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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 26.10.1918
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1918-10-26
- Erscheinungsdatum
- 26.10.1918
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
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- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
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Redaktioneller Teil. 251, 26. Oktober 1918. Historische Kommission der Kgl. baycr. Akademie der Wissen schaften. — In der 58. Vollversammlung der historischen Kommission bei der Königlich bayerischen Akademie der Wissenschaften wurde u. a. auch über die Arbeiten zur Vorbereitung des im Jahre 1916 neu auf- nommencn grossen Unternehmens der deutschen G'eschichtsquellcn des 19. Jahrhunderts Bericht erstattet. In diesen Vorarbeiten sind da nach erhebliche Fortschritte gemacht. Wichtige Besprechungen sind mit den Berliner großen Pnblikationsiustituten gepflogen worden und haben libcr ArbeitSzicle, Gcbietsabgrenzung und Organisation Ein verständnis herbeigefiihrt; ebenso mit den Wiener führenden Institu ten, die ans österreichischem Gebiete die Arbeit im gleichen Sinne ent richten werden. Eine dritte Gruppe sollen die übrigen reichsdeutschcn Institute bilden: historische Kommissionen der einzelnen Bundes staaten, der Provinzen und Landschaften, der Städte und die führenden geschichtlichen Gesellschaften und Vereine. Vorbereitende Erkundi gungen haben auch hier zur Zustimmung wichtiger Körperschaften ge führt; auch hier sind Arbcitsziele aufgestellt und bestimmte Veröffent lichungen angemcldct worden. Es wird nunmehr ein weiterer Kreis von Körperschaften zur Mitarbeit aufgefordert werden können. Nach vorläufigem Entwürfe sind für das Arbcitsprogramm in Aussicht ge nommen die Veröffentlichung von Akten und Aktcnverarbeitungen, von Verhandlungen der Parlamente und der politischen Tagungen, von staalSmännischcn Nachlässen (Denkwürdigkeiten, Briefwechseln, und Aktenstücken), von Negesten und Repertorien. Die Historische Kommission wird, als Vermittlerin der genannten Kreise geschicht licher Jnsi'tntc, die Werbung sortsetzen und zu gegebener Zeit die Vertreter der verschiedenen Gruppen zu mündlichen Besprechungen znsc.mmcnbcrnfcn. Ihre eigene Arbeit wird vorerst wesentlich auf die -Herausgabe von Nachlässen ansgchcu. Mehrere Veröffentlichun gen dieser Art sind in Verhandlung und Vorbereitung, andere sollen sich anschlicßcn, auch an Sammlungen tu Ncgestcnsorm soll daneben bald hcrangetreten werden. Einige Kapitalschcnkungcn sind der Kom mission für diese neue Abteilung bereits zugcflosscn und deren Zahl und ihr Umfang ist seit der Pfingsttagung erfreulich gewachsen. Die Kommission ist diesen Gaben und ihren Gebern zu ganz besonderem Tanke verbunden, aber sie muß um weitere wer ben: denn die weitgespannte Organisation und vor allem die Veröffentlichungen bedürfen, wenn das nationale Werk fruchtbar werden soll, mit Notwendigkeit neuer (Geldmittel. Die Wcitersührnng der Geschäfte dieser Abteilung blieb dem durch die Professoren Brandenburg, Marcks uns Meinecke gebildeten Ausschüsse übertragen. Buchhändler-Lehranstalt zu Leipzig. - Der Mährische Landcs- anSschnß hat auf Antrag der Deutschen Abteilung des Landesgewerbe rats beschlossen, zwei Stipendien zu je 1290 Kroncu aus der Gewerbc- fördernngSdotation für 1918 für solche mittellose, tüchtige deutsch- mährische Bnchhandlungsgchilfen, die sich in Mähren selbständig niedcrznlasscn gedenken, zum Zwecke des Besuches des einjährigen Fachtnrsns an der Höheren Abteilung der Buchhändler-Lehranstalt in Leipzig zu bewilligen. Aus der Erkenntnis heraus, das; eine gründliche berufliche Fachbildung für den Buchhändler ebenso not wendig ist wie für jeden andern kaufmünuischen oder geiverblichen Beruf, hat der Mährische Landesansschus; durch seinen Beschluß eilt hochersrcnlichcS Beispiel von Weitblick gegeben, das nicht nur von den Landesregierungen, sondern insbesondere auch von bell größeren Kör perschaften der Buchhändler selbst beachtet und nachgeahmt werden sollte. Vivant sequentes! Die Gesellschaft für Volksbildung hält ihre diesjährige Hauptver sammlung am 1. Dezember im Abgeordnetenhaus«: zu Berlin ab. Zur Verhandlung stehen: Das Volkshaus als Heimstätte geistiger Volks- pslegc. — Frohe Abende. — Die Kunst im Dienste der Volksbildung und Volksuntcrhaltnng. Am voransgehcndcn Sonnabendnachmittag finden Fachvcranstaltnngen für die Mitglieder der Gesellschaft statt. (Märchen-, Lichtbilder- und Lebebildveranstaltnngen mit sich an schließenden Besprechungen.) Personaliiaihriitjten. Verleihung des Eisernen Krcnzcs. Mit dem Eiserne» Kreuz 1. Klasse wurde Herr Ltn. d. N. Friedrich Keil, i/Fa. A. Kcll's Buchhandlung in Plane» i/V., ausgezeichnet. Gestorben: am 20. Oktober nach kurzem Krankenlager Fräulein R o s a Einstein, Gehilfin im Hanse Speyer K Peters in Berlin. Rudolf Leonhard f. — In München ist Prof. vr. Rudolf Leon hard, Extraordinarius für Volkswirtschaftslehre an der dortigen Uni versität, nach kurzer Krankheit im Alter von 39 Jahren gestorben. Außer einer Reihe kleinerer Studien zur Sozial- und Wirtschafts geschichte schrieb er »Agrarpolitik und Agrarreform in Spanien unter Karl 11k.« (1909). Emile Boutroux f. — In Paris ist vor kurzem der angesehene französische Philosoph und ehemalige Vertreter dieses Faches an der Sorbonne, Emile Boutroux, im Alter von 73 Jahren gestorben. Sein Werk »Leienee St UsliAion« (1910) öffnete ihm die Pforten der französischen Akademie und machte ihn auch weiteren Kreisen des philosophischen Deutschlands bekannt. ^ Sprechsaal. Datierung der Anzeigen. Die Übersicht über die vielen Preiserhöhungen suche ich mir möglichst dadurch zu erleichtern, daß ich die bctr. Anzeigen aus dem Börsenblatt ausschneide und alphabetisch geordnet aufbewahre. Ein Ubelstand, dem leicht seitens der Herren Verleger abzuhelfen wäre, ist dabei, daß oft in den Anzeigen das Datum nicht angegeben wird. Ich ersuche daher die Herren Verleger höflichst, diesen Wunsch, den gleich mir viele andere Sortimenter hegen werden, frdl. zu berück sichtigen und in den erwähnten wie auch in andern Anzeigen Angabe wenigstens des Monats nicht zu vergessen. Rostock i/M. H. Warkentien. Nachträgliche Preiserhöhung. Der Verlag von Georg W. Dietrich in München hatte im März d. I. einige Bände »Kleinodien der Weltliteratur« angezeigt, welche infolge unseres Weiterangebotes von einem Kunden bei uns bestellt wurden. Der Betreffende bezahlte die Bände im voraus, und ich sandte die Bestellung sofort an den Verlag. Auf mehrfache Rekla mationen hin erhielt ich dann nur 3 Bände, weil der 4. Band angeb lich inzwischen vergriffen war. Am 24. Mai fragte Dietrich durch Postkarte bei mir an, ob ich den fehlenden Band nachgeliefert haben wolle, lvas bejaht wurde, und am 7. Juni schrieb er mir auf meine nochmalige Reklamation, daß die »Bestellung auf den Band vorge- merkt und sofort nach Eintreffen neuer Ercmplare erledigt werden würde«. Im August endlich erhielten wir den fehlenden Band unter Nachnahme zugesaud-t, aber nunmehr zu einem bedeutend erhöhten Preis, sodaß wir bei der Nachlieferung an unseren Kunden geschädigt sind. Es fragt sich nun, ob der Verlag durch einfache Annahme der Bestellung zu dem von ihm selbst angezeigten Preise nicht verpflichtet war, so zu liefern, wie angezeigt, oder ob er wirklich ohne vorherige Lösung des abgeschlossenen Vertrages berechtigt ist, den Preis ein seitig zu erhöhen. Es handelte sich nicht um eine neue Ausgabe. Mit einer Nachberechnung können wir unserem Kunden nicht mehr kommen, da er bereits im voraus den geforderten Gesamtbetrag für alle 4 Bände bezahlt hatte. Dietrich erklärt sich zwar zu einer Rücknahme bereit, auf die von unserer Seite aus obigem Grunde nicht eingegangen werden kann, lehnt aber entschieden ab, den angezeigten Preis einznhalten, mit der Begründung: »die im Börsenblatt ange zeigten Preise sind für mich unverbindlich gewesen«. Ein abgeschlos sener Vertrag und ein solcher liegt doch in diesem Falle bei aus drücklicher Annahme der Bestellung seitens des Verlegers zu dem von ihm selbst angczcigten Nettopreise vor — kann doch auch bei den jetzigen sonst so unsicheren Preisberechnungen nicht einseitig aufgehoben werden? Nikolassee. 4. Oktober 1918. M ax Harrwi tz Entgeg n n n g. Zn den Ausführungen des Herrn Mar Harrwit) bemerke ich fol gendes: Das a>'s meine Ankündigung im März n. a. von Herrn H. be stellte Buch konnte bei Eintreffen seines Auftrags wegen Mangels an Vorräte» nicht mehr mitgeliefert werden. Eine Neubin düng i n G a n zlei n en ko n n t e e r st n a ch M onaten zu wesent- I i ch h ö h e r e n Preisen seitens der B n chbindcrci er folge». De:, erhöhten Bnchbinderpreisen entsprechend wurde der Ladenpreis des in Frage stehenden Buches gleichfalls mit voller Be rechtigung hinaufgcsctzt. Von dieser Neuliefcrung kann ich Herrn Harrwitz nicht gestatten billiger zn liefern, als jeder andere Sortimen ter zu verkaufen verpflichtet ist. Münchcn, 21. Oktober 1918. Georg W. Dietrich. 648
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