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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 23.10.1918
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1918-10-23
- Erscheinungsdatum
- 23.10.1918
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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Redaktioneller Teil. 248, 23. Oktober 1918. Beleidigungsklage gegen 3!ichard Strauß? — Vor einiger Zeit wurde in der Tagespreise daraus hingcwiesen, daß 3iichard Strauß einen Licdcrzyllns »Der Krämcrspicgel« komponiert habe, dessen Ten denz gegen die Mnsilvcrlcger gerichtet ist. Ter »B. Z. a. M.« zufalge fall Alfred Kcrr die Liedertcxte ans Anregung des Komponisten gedichtet haben. Dieses neue, in seiner Art und Entstehungsgeschichte ungewohnte Werk soll nun auch die Berichte beschäftigen. Es heißt, das; einer der Mnsikvcrlegcr gegen Straus; eine Beleidigungsklage angestrengt habe. Mit seinem eigenen Verleger Bore K Bock hat der Komponist schon des längeren Auseinandersetzungen. Straus; machte anläßlich dcS Konflikts zwischen Tonsetzergenossenschast und dem ge nannten Verlage den Versuch, den ihn an Bote K, Bock bindenden Vertrag zu lösen. Als ihm dies nicht gelang, übergab er seine neue Schriftsteller trat er mit Arbeiten über Beethoven und Händel aus. als Komponist mit zwei Heften Landskncchtslicdcrn. ^ Sprechsaal. „Mit Höchstrabatt zu eigenem Gebrauch'." Zu diesen Zeilen finde ich Anlaß durch eine Anfrage, wie ich mich in folgendem Falle verhalten würde: Tritt da ein junger Mann in eine Buchhandlung und bietet Bücher eines großen Verlages zu hohem Prozentsätze an zum Kauf mit dem Bemerken, er sei in dem Verlage augestcllt und könne beliebig auch andere Bücher verschaffen mit Komposition, die ein scharfer Angriff auf das Musitverlcgcrtum ist, > höchstem Rabatt! Kolportagebuchhandcl und Diebstahl scheiden natür- L Bock weigerten sich, diese neuen Lieder zu drucken, ohne aber Strauß seinen sonstigen Verpflichtungen dem Verlage gegenüber zu entheben. Obcrzcnsnrstcllc und Obcrmilitärbcfehlshabcr. — Das Armce- Vcrordnnngsblatt vom 19. Oktober meldet: Die Obcrzcnsurstelle schei det mit dem heutigen Tage aus dem Kriegspresscamt ans. Sie unter steht fortan dem O b e r m i l i t ä r b c f e h l s h a b e r. Das Personal der Obcrzcnsurstelle bleibt in den Besoldungs-, Verpflegungs- usiv. Angelegenheiten dem Kriegspresscamt zugctcilt. Die Dicnsträume be finden sich anch ferner in Berlin NW. 6, Luisenstraße 31a. PersonalnachMten. Auszeichnung. — Herrn Hofverlagsbuchhändler Carl Siwin- n a, Inhaber der Firmen G. Siwinna und Phönix-Verlag in Kat- towitz, ist vom Sultan der Eiserne Halbmond verliehen worden. festzustcllen suchen und jedenfalls sofort dem Verlagsbuchhändlcr, des sen Bücher veräußert werden sollen, Mitteilung zur Verfolgung des Falles machen, den Namen des Verkäufers aber im Börsenblatt be kannt geben, damit andere Verleger ebenfalls gegen Bezüge dieses Herrn »mit Höchstrabatt zu eigenem Gebrauch« geschützt werden. Es ist sicher eine wohltätige und in gewissem Sinne berechtigte Einrichtung, wenn der Verleger seinen Angestellten ein Freiexemplar oder Exemplare mit 50°/> usw. zu eigenem Gebrauch von erscheinen den Neuigkeiten gewährt. Der Angestellte wird sich für den Ver trieb eines solchen Werkes, das er meistens sogar selbst liest, seinen Kräften entsprechend mit mehr Interesse ins Zeug legen. Diese Exem plare aber müssen möglichst dem Verkaufe entzogen werden. Rat schläge hierüber würde ich gerne in den Spalten des Börsenblattes lesen. Meiner Ansicht nach kann dies nur durch eine den Verkauf ver bietende (etwa zeitlich begrenzte) handschriftliche Eintragung oder Stempelung geschehen. Das hierdurch beeinträchtigte Schönheitsbild muß eben in Kauf genommen werden. Dasselbe gilt von Büchern, die von Angestellten »zu eigenem Gebrauche mit .Höchstrabatt« von fremden Verlagsbuchhandlungen bezogen werden. Infolge des Ent- Ernennung zum Hosbuchhändler. — Herrn Gottlieb Braun, gegentvn.mens vieler Verleger ist heute jeder Angestellte in der Lage, Inhaber der N. G. Elwcrtschcn Univcrsitäts- und Verlagsbuchhand- ^ sich selbst zu geringem Preise eine hübsche Bibliothek seinen Interessen lang in M arburg i. H., ist vom Großherzog von Hessen in Würdi gung seiner Verdienste um die hessische Literatur und Kunst das Prädikat eines Großherzogl. Hos-Verlagsbuchhändlers verliehen worben. entsprechend anzulegen und für ihn recht billige Geschenke zu machen Unbedingt müßten selbst für Gcschenkzwccke mit erhöhtem Rabatt be zogene Werke gleichfalls einer Kennzeichnung zum Schutze gegen Wei terverkauf unterliegen. Ein solcher wird hierdurch natürlich nicht ausgeschaltct, aber erheblich eingeschränkt werden. Jeder Buchhänd ler würde naturgemäß von einem Ankauf solcher Werke Abstand neh men müssen, solange der Verlag den Ladenpreis nicht aufgehoben hat oder das Werk vergriffen ist. Im Falle der nachgewiesencn Veräuße rung eines Nachlasses solcher Bücher fällt die Ankaufsbeschränkung natürlich fort. Der heute von einem Buchhändler mit einem Buche Beschenkte nimmt ja leider doch meist an, daß diesen! das Geschenk sozusagen nichts gekostet hat; auch wenn tatsächlich ein erheblicher Preis dafür aufgewendct wurde, so wird auch für ihn die Kennzeichnung eines solchen mit Höchstrabatt bezogenen Werkes keine erhebliche Wert minderung bedeuten. Da Geschenke nicht unbedingt nötig sind, mag der Gehilfe, will er diese Beeinträchtigung des Wertes vermeiden, mit gewöhnlichem Rabatt beziehen. In vielen Fallen erschwert das Ein- ^ ^ ; schreiben einer Widmung den Weiterverkauf, worauf die Gehilfenschaft Ritter von Karabacek 1°- ^ Am 9 Oktober ist in ^?icn der vor-^ sei. Selbst in dieser Zeit mit ihren ungünstigen Arbeits wütige Direktor der Wiener Hofbibliothck, Hofrat i-'rosc>>or 1)r. Joics „^rhättnisscn ist es keine bedeutende Mehrbelastung eines Geschäfts- Ritter von Karabacek kurz nach Vollendung ,eines 73. Lebensjahre» ' j„h^rs oder Geschäftsleiters, etwa ans oben erwähnte Weise «inen Gefallen: am 3. Oktober Herr Robert Buche, Gefreiter, Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Klasse, im Alter von 31 Jahren. Der Verstorbene war von Oktober 1907 bis zu seiner Einziehung znui Militär im Oktober 1914 Leiter der Expedition der Firma R. Piper L Eo. in München, die in ihm einen aufopferungs- fühigen, tüchtigen Mitarbeiter verliert. Gestorben: am 9. Oktober Herr Paul Bräu er, seit 1. Juli 1908 Inhaber der Firma seines Namens in Lemgo (Lippe). gestorben. Seine wissenschaftlichen Arbeiten galten vor allem der Entzifferung der weltberühmten Sammlung antiker Gewebereste, die unter dem Namen »Papyrus Rainer« bekannt sind. Mißbrauch einschränken zu helfen, der gerade jetzt großen Umfang angenommen zu haben scheint. Sollen sich doch selbst Geschäftsführer daran beteiligt haben, daß Angestellte »zu eigenem Gebrauch mit Höcbstrabatt« Bücher anfordern, um sie Bekannten, die nicht mehr im kcorq McbS f. - Am 18. Oktvbcr ist der Tircktor dcs botanischen ^ Buchhai,dci tätiq sind - ein häusiger Kall bei unserem -Kriegs- «ras 7lr Meara damcncrsav. — oder in, Buchhandel überhaupt nie beschäftigt waren. Instituts der Universität Heidelberg, Gchcimrat Prof I)?. Georg Klebs, 01 Jahre alt, daselbst gestorben. Seine Arbeiten betreffen hauptsächlich die Entmickinngsgcschichtc und -nstcinatik der Aigen, bleiben sogar ein mehr oder weniger lukratives Geschäft die Physiologie der Pslanzenzellc und die Entstehung neuer Pflanzen- den, Verkauf so bezogener Bücher zum Schaden des Sortiments "rtcn. 1 und des Verlags. Abgesehen von den meist recht geringen gesetzlichen Maßregeln müßte m. E. jeder derartige Fall mit Namensnennung im Karl KrauS f. — Professor Or. Karl Kraus, früherer Direktor Börsenblatt bekannt gegeben werden, vor allem auch der Name der der Landwirtschaftlichen Hochschule Weihcnstcphan, ist im 67. Lebens-, Firma, des Geschäftsinhabers oder Geschäftsführers, die solche An jahr gestorben. Für seine Forschungen über die Lebensbcdingungen gestellten in Stellung behalten oder gar solche »Ausbeutung der Be- dcr Kulturpflanzen ist dem um Bayerns Landwirtschaft hochvcrdicn- zjjgc zu eigenem Gebrauch mit Höchstrabatt« unterstützen, damit eine tcn Gelehrten 1908 die Goldene Liebig-Mcdaillc verliehen worden. Svcrrung des erhöhten Rabatts solchen Beziehern gegenüber crmög- ! licht wird. Die anständige Gehilfenschaft, von der ja ein großer Teil Wilhelm Weber f. - Der Tonkünstlcr Professor Wilhelm Weber gegenwärtig draußen im Felde steht, wird aber alles daran setzen ist in Augsburg, 59 Jahre alt, gestorben. Weber har sich um die Ein- müssen, um durch rücksichtslose Aufdeckung solcher ihr bekannt gewor- führung der Chrysanderschen Händclcinrichtuugcn und um die Pro- dencu Fälle ein Fortbcstcheu der an und für sich segensreichen Ein- paganda der Chorwerke von Bossi und Piernö verdient gemacht. Als richtung sich und ihren Genossen auch künftig zu erhalten. H. S. 644
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