Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 09.12.1919
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1919-12-09
- Erscheinungsdatum
- 09.12.1919
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
- Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19191209
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-191912093
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-19191209
- Nutzungshinweis
- Freier Zugang - Rechte vorbehalten 1.0
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Urheberrechtsschutz 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1919
- Monat1919-12
- Tag1919-12-09
- Monat1919-12
- Jahr1919
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
X- 271, 9. Dezember 1919. Redaktionell«! Dell. sagt: »u. a. die Ankündigung besserer äußerer Ausstattung«. Diese Worte müssen gestrichen werden, und es würde nur noch heißen: »Einer Herabsetzung des Ladenpreises gleichzuachten ist a. die Aufhebung oder Herabsetzung Prozentualer Zu schläge«. Ich glaube, damit könnte man sich absindcn, voraus gesetzt, daß nachher noch von seiten des Sortiments die Anzeige- Pflicht zugcsagt wird, wie es in Aussicht gestellt ist. Bet K 4<) müssen gleichfalls, wie bei Z 4«, die sechs Monate in drei Monate umgewandelt werden. Ich gebe zu, daß die beiden Absätze eigentlich in die Notstandsordnung gehörten; denn sie sind Übergangsbestimmungen, und wir werden in spä terer Zukunft wohl nicht mit Herabsetzungen zn tun haben. Da es aber theoretisch möglich ist, allgemein von Herabsetzungen des Ladenpreises zu sprechen, so kann man die Absätze auch in die Verkehrsordnung aufnehmen. Schwierigkeiten wird dieser Paragraph den Kollektivnsvcr- iegern machen, aber die Kollektionsverleger haben zu Anfang, als sie Heraufsetzungen vorgenommen haben, gewisse Konjunktur gewinne gehabt; sie müssen jetzt die Herabsetzungen, bei denen sie Verluste haben werden, dagegen kompensieren. Daher würde ich von meinem Standpunkt aus diesen KZ 4° und 4<i nach den gemachten Abänderungen zustimmen. Or. Alfred Gicscrke (Leipzig): Da ich vorhin so energisch gegen Kompromisse gesprochen habe, glaube ich jetzt sagen zu solle», daß mir der jetzt von Herrn Hofrat vr. Meiner vorge schlagene Weg in diesen beiden Punkten, aber unter strenger Aus scheidung aller Kompromisse in den anderen Punkten, derent wegen ich mich hauptsächlich gegen di« Äußerung des Herrn Volckmar wandte, gangbar zu sein scheint, daß man also die Verbesserung der Ausstattung ausschaltei, ferner die drei Monat« und die Anzeigepflichl. Das waren wohl die drei Punkte. Ich glaube, mit diesen Änderungen können wir uns Wohl mit diesen beide» Vorschlägen einverstanden erklären. (Bravo!) Richard Quelle (Leipzig): Meine Herren, ich möchte eigent lich diesem §4° vorläufig in keiner Form zustimmcn. Wir können absolut nicht absehen, was »ns mit diesem K 4« ge boten wird. Ich nehme nur einmal an, daß Schulbücher aus irgendwelcher Lage heraus — es könnte sogar von der Behörde veranlaßt sein — im Preise herabgesetzt werden müßten. Was würde dann für den Verlag eintreten? So kann es doch auf allen Gebieten sein. Ich meine, solange wir überhaupt nicht absehen können, wieweit diese Rücknahme gehen muß, kann man solch einem Paragraphen nicht zuftimmen. Ich glaube sogar weilergehen zu müssen: man kann das nicht im allgemeinen in dieser Form, sondern die Lösung einer solchen Frage wäre Auf gabe der angeregten Verleger- und Sortimenierknmmer usw. Hofrat Or. Erich Ehlermann (Dresden): Meine Her ren, eine Frage haben wir noch nicht gestreift, die vielleicht doch nicht ganz unberührt bleiben dürfte, nämlich die eventuelle Rückwirkung der Bestimmung. Es ist zwar nicht wahrscheinlich, daß schon inner halb der nächsten sechs oder gar drei Monate die Voraussetzungen für die Bestimmung eintreffen, ich glaube aber, da wir doch in einem vollständigen Umsturz sind, daß es jedenfalls gut sein würde, bei der Beratung ausdrücklich auszusprechen, daß diese Bestimmung, wenn sie angenommen wird, keineswegs rückwir kende Kraft Hai. .Vorsitzender: Darf ich dazu bemerken, daß Herr Nitschmann auf meinen Einwurf, den ich gestern darauf machte, erklärt hat, daß eine Rückwirkung nicht eintreten würde, da er das Zugeständ nis machen wolle, daß diese Bestimmung erst am I. Juli in Wirk samkeit treten würde. Hofrat vr. Erich EHIcrmann (Dresden): Ich möchte nur kurz auf das eingehen, was Herr Quelle gesagt hat. Es ist ja richtig, daß für einen Schulbuchverlcger, der sich unter Umständen ganz schnell entscheiden muß, ob er eine neue Auflage bringen soll oder nicht, eine gewisse Gefahr bestehen würde. Auf der andern Seite müssen wir uns aber doch auch sagen, daß es eine riesige Gefahr für das Sortiment bedeutet, wenn es auf großen Vorräten sitzen bleibt, und daß die Gefahr auf diesemWege erheblich herabgemindert wird. Jeden Verleger bleibt es natür lich unverwehrt, in allen Fällen, wo er die Möglichkeit des Er scheinens einer neuen Auflage innerhalb dreier Monate erwägt, bei festen Bestellungen, di« ihm zugehen, zurllckzuschreiben und anzufragen: Willst du unter Befreiung von diesem Vorbelfalt die Lieferung haben oder nicht'? Diese Fälle sind doch verhall- nismäßtg nicht so häufig, daß wir deshalb die ganze Sache dar an scheitern lassen sollten. Ein unbekannter Redner: Soweit ich die Stimmung kenne, haben wir nicht zu befürchten, daß die Anträge des Herrn Nitsch mann im Sortiment allgemein angenommen werden. Wir in Hamburg z. B. haben über diesen Punkt auch gesprochen und sind zu der Einsicht gekommen, daß es unnröglich ist, diese Anträge an zunehmen, sondern wir stehen auf dem Standpunkl: jeder Sorti menter soll beim Einkauf vorsichtig sein, damit der Verlag nicht zu sehr geschädigt wird. (Sehr richtig!) Ich glaube nicht, daß wir irgendwie zu befürchten haben, daß die Anträge vom Sorti- ment allgemein angenommen werden, sondern sie werden nur zum Teil angenommen werden. Vorsitzender: Es hat sich niemand weiter zum Worte ge meldet. Es lieget! jetzt eigentlich zwei Anträge vor: der Antrag des Herrn Hofrats Or. Meiner, daß gewisse Änderungen i» Z 4 <> und 4° vorzunehmen wären, und der absolut entgegengesetzte Antrag des Herrn Quelle, daß jede^Änderung der KZ 4 e und 4 a abzutehnen wäre. Ich möchte zunächst den Antrag des Herrn Hofrats vr. Mei ner zur Abstimmung bringen. Vorher möchte ich aber Herrn Hofrat Or. Meiner bitten, uns den Paragraphen so, wie er ihn sich denkt, noch einmal langsam vorzulesen. Hofrat Or. Artur Meiner (Leipzig): KZ 4 c und 4 6, wie sie gedruckt vorliegen; nur ist auf der zweiten Seite des Börsen- plattes auf der vierten Zeile statt »sechs Monate« - »drei Mo nate« zu sagen. Auf der nächsten Zeile sind die Worte: »u a. die Ankündigung besserer äußerer Ausstattung und« zu streichen, und dann ist noch einzufllgen die Anzeigepflicht, deren Wortlaut ich nicht hier habe. Ferner sind in Z 4<l wiederum aus den »sechs Monaten« »drei Monate« zu machen. Der Zusatz zu K 331 bleibt. Vorsitzender: Nun müßte aber noch die Anzeigepflicht for muliert werden und ebenso noch hinzugefügt werden, daß cs - rst ab l. Juli in Kraft iritj. Hans Volckmar (Leipzig): Daß es erst vom 1. Juli ab in Kraft tritt, würde am Schlüsse der Hauptversunmlung zu be stimmen sein. vr. Fritz Springer (Berlin) (zur Geschäftsordnung): Nach meiner Meinung ist der Antrag Quelle der weitestgehende, und über den müßte zuerst abgestimmt werden. Vorsitzender: Ich wollte nur, daß der Antrag des Herrn Hofrats Or. Meiner allen genau ins Bewußtsein kommt, und habe gebeten, damit sich jeder dw Tragweite klar machen kann, ihn genau zu formulieren. Also den Antrag des Herrn Hvsrats vr. Meiner kennt jetzt jeder, und cs würde, wie Herr Volckmar richtig herborhob, in der Hauptversammlung ein Beschluß zu fassen sein, daß die Wirkung dieser Änderung erst am I. Juli in Kraft tritt, und ferner, daß eine Formulierung gefunden wird, wonach eine Anzeigepflicht ocs Sortiments besteht usw. (Zuruf: Ist schon gegeben: »beim Verleger geltend gemacht werden!«) Es wäre besser, das vielleicht noch etwas aussnhriicher zu machen. Da nun der Antrag des Herrn Quelle, der also jeden Zusatz, auch K 4« und ä, ablehnt, der weitestgehende ist, so bringe ich die sen Antrag zur Abstimmung. Ich bitte diejenigen Herren, die diesen Antrag ablehnen wollen, die Hand zu erheben. (Geschieht.) Ich muß die Gegenprobe machen. (Tie Gegenprobe erfolgt.) Ich muß die Herren Stimmzühler bitten, die Stimmen zu zählen. Meine Herren, wollen wir mit Stimmvertretnng stimmen? (Zn- stimmung. — Zurufe: Die Stimmvertretung dauert zu lange!) Ich bitte die Herren, die für den Antrag des Herrn Quelle sind, noch einmal die Hand zu erheben. (Geschieht.) Ich bitte die Herren, die gegen den Antrag sind, nochmals die Hand zu erheben. (Geschieht.) Der Antrag Quelle ist ab gelehnt. Hofrat vr. Erich Ehlerman» (Dresden): Ich glaube, daß diese Abstimmung doch nicht für die Stiminbertrcinng geeignet l! 13
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder