während die Ehrenmitgliedschaft erst in zwei Fällen zuerkannt wurde, davon einmal an Albert Brockhaus, den früheren Ersten Vorsteher des Börsenvereins. Entsprechend den Vorschlägen des scheidenden Präsidenten wurde diesmal beschlossen, die goldene Medaille dem bekannten engli schen Verleger, Präsidenten der »kubliskers' Lssooiation« und Mitglied des Internationalen Verlegerkongresses William Heinemann und dem langjährigen Präsidenten des Osrsls bslgo cke la-Oibrairis, Ernest Vandervcld, zukommcn zu lassen, der durch Anbahnung eines Zusammengehens der fran zösischen und belgischen Verleger dazu beigetragen hat, der fran- zösischen Literatur ungehinderte Verbreitung im Nachbarlandc zu sichern. Schließlich wurde M. L o u i s H a ch e tt e (in Firma Hachette L Cie.) anstelle des scheidenden Präsidenten für 3 Jahre gewählt. Der Pariser Buchhandel besitzt keine Buchhändlerschule, doch veranstaltet der »Oerels cke In lübrnirisr alle Jahre in seinem Hotel Unterrichtskurse zur Fortbildung des buchhändlerischen Nachwuchses. Seit Anfang März wird jeweils Dienstags und Donnerstags von 2 bis 3 Uhr in zwei getrennten Kursen von Fachleuten über die Praxis des Sortiments und die des Kom missionsbuchhandels unterrichtet und in das Studium der fran zösischen Literatur mit besonderer Berücksichtigung der für den Buchhandel nötigen Kenntnisse eingesührt. Vielen Buchhändlern wird das von CH. Bayle hcrausge gebene Monatsblatt »I-a I-ibrniris«, »unabhängiges Organ oes internationalen Buchhandels«, bekannt sein. Dies Blatt dringt neben Artikeln über berufliche Fragen auch Kritiken und eine Liste der jeweilig letzten Neuigkeiten. In der Erkenntnis, daß diese Veröffentlichung sich in ihrer gegenwärtigen Form fast an: schließlich an Buchhändler wendet, während die Kritiken und Listen der Novitäten doch auch einem weiteren Leserkreis zugäng lich gemacht werden könnten, hat CH. Bayle als Auszug seiner Publikation »I-e O!bin!re« gegründet, der dazu bestimmt ist, vom Sortimenter an seine Kundschaft verbreitet zu werden. Die bereits vorliegenden Nummern für Januar und Februar sind vierseitig, ihr Format ist ein wenig größer als das des Börsen blatts. Da die Anordnung der verschiedenen Materien in prak tischer Weise vorgenommen ist und das Publikum nicht durch die überfülle des Gebotenen verwirrt wird, scheint diese neue Pu blikation denjenigen Sortimentern, die Interessenten für allge meine französische Literatur unter ihren Kunden zählen, ein brauchbares Hilfsmittel darzubieten (Bureau in Paris: 34, rue 8t. ckaequss). Eine andere bibliographische Neugründung ist: Oss I-ivrss qu'il kaut si^naler« (I>stit Oourrisr litterairs cke la Oibrairis. Mo natlich, Administration: 30, rus Llonsisur-le-kriues, Paris). Neu dürste hierbei in gewisser Beziehung die Idee sein, daß jede Num mer die bedeutendsten Werke eines einzigen Verlagshauses in Form einer Plauderei behandeln wird; die vorliegende erste Nummer ist dem Studium der Veröffentlichungen des Hauses Jouve L Cie. gewidmet. Unter den letzten Erscheinungen des französischen Bücher marktes verdienen Erwähnung: A. Rodin, Oatksckralss üs pranvs (Colin; 50 kres.); Henry Lee, küstorigus ckes Ooursss cko Oksvaux (Fasquelle; 20 kres.); Jules Lemaitre, Oa Visillesss ck'MIsne und Anatole France, I-a Revolte ckes Lngss (beide bei Calmann-Lsvy; je 3 kres. 50 ets.); Bru- neau, I7ä1Isinagns KN Uranos (Plon; 3 kres. 50 ets.). Beim Herannahen des Schulbüchergeschäfts muß auch aus die neuen Lieferungsbedingungen hingewiesen werden, die das 8^nckioat ckes Oibraires elassiques (Firmen, die sich fast aus schließlich mit der Lieferung von Schulbüchern befassen) im Ein verständnis mit dem Syndikat der Verleger als bindend für seine Mitglieder bezüglich der Lieferung an Staats- und Privatschulen angenommen hat: Bücher für den Elementarunterricht können mit 25 "/» Rabatt und 13/12 geliefert werden, vorausgesetzt, daß es sich um das gleiche Werk handelt, und die Mindestzahl mit einem Male abge nommen wird. Auf die Preise der Bücher für die anderen Unte» richtsstufen sind 15 7» und 13/12 zulässig, wobei es sich wieder um die einmalige Lieferung desselben Werkes handeln muß. Zum Verständnis der voraufgegangenen Bedingungen sei nur nochmals erwähnt, daß die Schulbücher seitens der Stadt verwaltungen usw. für die Volksschulen gratis an die Schüler abgegeben werden, und die Lieferung dieser Werke auf dem Wege 525
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder