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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 06.09.1918
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1918-09-06
- Erscheinungsdatum
- 06.09.1918
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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Börsenblatt f. d. Ltschn. Buchhandel. Redaktioneller Teil. X- 208, 6. September 1018. Kunstgewcrbcvereins zu Frankfurt a. M., wo sie schon in den erste» Tagen nach der Eröffnung eine große Besucherzahl zu verzeichnen hatte. In Österreich verboten. — Israelitisches Wochenblatt sür öic Schweiz. Nr. 25, 26, 28. Gedruckt und verlegt C. v. Ostheim, Zürich 1918. — Leo nid Andrejcw, »Das Joch des Krieges» in der Sammlung »Europäische Bücher-. Verlegt Max Rascher L Co., Zürich 1918. — Or. Lazar Felix Pinkus, »Vor der Grün dung des Judcnstaatcs-. Gedruckt und verlegt Orell Flisiti, Zürich 1918. — Willy Sterzcr, Neue Trommelvcrse. Verlag I. Lin- schlltz, Wien. — Bon Hütte zu Hütte. Führer zu den Schutz- Hütten der deutschen und österreichischen Alpe». Gedruckt und verlegt S. Hirzcl, Leipzig 1912. -Die Versöhnung. Nr. 44. Gedruckt und verlegt Graphische Anstalt Stampscnbach, Zürich 1918. — Litauen. Nr. 6. Buchdruckcrci Lvmau, A.-G., Lausanne 1918. — Or. Jakob Klatzkin, Die Judenversolgungcn in Galizien und Rumänien. Verlag I-ogs LI Hamtsektmar, Zürich 1918. — Jüdi sche Arbetterkorrespondcnz. Nr. 5. Stockholm 1918. — Die goldene Brücke zum Frieden. Druckort unbekannt. 1918. — Vladimir Gottlieb, Die Vundcstrcne. Gedruckt und verlegt Lausanne. Ein deutsches Crsindungsinstitut soll in Gießen gegründet wer den. Das Programm ist folgendes: Das deutsche Ersindungsinftitut bezweckt die Förderung deutscher tcchnisch-schöpscrischcr Arbeit durch Auslese und Förderung erfinderisch begabter Persönlichkeiten, sowie durch Unterstützung brauchbarer Erfinduugcn durch Geldmittel, tech nische und Nechtsberatnng, ferner durch die Weiterleltung der Erfin dungen an Heer und Marine, Industrie und Gewerbe. Vorsitzender der Gesellschaft ist Geheimrat Sommer in Gießen, stellvertretende Vorsitzende sind Prof. Bcchhold in Frankfurt a. R. und Pros, von Kapff, Berlin. Eine Ausstellung deutscher Kunst in Sofia soll im September eröffnet werden. Die von der Berliner Gesellschaft für Deutsche Kunst in Bulgarien veranstaltete Ausstellung wird ungefähr 4VÜ Gemälde und 49 Werke der Bildhauerkunst deutscher Künstler aus den letzten hundert Jahren umfassen; sie wird also an Zahl und Bedeutung der ausgestellten Werke die größte Veranstaltung dieser Art in Sofia sein. Personslnschrichten. Auszeichnungen. — Herr Paul PörzIcr, Hauptmann der Land wehr, Mitinhaber der Firmen E. Pörzlcr, Buch-, Kunst- und Musika- lien-Handtung, und Pörzler de Co., Buchbinderei in Tcptitz-Schönau, wurde mit dem silbernen SiZnum Inuells mit den Schwerter» ausgezeich net, nachdem ihm bereits im Jahre 1916 das bronzene Signum lauckis verliehen worden war. Herr Otto Carlsoh», Prokurist der Firma S. Hirzcl in Leipzig und 1. Vorsitzender des Allgemeinen Deutschc» Buchhandlungs- Gchilsen-Bcrbandes, wurde mit dem Sachs. KriegSvcrdienstkrcuz aus gezeichnet. Theobald Ziegler h. — Während einer Frontreise ist Prof. Or. Theobald Ziegler, der nach Rücktritt von seinem Lehramt an der Straßburger Universität in Frankfurt a. M. lebte, in einem Feld lazarett im Obcrclsaß im Alter von 72 Jahren gestorben. Von der reichen schriftstellerischen Tätigkeit des vielseitigen Gelehrten zeugen feine Arbeiten über Strauß, Bischer, Nietzsche n. a. Philosophen, sowie Schriften wie «Der dentsche Student- <12. Ausl. 1912>, »Die soziale Frage eine sittliche Frage- <6. Ausl. 1899), »Das Gefühl- <8. Ausl. 1912), -Lehrbuch der Logik- <2. Ausl. 1888), »Geschichte der Pädagogik- <3. Ausl. 1999) u. a. Weiteren Kreise» trat er durch seine zusammcn- fassend« Darstellung der »Geistigen und sozialen Strömungen im 19. Jahrhundert- <23. Taus. 1916> näher. , : d Sprechfaul. Die neuen Druckausschläge und die Zeitschristen- verleger. Die Buchdrucker haben zum 1. August dieser Jahres den Kriegs- aufschlag für Druckarbeiten abermals um 25"/, erhöht und eine wei tere Steigerung von 15"/, zum 1. Dezember dieses Jahres angckllndigt. womit dann die Druckkosten für Zeitschriften um 129"/, des Friedens preises gestiegen sein würden. Diese neuen Ausschläge wurden den Zeitschrtftenverlegern durch Rundschreiben des TarifausschusscS, sowie durch briefliche Mitteilung der einzelnen Drucker erst in den letzten Tagen des Juli, also, ebenso wie dies bei den früheren Ausschlägen geschah, nur wenige Tage vor ihrem Inkrafttreten bekannt gegeben. Man sollte meinen, daß den Herren Buchdruckern doch endlich die Erkenntnis ausdämmcrn müßte, daß die Zcitschristenvcrleger bei den jetzigen trostlose» Verhältnissen nicht in der Lage sind, diese Aufschläge auch noch aus ihrer eigenen Tasche zu begleichen, sondern daß sie ge zwungen sind, diese Mehrkosten snach dem Beispiele der Buchdrucker!) ans ihre Kundschaft in Form von Ausschlägen aus die Bezugs- und JnsertionSgebllhren abzuwälzen. Wie soll das aber möglich sein, wenn die Preiserhöhung mitten im Quartal stattsinbct und nur wenige Tage vor ihrem Inkrafttreten verkündet wird? — Die Mehrzahl aller Zeitschriften hat eine mindestens vierteljährliche Bczugsdaucr einge- fiihrt, kann mithin während der Dauer des Ouar'.als die Abonne- mci.tspreise nicht verändern. Das Postzcitungsamt bestimmt sogar, daß Preisänderungcn spätestens drei Tage vor Beginn des letzten Quartalsmonats gemeldet sein müsse», sollen sic noch rechtzeitig sür den kommenden Ouartalsbcginn Berücksichtigung sinke». Für die meisten Zeitschriftenverleger ist ein Aufschlag also frühestens zun: 1. Oktober d. I. möglich; die höheren Preise in den Monaten August und September kann man dagegen nicht mehr abwälzen. Eine nach ttägliche Abwälzung der Mehrkosten für diese beiden Monate durch entsprechenden Aufschlag aus das vierte Quartal und Folge ist, genau betrachtet, ungerecht; denn dabei würden die znm 1. Oktober ne» hin- zutretenden Bezieher auch noch unter dem Mehrpreis der Monate August und September leiden, während umgekehrt bi- zum l. Oktober abspringenden Bezieher sich der nachträglichen Anrechnung der Mehr kosten sür die verflossenen beiden Monate entzöge». Da nun der Verleger ja auch einige Tage Zeit gebraucht, um die erforderlichen Preisausschläge zu erwägen und zu berechnen, so muß er verlangen, daß bei künftig beabsichtigten weiteren Aufschlägen, bzw. Preisänderungcn unter allen Umständen wenigstens 6 Wochen vor Beginn des Quartals, in welchem solche P r c i s än b c r » n g en ei » trcten sollen, den Verlegern durch Rundschreiben, sowie durch briesliche Benachrichtigung seitens der ein zelne» Druckereien entsprechende Mitteilung gemacht wird. Auch für die Buchverleger dürfte die Einhaltung einer solchen ausreichenden Bcnachrichtigungssrist im Interesse ihrer Vorberechnungen bringend erwünscht sein. Die Buchdrucker hätten hierbei nicht den geringsten Nachteil. Sie sollen durch d:e Einhaltung einer solchen Benachrtchtigungsfrist die für notwendig erachteten Preisaufschlägc ja keinen Tag später als vor gesehen cinführcn. Sie sollen lediglich ihre diesbezüglichen Beratun gen so rechtzeitig vornehmen, ihre Entschlüsse so frühzeitig fassen, daß zwischen der Bekanntmachung solcher Prcisänderungen und dem Be ginn ihrer Durchführung eine angemessene Frist liegt, wie sie im Geschäftsverkehr früherer Zeiten selbstverständlich war. Auch wenn Lohnforderungen als Grund der PreiLaufschlägs in Betracht kommen, läßt sich die Einhaltung einer Benachrichtigungsfrist ohne weiteres ermöglichen; denn nichts hindert Arbeitnehmer und Arbeitgeber daran, den Zeitpunkt für solche Lohnverhandlungen eben falls rechtzeitig genug festzusevcn und sich beizeiten, nicht aber erst in letzter Stunde zu verständigen. Sind aber wirklich einmal »»vorhersehbare und sprunghaft sich überstürzende Ereignisse und Veränderungen Grund sür notwendig werdende Aufschläge, so ließe sich die Einhaltung einer solchen Benach richtigungsfrist bis zum Beginn der veränderten Berechnung auch dann durchführen. Man hätte nur nötig, den Prozentsatz de« Aus schlages unter Berücksichtigung des Termins sür den Eintritt der Preiserhöhung entsprechend etwas höher fcstzusetzcn, wobei die Zahl der Prozente ja keineswegs immer gleich durch 8 teilbar zu sein brauchte. Ein Ausschlag kann z. B. statt auf 15°/, auf 17"/» festgesetzt werden, braucht also nicht gleich aus 29"/» zu springen. Teuerung und Schwierigkeiten werben leider auf Jahre hinaus noch bestehen bleiben; deshalb ist cs endlich an der Zeit, daß di« Buchdrucker anstelle der überhastenden und überraschenden Maßnah men der letzten Zeit sich wieder eine etwas rücksichtsvollere Behand lung ihrer Kundschaft angelegen sein lassen. Anstelle eilig konstruier ter, provisorischer Kriegsnotmaßnahmcn verlangt die unabsehbare Tauer dieser Verteucrungspcriodc bei aller Rücksicht ans weitere mög liche Schwierigkeiten dennoch die Wiedereinführung möglichst fester Grundsätze und verläßlicher Handhabungen. Berlin. E l w i n S t a u d s, Verlagsbuchhandlung <Jnh. Erich Staude).
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