Donnerstag, den 12. Dezember ISIS. Umschlag zu 287. Edwin frankfurter Verlag Lausanne und Leipzig Uu5>ieferung nur durch L. Naumann Soeben erschien: Inüische ErzWuMli Nus dem Sanskrit rum erstenmal ins Deutsche übertragen von Hans Schacht kln schöner Land mit künstlerischer Umschlsg- reichnung von Paul Srulich 231 5eiten örvstoktso pre>5 geheftet M. 10.— Ladenpreis, M. 7.— hündlerpreis In Sanzleinwand M. 13.50 Ladenpreis, NI. 9.50 HSndlerpreis Partie 11/10 Vas Luch wird nur dar geliefert. weit fort von den Qualen und Kümmernissen des NMages sühn uns der „Qrean der MZrchen- slröme" des indischen Dichters Somodewa rurück ru den Quellen alles Lebens, alles Dichtens — nach Indien. — wer, wenn auch nur aus Stunden „vergessen" will — und neue Kraft schöpfen im Nndlick ewiger Schönheit, der lese die „Indischen LrrSHIungen". Edwin frankfurter Verlag Lausanne und Leiprig Uuslleferung nur durch L. Naumann Indische Erzählungen Nus dem 5anskrit rum erstenmal ins Deutsche übertragen von Hans Schacht fius der Einleitung: „Indisch- c-rZMling-n! In, ds st-il« MSN sich g-m ->WS5 vor, das etwa einer kleinen Novelle oder gar einer kleinen be schichte nach Kiplings Nrt ähnlich sieht. Da ist es wohl besser, wenn ich gleich bekenne, dass es sich meist um Märchen handelt, aber — dass mir keiner bis Nase vorzeitig und verächtlich rümpfe! — um Märchen, bei denen ich an sine Mahnung Leistngs erinnern mochte, der da sagt: »ich schreibe nicht für kleine Knaben, die voller 5tolr rur 5chule gehen und den void in Händen haben, den ihre Lehrer nicht verstehen.« ja. den void! 5o leicht er scheint, er will verstanden sein! Und so ist es auch mit diesen Märchen, die eben weder kinber- noch Hausmärchen lein wollen. Nein, nicht für Kinder sind diese Märchen geschrieben, aber auch nicht für solche Erwachsene, welche die unoerhüllte Natürlichkeit des Nusbrucks gern mit befühlen verwechseln, die wohl geweckt, aber nicht dargestellt werden bülsen." „Da herrscht eine schwüle tust, und unwillkürlich stellt man sich die trage, wie diese Menschen sich bewegen und leben können innerhalb der einengenden Schranken ihres Kasten wesens. berne malt man sich das in seiner gruseligsten bestalt aus. Nun. davon ist unter den Menschen, dle uns der Dichter oorsührt, wenig ru spüren. Nllerdings wirb er jedesmal den 5tand des Mannes bersichnen, von dem er eine beschichte sr- rählt, denn nicht jede öegebenheit ist unter jedem Stande möglich. Die bifengsschichten, d. h. dle eigentlichen Märchen mit ihren Verwandlungen und Wiedergeburten und dem persön lichen Lmgreisen der böiter. haben sämtlich die höchsten Stande der fürsten und Priester ru Mitspielern. Diese Märchen stehen eben l„ üeriehung ru den heiligen 5agen ooer Legen den. und diese beschäftigen sich nur mit hochgestellten Persön lichkeiten. Zu diesen gehö.en nicht ohne weiteres die Lrah- msnen, obgleich jre die erste Kaste bilden, wissen und kieich- tum schassen unter ihnen wieder gewisse kangstusen, und sin armer psaffs aus dem Dorf kann sich mit einem angesehenen, durch wissen, üussüdungen und übernatürliche kräste ausge- reichneten kiischi nicht messen. Wissen ist Macht, denn es ist ja schliesslich alles möglich, man muss nur wissen, wis's ge macht wird, man muss die geheimen Kräfte kennen, die überall wirken, und diese Kenntnis erwirbt man sich am besten durch hndacht und Dussüoungen. Deshalb sind dis Lüsser eine rwar armselig lebende, aber geachtete iltenschenklasse: um ihre 6unst beweiben sich Könige, und ihr Zorn kann verderblich wirken, bin« grosse koile spielt der tluch und die Verwünschung ln den Märchen; aus chm beruht dis Verwickelung, aus sein bnde rielt dle Lösung der beschichte, wie ln unssin Märchen kann eins einmal ausgesprochene Verwünschung, ein in Über eilung, in Zorn ausge,lossener fluch nicht mehr rurück- genommsn. nicht mehr unwirksam gemacht werben, aber stets wird ein Mittel genannt, wodurch der fluch avgsschwächt, die Verwünschung nach einer prüsungsrsit aufgehoben wird."