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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 10.07.1919
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1919-07-10
- Erscheinungsdatum
- 10.07.1919
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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X- 143, 10. Juli 1910. Redaktioneller Teil. Stiftung und der Kautionen, sowie die Guthaben bei der Bank wurden nachgewiesen. Der Kassenbestand wurde mit dem Ab- > schlug des Kassabnchss in Übereinstimmung gefunden. Auf Grund dieser Prüfungen haben wir in dieser Hauptversammlung den Antrag zu stellen, dem Vorstand für die Rechnung ISIS Entlastung erteilen zu wollen. Ebenso haben wir die satzungsgemäße Prüfung des Voranschlags für die Rechnung 1919 vorgenommen. Die eingehende Prüfung hat ergeben, daß der Voranschlag entsprechend den Ergebnissen der Jahresrcchnung in vorsichtiger und angemessener j Weise ausgestellt worden ist. Wir empfehlen daher, diesen Voranschlag zu genehmigen. Von der Ihnen gleichfalls vorliegenden Jahresrechnung der Deutschen Bücherei und der Gesellschaft der Freunde der ! Deutschen Bücherei für 1918, sowie von dem Haushaltsplan der Deutschen Bücherei.für 1919 haben wir Kenntnis genommen. Der Bestand wurde geprüft und richtig befunden. Vorsitzender, Erster Vorsteher des Börsenvereins, Hosrat Dr. Arthur Mcincr-Lcipzig: Meine Herren, Sie haben >den Bericht des Vorsitzenden des Rschnungsausschusses gehört. Ich stelle nunmehr den Antrag des Rechnungsausschusses, dem Vorstand für das verflossene Jahr Entlastung zu erteilen, zur Besprechung. Wird das Wort gewünscht? — Das ist nicht der Fall. Ist jemand gegen diesen Antrag? — Auch das ist nicht der Fall. Dann nehme ich an, daß die Entlastung einstimmig erteilt worden ist. Ich bringe den weiteren Antrag des Herrn Sperling zur Abstimmung und frage, ob Sie den Voranschlag genehmigen 1 wollen. (Zustimmung.) Das ist ebenso der Fall. Der Antrag ist einstimmig angenommen. Wir kommen nunmehr zum dritten Punkte der Tagesordnung: Prüfung und Genehmigung des Verwaltungsberichts, des Jahresabschlusses und des Haushaltsplanss der Deutschen Bücherei. Ich bitte den,Direktor der Deutschen Bücherei, Herrn Professor Ilr. Minde-Pouet, das Wort zu ergreifen. Prof. vr. Mindc-Pouet-Leipzig: Meine Herren, fassen Sie das, was ich Ihnen über die Deutsche Bücherei sagen !möchte, nicht als eine Propagandarede aus! Propaganda liegt mir nicht, und die Deutsche Bücherei hat, wie jede gute Sache, Propaganda nicht nötig! sie muß durch sich selbst wirken. Das, was ich Ihnen sagen möchte, sollen lediglich ein paar ausklärendc Mitteilungen sein über die Anstalt, deren Entwicklung dem Vörsenverein der Deutschen Buchhändler ja allzeit besonders am Herzen liegen muß, und solche Mitteilungen erscheinen auch erwünscht, da sich immer wieder zeigt, daß einige unter Ihnen die Bedeutung der Deutschen Bücherei und ihren Wert für die deutsche Kultur im allgemeinen und für den deutschen Buchhandel im besonder», ihre Ausgaben und ihre Arbeitsweise noch nicht genügend kennen. Wenn ich, dem Sie die verantwortliche Leitung dieser bedeutsamen Schöpfung übertragen haben, über diese zu Ihnen Ispreche, so muß ich vor allen Dingen Dank abstatten den zahlreichen Gönnern und Freunden, die durch ihre wahrhaft großzügigen Schenkungen, durch Unterstützungen mannigfachster Art und stets bereite Mitarbeit die Deutschs Bücherei fördern und ihren hohen Zielen immer näher führen. Ich muß es aber auch als meine Pflicht betrachten, gerade vor Ihnen auf bestehende Ubelstände stände zu beseitigen, ihre offene Aufdeckung ist. Aus unserem Hause ist noch niemand, der es betrat, herausgegangen, ohne fortan der Deutschen Bücherei sein Interesse zuzuwenden. So wirkt schon allein das prachtvolle Haus, das der sächsische Staat ihr gebaut hat. Zu einem überzeugten Freunde der Deutschen Bücherei aber muß werden und wird, wer gründlich in den Betrieb hinein- Igesehen hat. Es ist uns stets eine schöne Belohnung für unsere Arbeit, wenn aus denjenigen, die früher zweifelnd her Deutschen iBücherci gegenüberstanden oder sic sogar bekämpften, Freunde geworden sind, und dieses andauernde Bekehren von Zweiflern loder Gegnern ist ein Zeichen, daß wir für eins gute Sache arbeiten. Wenn der Gedanke der Deutschen Bücherei noch heute IGegner hat, so tragen nur Unkenntnis oder leider auch Mißgunst die Schuld daran. s Das, was ich Ihnen sagen will, soll Ihnen aber auch eine Begründung geben für die Anträge, die Sie heute noch bc- Ischäftigen werden, und dabei möchte ich gleich ^betonen: ob Sie die Anträge annshmen oder ablehncn oder abändern, soll der Ver- Iwaltung der Deutschen Bücherei gleichgültig sein. Ihr kommt es nur darauf an, daß Sie heute Beschlüsse fassen, mit denen erreicht Iwird, was diese Anträge erreichen wolle,», nämlich daß der Deutschen Bücherei jedes Buch zugeführt wird, das der deutsche Verlagsbuchhandel erscheinet! läßt; denn nur so allein kann die Vollständigkeit erzielt werden, die die Existenz- öerechtignng der Deutschen Bücherei ansmacht. Meine Herren, Sie selbst haben der Deutschen Bücherei ihre Aufgaben gestellt: inun tun Sie aber auch alles, was in Ihrer Macht liegt, um diese Aufgaben erfüllen zu können. Es ist immer wieder — auch gestern wieder im Verlegervcrein — gefragt worden, ob denn die Vollständigkeit etwas Lrstrebcnswertes sei. Wir sammeln ja nicht nur ohne jede Ausnahme die Erscheinungen des Verlagsbuchhandels, sondern auch alles das, was außerhalb des Vcrlagsbuchhandels erscheint: die unabsehbare Masse der Vereinsschriften aller Art, die große Menge der Privatdrucke und die Flut der amtlichen Druckschriften, die etwa die Hälfte unseres Zuwachses alle Jahre ausmachen. Meine lherren, nur mit der Vollständigkeit des deutschen Schrifttums kann die Deutsche Bücherei ihre Aufgaben erfüllen. Keiner von iJhnen, und möge er sich noch so eindringlich mit dem deutschen Schrifttum, mit dem deutschen Verlagsbuchhandel, mit seiner kgsdeutnng für die deutsche Kultur und seinen Beziehungen zum Auslände beschäftigt haben, hat jemals auf sicherem Grunde bauen können: keiner von Ihnen, ebensowenig wie der klügste und umsichtigste Bibliothekar, hat den Umsang des deutschen Schrift tums überhaupt bisher erkannt. Das fangen erst wir jetzt an zu übersehen, die dieses deutsche Schrifttum vollständig zusammen- tzr,bringen bestrebt sind. Sie haben schon im Jahresbericht für 1917 gelesen, wie wesentlich allein die Zahl der deutschsprachigen Keilschriften unterschätzt worden ist: 9000, hieß cs früher, sei wohl die allerhöchste Zahl, die je zu erreichen sei; wir nähern uns heute der Zahl 20000 und wissen, daß wir bei weitem noch nicht alle Zeitschriften haben. Wir haben einen jährlichen Zuwachs hon soooo bis 60000 Bänden und wissen, daß wir von den amtlichen Drucksachon heute vielleicht erst 40—80°^, erfaßt und er- tnittelt haben. Es gibt ja eine unendliche Fülle von Schrifttum, das ganz im Verborgenen erwächst, das wir erst ermitteln müssen, wor allem die Privat- und Manuskriptdrucke, die Veröffentlichungen zahlreicher, nirgends genannter Vereine und auch die im Selbstverläge erscheinenden Schriften. Um diese zu erhalten, meine Herren, brauchen wir die Mitarbeit eines jeden einzelnen hon Ihnen. Wer uns auf sie aufmerksam macht oder sie uns gar zuführt, der erweist uns einen nicht hoch genug zu schätzenden Dienst, und ich möchte allen den Buchhändlern und Verlegern, die diese Arbeit schon für uns leisten, ausrichtigst danken. öehsimnis mehr, daß die Deutsche Bücherei nicht alle Bücher geschenkt haben will, sondern daß sie alles kaust, was ihr ^icht geschenkt ^werden kann. Selbstverständlich bitte ich, so viel zu schenken als nur irgend möglich, damit unsere Mittel, SS»
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