1892 I. d> D»chn. vuchi-ndL Künftig erscheinende Bücher. 218,18. September 1918. Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart Demnächst gelangt zur Ausgabe: Die Lerche Auswahl schwäöischerDichtung von den Anfängen bis auf die Gegenwart von Ludwig Finckh Etwa 4ZO Seiten Geschmackvoll gebunden M 6.— Gegen bar Z5°/o und 11/10 Einband, auch der Freiexemplare, M 1.50 netto MIMUIIIIIIIUI»,»,IUIMII»IIMIIIMMI»IIIIIIIMIIIlIIIIIIII»IIIIII»»IIM»lMMII»III Dudwig Finckh, selbst einer der bekanntesten ^ und volkstümlichsten Vertreter der heutigen Dichtergeneration, hat aus dem reichen Blumen garten schwäbischer Dichtung eine Auslese der schönsten und eigenartigsten Gedichte zu einem farbenprächtigen Strauß vereinigt. Vicht einem selbstzufriedenen Provinzialismus will die Samm lung huldigen, sie sucht vielmehr frei von Ein seitigkeit und Eintönigkeit die innigen Zusammen hänge der schwäbischen Dichtung mit der übrigen Entwicklung der deutschen Dichtkunst aufzuweisen. So eng ist diese Verknüpfung der Schwaben mit der deutschen Lyrik, daß in ihr kein anderer deutscher Stamm nach Zahl und Rang der Dich ter rühmlicher vertreten ist, als der schwäbische. Dem deutschen Vaterlande ist „Die Lerche" vom Herausgeber gewidmet. Damit ist der Grund- Ion der schönsten und wertvollsten Gedichte an gegeben. Wie anders lesen wir heute die von echter Vaterlandsliebe zeugenden, bald preisen den, bald mahnenden, oft prophetischen Verse der Schubart, Hölderlin, Uhland, Fr. Eh. Bischer, 2. G. Fischer, Herwegh, Ludwig Pfau, Wilhelm Hertz, Eduard Paulus usw. Und wie fügt sich Minnesang und Volkslied in ihrem ganzen Reichtum dem großen Gesamtchor deutscher Dichtung ein. Daß auch die Gattung des Dialektgedichts in heitern und ernsten Proben gut vertreten ist, macht die Sammlung besonders abwechslungsreich und bunt: von dem fast vergessenen Sebastian S a i l e r und W e i h m a n n bis zu G i t t i n g e r und Schwegelbauer kommen schwäbischer Humor und schwäbische Derbheit zu ihrem Rechte. Wie reich der Anteil der Schwaben an der heutigen deutschen Lyrik ist, zeigt die Auswahl an einer Fülle charakteristischer Gedichte,- es sind von Lebenden oder erst in allerjüngster Zeit Verstorbenen u. a. ausgenommen: Chr. Wagner, 2 solde Kurz, Cäsar Flaischlen, Emil Strauß, E. von Bodman, Or. Owlglaß, H. Hesse, L. Finckh, A. Schmid Voerr, Vollmöller, H. Lilienfein, Otto Fisch er, Bruno Frank und Elisabeth Rupp. Ihnen hastet nichts Lokal-Schwäbisches mehr an, zwar im heimat lichen Boden fest wurzelnd, sind sie weit über ihn hinausgewachscn. So ist die Sammlung ein Hausschatz deutscher Lyrik, der sich neben ähnlichen Sammlungen, die die ganze deutsche Lyrik umfassen, als ebenbürtig sehen lassen darf, andere Sammlungen provin zieller Art aber an künstlerischem Reichtum und Wert übertrifft. Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart