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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 18.06.1919
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1919-06-18
- Erscheinungsdatum
- 18.06.1919
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
- Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
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- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19190618
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- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-191906187
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- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1919
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Verlagskatalog 1919 der Firma Chr Friedrich Vieweg G. m. b. H., Berlin Ltchterfelde. Werke für den Schulgesang, Schulchöre und Schulfest spiele. Kl. 8". 53 S. Geistliche Chorwerke. Kl. 8°. 40 S. Wenn wir diesen Vertriebsmitteln des altangesehenen Mnsika- lienverlages besondere Beachtung schenken, so kann es nur von den Gesichtspunkten der Zweckmäßigkeit und des Werbewcrtes ans ge schehen. Die Aufgabe bestand darin, ein nach vielen Richtungen hin verzweigtes Unternehmen in seinen Einzelteilen derart zu gruppieren, daß der Käufer eine gute Übersicht erhielt, vor allen Dingen aber, daß die besondere Wesensart der Einzelerscheinung möglichst deutlich um schrieben wurde. Beide Forderungen erscheinen in den kleinen Ver zeichnissen gut durchgcfiihrt. Sie ermöglichen dem Leser eine schnelle Orientierung über, die einzelnen Verlagsgruppen und einen sicheren Weg zur Einzelerscheinung. Den Zeitverhältnissen angemessen sind beide Kataloge auch äußerlich geschmackvoll ausgestattet. D. Kleine Mitteilungen. Deutsches Ausland-Institut. — Ans der in Stuttgart unter starker Teilnahme von Vertretern von Behörden, von Handel und Industrie aus dem ganzen Reiche abgehaltenen Tagung des Deutschen Ausland- Instituts wurde zum Vorsitzenden des wissenschaftlichen Beirats Uni versitätsprofessor Geheimer Rat Or. Götz-Leipzig gewählt, zu seinem Stellvertreter Professor Dr. Sauer-Stuttgart, zu Schriftführern Pro fessor Oi-. Sapper-Würzburg und Professor Dr. Maaß-Berlin-Nikolas- see. Ausschuß und Verwaltungsrat tagten unter ihrem Vorsitzenden, dem Herzog von Urach. Im Anschluß an die Tagung sprachen vor ge ladenen Gästen in vertraulichen Ausführungen die Geheimen Lega tionsräte Schüler und Professor Dr. Wiedenfeld-Berlin über »Maß nahmen zur Förderung des Außenhandels« in außerordentlich inter essanten Ausführungen, an die sich in den Räumen des Instituts im Neuen Schloß bei einem geselligen Beisammensein noch interessante Besprechungen anschlossen. Nach der^Tagung des Ausschusses sprach der Vorsitzende des Neichsauswanderungsamtes Geheimrat Ör. Jung- Berlin über die Answandcrungsfrage. Der württembcrgische Kultus minister Heymann betonte, die Auswanderung müsse auch durch Über windung des engen Klassenstandpunktes im Innern, der unsere Pro duktion behindere, möglichst eingeschränkt werden. Das Institut hat Ende Mai die ihm von der wttrttembergischen Negierung in voller Würdigung seiner gemeinnützigen Arbeit im Nord flügel des Neuen Schlosses zur Verfügung gestellten Räume bezogen. So sind jetzt die sämtlichen Abteilungen des Instituts, Bibliothek, Archive, Auskunft- und Stellenvermittlung und Geschäftsstelle zn- sammengelegt. Auch für die weitere Entwicklung des Instituts ist Spielraum gegeben. Die Anschrift (auch für die Inanspruchnahme der Stellenvermittlung und für die Kartothek der Auslanddeutschen) lautet jetzt: Deutsches Ausland-Institut, Stuttgart, Neues Schloß. Post. Nach und aus Polen sowie dem unter polnischer Verwal tung stehenden, nach Osten bis zum San reichenden Westgalizien kön nen vom 18. Juni an gewöhnliche Briefsendungen versandt werden. Die Sendungen werden über die tschechoslowakische Republik oder Deutschösterreich geleitet. Ans dem schweizerischen Buchhandel. — In dem »Anzeiger für den schweiz. Buchhandel« (Nr. 10 vom 26. Mai) lesen wir: In Bümpliz haben die Sortimcntsgeschäfte schon im Sommer 1018 am Samstag Nachmittag geschlossen. Sie mußten wissen, was sie täte». Jetzt lesen wir im Börsenblatt, daß die Kollegen in Arleshcim den Don nerstag Nachmittag zum Lustwandeln gewählt haben, weil der Laden verkehr an Samstagnachmittagen ein sehr reger sei. Dies ist zum mindesten unverständlich, denn bei regem Geschäftsverkehr ist die Ge- fckhr des Überarbeitend am größten, der Ladenschluß also am ehesten angebracht. In Zumikon ist man einstweilen beim 5 Uhr-Ladenschluß am Samstag geblieben, obschon die Gründe der Arlesheimcr auch hier eine humanere Lösung geboten hätten. Es lebe immerhin die Solidarität im Schweizer. Buchhandel! Was die Kollegen i» Reichenau, Speicher, Kriens und anderen Orten nach dieser Richtung beschlossen haben, ist noch nicht bekannt. Wie wir hören, soll die Frage in großzügiger Weise zu .lösen versucht werden, indem die Sortimentsgeschäfte auch in der Woche vor Weihnachten ganz zu schließen sind. Ein ärztliches Gutachten — Sanitä'tsrat Di-. Sor Vercnitwortl. Ned. i. B.: Nichard A l b c r t i. —^Verlag: Der N ö r s e n genvoll — stellt fest, daß wir in dieser Woche der Überanstrengung am meisten ausgesetzt sind und event. der Ladenschluß von Gesetzes wegen verlangt werden müsse. Eine Expertenkommission soll sich auch mit der Unterbringung der Millionengewinne befassen, die der schweiz. Sortimentsbuchhandel in den letzten vier Jahren eingestrichen hat. Die bestehenden Banken haben sich als nicht aufnahmefähig genug erwiesen für so unerhörte Beträge, so daß die Gründung einer Großbank, die nur dem schweizer. Sortimentsbuchhandel dient, ernstlich ins Auge gefaßt wird. R. B. (Fortsetzung folgt event. später.) Einfuhr feindlicher Publikationen in Großbritannien. — Das Lourck ok Drucks gibt unterm 21. Mai bekannt, daß an Buchhändler Lizenzen für die Einfuhr feindlicher Publikationen wiederum erteilt werden. Einfuhranträge sind an den Assistant Zeeretar^, Commer- eisl üelations unck Dreuties Department, 6ourck ok Drucke, Donclon, O^vzickyr Hou86, XViriteiiuU, 8.^V. 1, zu richten. (Nachrichten f. Handel, Jnd. u. Landw.) PttsünalllllchrWen. Gestorben: am 18. Mai in Z ü r i ch im Alter von 73 Jahren nach langer Krank heit Herr I. M e i e r - M e r h a r t, der frühere Inhaber der Firmen Meier L Cie., vormals I. Wurster L Cie. und Meier L Ehrat. Alfred Diethe s. — Im Alter von 84 Jahren ist in Dresden der Historienmaler Professor Alfred Diethe gestorben. Seine Hauptwerke, in den sechziger und siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts ent standen, behandeln meist Stoffe aus der christlichen Heilsgeschichte. ^Sprechfaul. ^ Postabonuements! Die erhöhten Kommissions- und Inkassospesen, die immer noch vorhandene Unsicherheit im Post- und Bahnverkehr, das kostspielige Packmaterial und die noch nicht behobenen Personalschwierigkeiten ver anlassen viele Zeitschriftenvcrlcger, den Sortimenter auf das Post- abonnemcnt hinzuweisen: es soll dies die bequemste, vorteilhafteste und pünktlichste Bezugsart sein! Diese Aufforderung lese ich immer mit Kopfschiitteln und wundere mich, daß dagegen aus Sortimenterkreisen keinerlei Einwendungen er hoben werden. Ob das Postabonnemcnt wirklich die schnellste und vor teilhafteste Bezugsart ist, bleibt für mich als Sortimenter dahin gestellt; auch bei den Postämtern kommen recht bedauerliche Unregel mäßigkeiten vor, zumal in den letzten Monaten. Reklamationen bei den Postämtern verzögern sich ungemein und verlaufen oft resnltatlos, besonders wenn die »ansgebliebenen« Nummern »vergriffen« sein sol len, wie dies bei Gesetzes- und Verordnungsblättern häufig vorkommt. Was mich aber als reinen Sortimenter ganz besonders gegen das P o st a b o n n e m e n t stimmt, ist die im ganzen Geschäftsleben nicht wiederkehrende Tatsache, daß hierbei dem Geschäftsmann zngemutet wird, den vollen Kundenpreis (Oröinärpreis) wochen lang in b a r a n s z u l e g e n, um den rechtmäßigen Geivinn, unter Kürzung der Inkassospesen, endlich — quasi als Trinkgeld — einziehen zu dürfen! Mir sind auch Verlage bekannt, die sich zur Einlösung meiner mit den betr. Postquittungen ordnungsgemäß versehenen Vor fakturen große Bedenkzeit nehmen, und solchen Firmen gegenüber stehe ich als Sortimenter »machtlos vis-ü-vis«. Aber auch die gegenseitigen Beziehungen zwischen Verlag und Sortiment erkalten durch das Post- abonncment, zumal wohl in den seltensten Fällen die Rabattrück- vergütnng auf den einzelnen Sortimenterkonten verbucht werde» dürfte. Ich empfehle daher allen Verlegern, die auch in ihrem eigensten Interesse die Einzellieferung ihrer Zeitschriften möglichst beschränken wollen, zur Postübe r weis u n g überzugehen; bei dieser Art bleibt das Verhältnis zwischen Verlag und Sortiment erhalten, die Kom missionsspesen fallen weg, die Expedition für den Verlag ist beguem. Um sich vor Verlusten zu bewahren, braucht der Verlag die Über weisung erst nach Eingang der Postscheckübcrweisung des bestellenden Sortimenters zu veranlassen, während der Sortimenter Im richtigen kaufmännischen Sinne nur seinen Preis, den Nettopreis, bezahlt: das unwürdige und unkaufmännische Abwarte» ans de» Eingang des ihm früher oder später ansbczahlten Rabatts fällt fort. Heidelberg. Alfred Wolfs.
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