R? 125. 19. Juni 1919. Künftig erscheinende Bücher. 54Z9 Verlag von Heinrich Minden, Dresden In den ersten Aulitage» d. F. erscheint: Tage am Meer von Erich K. Schmiöt Ein Band,8", ca. 5 Bogen, vornehme Ausstattung Die Titel zeichnete Erich Büttner Preis geheftet 2,40 Mark Teuerungszujchlag des Verlags: 10°/« Inhalt: Sehnsucht — Fahrt — Stralsund — Auf dem Trajekt — Der^Morgen — Küstenfahrt — Ruhe lind Spiel — Aegcii — Einsame Die Exemplare erhalten ein wirkungsvolles Streifband mit folgendem Wortlaut: Das kleine Buch des bekannten jungen Autors ist voller Sommerduft und Sonnenglück: es belebt, es be freit, es erweckt tiefe Sehnsucht nach den Hellen Gestaden. Es ist in einem lebhaft pulsierenden Stil geschrieben, voller Rhythmus und Schwung, in zarten Idyllen be dachtsam verweilend! Man erlebt, von subtiler Hand geführt, Wanderungen durch schweigsame Wälder; Tage träger Ruhe im Anblick der ewigen Wellen; das flutende Dasein des großen Weltbades und die heimliche Ruhe der abgelegenen Fischerinsel. „Tage am Meer" —: das ist ein kleines Werk voller Farbe und Klang. Erlebnis zugleich und leuchtende Erinnerung. Es ist ein sanft irisierendes Sommeridyll. Brr I an gzettel liegt bei Dresüen-Slasewitz, im Juni 1919 Heinrich Min-en HsonIlcischelLßorNerlm (I Wir verschickten Rundschreiben über: Wius boüenberg Aus seinen Tagebüchern Geheftet Mark 5.-; in Pappband Mark 7. — ; in Leinenband Mark 4.— «enter den Chronisten seiner Zeit nimmt Julius ^Rodenberg mit die erste Stellung ein. Und seine Tagebücher, die hier in einer Auswahl von Justina Rodcnberg, der treuen Gefährtin seines Lebens und Schaffens, vorliegen, sind wohl ein Wich tigstes seines Lebenswerkes. Sie sind zugleich zeitge schichtlich von hohem Wert, eine ganze Anzahl führender Persönlichkeiten des wilhelminischen Deutschlands tritt einem menschlich nahe, und in daS Dunkel einer werdenden Zeit fällt mancher Erkenntnisschimmer. Julius Rodenberg hat seine Zeit mit dem Herzen mit- gelebt, und dies Herz pochte stärker, wo eS Deutschland und besten Geschicke galt. Nicht ohne Kritik, aber ohne jede Verbitterung stellt sich dieser Chronist der Erfüllung gegenüber, die seine Zeit ihm, den freiheitgläubigen Knaben dcü Jahrcö 1848, dem Freunde der Freiligrath und Kinkel gebracht hatte. Es ist aber' nicht nur der Chronist, der aus diesen Tagebüchern spricht, auch der Lyriker und der Wanderer Rodenberg haben daran see lischen Anteil. Der forschend nach innen gerichtete, sehr selbstkritische, auf klare Prüfung des eigenen Ver mögens eingestellte Blick, andererseits die stets dankbare Freude an bunter und belebter Umwelt kommen in gleicher Weise, nebeneinander und sich durchdringend, zum Ausdruck. Man liest in diesen Tagebüchern, und eine Zeit, die kaum vergangen scheint und doch sehr fern liegt, wird in ihrem großen Stundenschlag, aber auch mit all ihren holden Nichtigkeiten lebendig. Eine liebenswerte Persönlichkeit ersteht in ihrer BegeisterungS- fähigkeit, in ihrer JünglingSreinheit wieder. Ein in sich vollendetes Leben. Keime, die in steter Entwicklung zu Blüten, und Blüten, die in Sonnengunst zu Früchten geworden sind. Bestellzettel in der Beilage Wir bitten zu verlangen Egon Fleische! L Co. Berlin