Ar 298, 2S. Dezember 1918, Fertige Büchet, tÄrsmbiaU s. d, Dtlchn, Buchiaudel. 741!; eiterarisches Geschenk stus Herz uni» Heimat Versepen von Sr. Viilram Preis K 7,50, 5.25, 4.87; M. 5.20, 3.64, 3.38; Partie ll/IO Kein Verlagsteucrungszuschlag Br. Willram, der Lyriker, nimmt nun immer mehr die Richtung zum Epos. Seine große Begabung, Schilderungen mit breitem Pichet und lodernden Farben packend auf große Flächen zu male», zeigt sich auch in^ diesen Dichtungen, von denen „Der letzte Mensch" in Sprachkraft, Erfindung und künstlerischem Auf bau nicht nur das Bedeutendste der Sammlung, sondern iiherhaupt ein Werk von zwingender Gewalt ist. Einen gleich gesund gewachsenen Leib hat auch die letzte Dichtung „Sacrileg". Die beiden kleineren Gedichte innutlen verbinden die großen Seitenflügel zu einem geschloffenen Ganzen. Das ist gute, kraftvolle Tiroierkunst. Nicht so kühl und kristaUkanlig wie die Adolf Pichlers, nicht so geometrisch-konstruktiv wie die Schönherrs, nicht so hauchend und verhauchend wie die zarten Weisen Toni Renks, sondern von warmem, strotzendem Leben erfüllt. Verlagsanstalt Tgrolia Innsbruck - Wien - München Alle Bestellungen aus Deutschland und dem Ausland sind an unser Laus in MÜNcheN, öcliellingslrGe 41 zu richten. ÄWi,HllHlllllllllllll>!>lll>llMMl!ll «llllll llMlWlllllW »lllllllwNllM llMUl 1^ W I > V > z — > > D Oie rechte Treujahrslektüre in U dieser Zeit der Einkehr und Gelbst- W I besinnung des deutschen Volkes ist: M s Heinrich Mann I I U Gebunden M. 7.S0 ord. I V Das Deutschland Wilhelms II. D Z Von einem, der es früher M W als andere durchschaut hat! W > Im Juli 4944 beendet, darf der Roman jetzt W, W im Dezember 4948, nach Aushebung des Be- s W U kagcrungsgesetzes, erscheinen. 8 W Berliner Tageblatt: .... Wie sieht ein solcher W Untertan aus oder lieber — daß dis Aergangenheitssorm W sür alte Zukunft Geltung behielte! - wie sah er aus? W Lest das Buch Heinrich Manns und Ihr werdet W V es wissen. Es wurde lange vor dem Kriege begonnen Z M W und unmittelbar vor dem Ansang der großen Tragödie V W I abgeschlossen. ... Daß dies prophetische Buch zugleich ein W W Buch wilder Schmerzen und glühenden Haftes ist, das W muß ein jeder fühlen, der es, zuweilen erschreckend, oft U U entzückt, aber immer geseftelt bis zu Ende best. Was in W W dem Boman „Die Armen", in dem Heßling, Buck der D U W Jüngere und andere Gestalten aus dem „Untertan" wieder- W kehren, manchen gestört ha«, die Schwere des Sttks, die M Gezwungenheit der Komposition, dis seelische Unklarheit M V der Menschen, ist hier durch eine künstlerische Vollkommen, W M' heit erseht, die den Meister zeigt. Di« Antithese Geist M gegen Macht, die ein bewegendes Element aller Sichtung U W W Heinrich Manns bildet, ist In diesem Werk mit besonderer W Schars« durchgesührt. Immer deutlicher wird es, daß W Mann nicht der artistisch« Menschenbftdner ist, als der er ßd U verschrien wird, sondern ein Eozialethiker großen Zuges, V!! W W dem die Sache der Menschheit mehr ist, als eine Literatur, Z l M D sormei. Wenn der Sturm vorüber Ist, wird von Heinrich W W Manns „Untertan" übrigbleiben, was unzerstörbar ist: W I das Denkmal einer Übergangszeit, unerbittlicher, aber U auch stärker, als alle anderen Denkmäler, W - > I die sie geschaffen Hai. V ^«lllllllllllllllllll lllllilllllllllll lllllWM llllllillllllll lll»l>ill>!«>l!l>»lllll!>!!«W UL U.!