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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 23.12.1918
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1918-12-23
- Erscheinungsdatum
- 23.12.1918
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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Redaktioneller Teil. X° 296, 23. Dezember 1918. blatt umzugestalten, hat er auch in dem hierfür gebildeten außer ordentlichen Ausschuß (1893) mitgearbeitet. Ein arbeitsreiches, aber auch von schönen Erfolgen begleitetes Leben hat seinen Abschluß ge funden. Franz Himmclbaucr s. In Wien ist am 14. Dezember der Schriftsteller Franz Himmelbaner im 48. Lebensjahre nach längerer Krankheit gestorben. Ein Verehrer nnd Schüler Adalbert Stifters, an den er sich in Form und Stil anlehnte, schrieb er die Novellen nnd Erzählungen Waldscgcn« (1900), »Zn den heiligen drei Brunnen« (1902) und »Im Stammhaus« (1910) sowie einen Band ^Gedichte« (1905). Salvatore Farina s. - In Mailand ist der Schriftsteller Sal- vatore Farina im Alter von 72 Jahren gestorben. Seine Romane nnd Novellen, von denen hier nur »bin 86Zrelo«, »Oaklu 8punm ckel ri8po8ko no« genannt seien, zeichnen sich durch anmutige und gemüt volle Schilderungen des KleinlebcnS ans und sind durch Übersetznn- gcn auch in Deutschland bekannt geworden. ^ ^ ^ Sprechfaul. Feste Umrechaungssätze nach dem Ausland. I. Da der Kurs der deutschen Mark im Auslände ganz außerordent lich niedrig steht nnd er vom Ausland systematisch herunterzudrücken versucht wird, mache ich zur Hebung unserer Valuta folgenden Vor schlag: Alle deutschen Verleger geben die Preise ihrer Zeitschriften für das Ausland stets in der betreffenden Landeswährung an, indem sie die Mark als voll rechnen. Wenn eine Zeitschrift demnach in Deutschland 20.— tostet, soll sie in der Folge für 2L Franken nach der Schweiz, Frankreich oder Italien berechnet werden. Wir erreichen dadurch, daß wir das Ausland zwingen, vorerst nicht in Mark, son dern iu Franken zu zahlen. Wir erhalten dann nicht ./( 20.—, son dern 25 Franken, die gegenwärtig einen Kurswert von .// 39.— haben. Der Kursgewinn fällt ans diese Weise nicht dem Ausländer, sondern dem Deutschen zu. Ist es vielleicht auch nicht in allen Fällen möglich, diesen Grundsatz dnrchzuführen, so wird es doch in den meisten Fällen möglich sein, und der Kursgewinn, der in diesem Falle dem Deutschen Reiche oder in unserem Falle dem deutschen Vcrlagsbnch- handel zufällt, geht in die vielen Tausende. Unsere Rcichsbehörde steht leider in der Valuta-Frage auf einem ganz bedauerlichen Standpunkt. Sie nimmt im Gegensatz zu Öster reich die Valuta, die das Ausland vorschreibt, als etwas Gegebenes hin, an dem nichts zu ändern ist, und trägt den Schaden selbst. Wenn der Kurs der Mark 80 Rappen beträgt, ist sie mit 80 Rappen zufrieden und liefert dem Ausland dafür eine Ware, die eine Mark wert ist, indem sie die Differenz ans eigener Tasche zahlt. Die österreichische Regierung hat mit dieser Auffassung schon lange gebrochen nnd be rechnet Sonderzulagcn. Wir möchten auch die deutsche Negierung anffordern, dem Anslande gegenüber dasselbe zu tun nnd, wenn der Kurs vom Auslände gedrückt wird, von sich aus einen entsprechende» Zuschlag zu erheben. Auf diese Weise können viele Millionen dem Staate gerettet werden. So gut aber das in allen Fugen krachende Österreich den Mut hat, seine eigene Valuta zu schützen, so gut dürsten auch die Finanzminister des Deutschen Reiches sich berufen fühlen, der Währung des Deutschen Reiches den nötigen Schutz angedeihen zu lassen, um den Steuerzahlern unnötige Lasten zu ersparen. Was Österreich kann, kann auch Deutschland, und Deutschland kann mehr, es muß nur wollen. I. F. Lehmann. II. Der Kurs der Mark ist zurzeit in Holland 27 Cents (statt nor mal 60 Cents). Schon seit Jahren hat er geschwankt zwischen 30—40. Ähnlich ist das Verhältnis in der Schweiz und in den andern neutra len Ländern, wo aber bis zu einem gewissen Grade mit dem Tiefstand der Mark gerechnet worden ist. Hier in Holland ist davon niemals die Rede gewesen. Anders als mit 65 Cents ist die Mark von den holländischen Sortimentern nie »ungerechnet worden: ich habe aber auch oft die Umrechnung mit 70 und sogar mit 75 Cents fcstgcstellt. Ist es im Interesse des Verlagsbuchhandels gelegen, Luzusehcn, daß das neutrale Ausland deutsche Bücher mit einem so horrenden Ver dienst weitervcrkauft, während unsre Sortimenter im umgekehrten Falle den Gulden mit beinahe 4 Mark (statt Friedcnskurs: 1.70) bezahlen müssen, ivie wir auch Lebensmittel, die uns <u>8 Holland erreichten, mit Wncherpreisen seit Kriegsbeginn haben bezahlen müs sen? So wird es auch bleiben, solange wir in Not sein werden. Der Deutsche Verlcgerverein, der jetzt die löbliche Absicht hat, der Schlcnderei nach dem Auslande ein Ende zu machen, könnte auch hier, ohne Schaden für den Bücherkäufcr, der doch meist 65 bis 75 Cents für jede Mark Lrdinärpreis bezahlen muß, eingreifen und, zu deren eignen wie zum Vorteil des deutschen ökonomischen Lebens, nun end lich dazu übergehen, nach dem Auslände nur zum Friedenskurse zu liefern, nach Holland also beispielsweise die Mark ausnahmslos mit 60 Cents ord. (45 Cents netto) zu berechnen und Bezahlung in der Währung des anderen Landes zu fordern. Ein deutscher Buchhändler in Holland. Die Vereinheitlichung der Sortimenter-Prospekte. IVgl, Nr. S91., Ter unter dieser Überschrift im Sprechsaal des Börsenblattes abgedrnckle Artikel von W. M. L. ist mir aus der Seele geschrieben. Auch ich habe wiederholt bemängelt, daß ein großer Teil der Verleger bei seinen Prospekten seine genaue Adresse in Großdruck wiedergibt, ja sogar solchen Prospekten Karten mit seiner Firma auf denselben beifügt. Ebcnso tadelnswert ist die Angabe: Durch jede Buchhandlung zu beziehen, und der geringe Raum für den Stempel der Sortiments- sirma Dft weiß man überhaupt nicht, wo man ihn anbringen soll. Bei vielen Verlegern habe ich, da auch ich, wie der Einsender jenes Artikels, nur direkt Prospekte versende, insofern Entgegenkommen gefunden, als mir die Prospekte ganz ohne Nennung ihrer Firma mit Eindruck meiner Firma geliefert wurden. Daß uns, die wir die Prospekte direkt versenden, ein großer Teil Bestellungen verloren geht, habe ich gerade aus dem Prospekt, bei dem die Vcrlagsfirma weggebliebcn ist, ersehen, da mir zahlreiche Bestellungen von Sorti mentern ans die darin angezcigten Bücher zugingen. Ans eins möchte ich bei dieser Gelegenheit noch aufmerksam machen, was auch schon wiederholt im Börsenblatt erwähnt worden ist, nämlich daß die Verleger, besonders bei schön ausgcstatteten Buch händler-Ankündigungen, darin die Bezugsbedingungen wcglassen und sic nur im Bestellzettel angcben sowie diesen selbst so anbringen möch ten, daß man ihn benutzen kann, ohne die Ankündigung unansehnlich zu machen. Cs wäre wünschenswert, wenn sich auch Verleger über das hier angeschnittene Thema äußern würden. B. K. Zum Anzeigenteil des Börsenblattes ist ans dem Leserkreise der Vorschlag gemacht worden, in Zukunft nicht nur den Vcrlangzcttcln den Namen des Kommissionärs beizufügen, sondern ihn auch in den Anzeigen s e I b st, und zwar in der jetzt gebräuchlichen Abkürzung mit anzugeben. Da die Redaktion kein Recht hat, selbständig Änderungen oder Zusätze in den Anzeigen vorznnch- en, die Anregung aber für beachtenswert in allen den Fällen an sieht, ivo der Bestellung nicht der Verlangzettel, sondern die Anzeige selbst zugrunde gelegt wird, so bittet sie die anzeigenden Firmen, dem Wunsche des Einsenders möglichst allgemein zu entspre chen. Die Gründe, die zu dieser Maßnahme geführt haben, sind im wesentlichen noch dieselben: bedeutete die Angabe des Kommissionärs früher eine Erleichterung für das nneingearbeitete Ersatz-Personal, so wird sie heute den ans dem Felde zurückgekehrtcn, seit Jahren ihrem Beruf fremd gewordenen Kollegen nicht minder willkommen sein. Jedenfalls sollte gegenwärtig alles geschehe», was den Ver kehr erleichtern hilft und zeitraubendes Nachschlagen vermeidet. Die Angabe müßte unter Benutzung der seinerzeit vom Verein der Buch händler zu Leipzig festgesetzten Abkürzungen (vgl. Adreßbuch des Deutschen Buchhandels 1919, IV. Abteilg. S. 133) im Anschlüsse an die Firma erfolge». Bei den auf Umschlag-Anzeigen bezüglichen Vcrlangzctteln wer den wir vom 1. Januar 1919 a» die Angabe II 1, 2, 3, 4 durch Hinzu- fügnng der betr. Nummer des Börsenblattes ergänzen, also 1 II 1 — Seite 1 des Umschlags der Nummer 1 des Börsenblattes, um ans diese Weise ein Zurückgrcisen ans das Inserat in allen den Fällen zu erleichtern, wo der Verlangzettel von der Nummer losgelöst und in folgedessen der Zusammenhang mit ihr nicht mehr erkennbar ist. Da die während des Krieges erlassenen, die Überwachung der Ans- nnd Einfuhr von Druckschriften betreffenden Vorschriften auf gehoben norden sind, so wird vom 1. Januar 1919 an auch das Ans- fnhrzeichcn wieder verschwinden, dessen wir uns in den letzten Wo chen noch bedient haben, um etwaige Anstände bei den Zoll- nnd Ausfnhr-überwachungSstellen zu vermeiden. Verantwortlicher Redakteur: Emil Thomas. — Verlag: Der Bdrscnvercin der Deutschen Buchhändler zu Leipzig, Deutsches Buchhäudlerhaus. Druck' R a m m L S e e m a n n. Sämtlich in Leipzig. — Adresse der Redaktion und Expedition: Leipzig, Gerichtsweg 26 tBuchhündlerhaus).
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