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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 20.01.1927
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- 1927-01-20
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- 20.01.1927
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jMMMdmMUMMaM - S. 70. ... ! g»-d-rpr-is: Di- S-U- 0.50^i. S. Uv.-^i, zj S. ?S.-^i j j/4 S. 40.— — Illusli-Ienl«^ IUI: Mitglieder: I. 6. « tnur ungeteilt) 140.— Librige Seilen: 6.120.- 6. . , . < S5.- >/. 6. 35.- >L. Mchtmitgl. 1.6. (nurunget.) 2S0.— ^L. » raumos.iowie-preisltol, « Llbrigs 6.: '/, 6. 240.- ^L. S. 130.- ----- — - " ' « S»nk " ' owährt. H ch ^ "b s d lnget.) 280.—raumes.iowle vreisiieigerungen, lbrigs 6.: V, 6. 240.— V» S. 130.— ^ 6- 70.—>... Linzelfall jederzeit vorbeh. — Deider1eit.Erf.-Grt: Leipzig. Lj I»nlr: K00K.1.vIprIa-pos«svk..X1o.r 13463-fennson.- 8«n,n,o!-^^. 70656 - ^oI.-K6r-., Suvkdönsv Nr. 16 (R. »). Leipzig. Donnerstag den 2V. Januar 1927. 94. Jahrgang. Redaktioneller Teil. Die Bücherkrise im Lichte eines Kongreffes.*) Die letzte Tagung der italienischen Verleger hat, um die Wahrheit zu sagen, kein lautes Echo hervorgerusen. Und mit Recht, denn im Grunde sind nur alle die Betrachtungen wiederholt worden, aus denen das Publikum schon gelernt hat, daß es in Italien eine Büchcrkrise gibt. Seit dem Jahre 1914, in dem die italienischen Veröffentlichungen aller Art, mit Einschluß der Musi kalien, die Zahl von 11 52k> erreichten, sind wir jetzt bei der von 5804 angekommen, die unsere gesamte Produktion des Jahres 1825 darstellt. Auch in diesem Jahre sind wir also bei dem gewöhn lichen Beschluß angelangt, daß man auf Mittel sinnen muß, um unser Buch in Italien wie außerhalb der Grenzen weiterzuver breiten. Der Abgeordnete Ciarlantini, der in gewisser Weise der offizielle Berichterstatter der Vereinigung gewesen ist, hat viele nützliche und andere weniger brauchbare Vorschläge gemacht, die von den Teilnehmern nicht alle angenommen worden sind. Unter den ersten sind aufzuzählen: die Hilfe, die der Staat geben sollte, damit der Preis, den die Verleger aus allgemein bekannten Grün den jeder ihrer Veröffentlichungen auferlegen müssen, sich er mäßigen ließe. Unter den zweiten nenne ich die Bemühungen, die wiederum der Staat anwenden sollte, damit unser Buch im Ausland besser bekannt und verbreitet würde. Sehr richtig, wenn auch in verschiedenem Grade sind die folgenden Ausführungen, welche ich wörtlich wiederhole: »Alle Ministerien könnten zu dem guten Kampfe beitragen: das des Unterrichts und des Auswärtigen durch wirksame Propaganda, um die Menge der Leser daheim und draußen zu vergrößern, sodaß hohe Auflagen möglich werden; das der Wirtschaft, das die geeignete Art untersuchen sollte, wie man den jetzt säst prohibitiv wirkenden Papierpreis vermindern könnte; das des Verkehrs, in dem es die sehr hohen Eisenbahntarife hcrabsetzte und den Ar tikel 34 der internationalen Postkonvention von Stockholm an wendete, der den belastenden Auslandtarif im Falle der Gegen seitigkeit um 50?S vermindert, und schließlich das der Finanzen, indem es für das Buch die lassa scamdi abschaffte, oder mindestens herabsetzte, wie es für den Wein geschehen ist«. Mir scheint, hier könnte die Tätigkeit des Staates aufhören; aber der Abgeordnete Ciarlantini verlangt mehr, er verlangt, ob wohl er ein Feind der Bürokratisierung bei den Werken des Gei stes ist, daß unsere Konsulate Ausgangspunkte der Kulturpropa ganda würden, daß bedeutende Landsleute, die im Ausland leben, dem Lande in der Form einer dauernden und geregelten Tätig keit dienten, indem sie bei den Botschaften und Konsulaten eine gewisse Autorität erhielten, sodaß wirkliche diplomatische Kultur missionen entständen, die für bestimmte Zeit unfern besten Schrift stellern, Künstlern, Philosophen und Wissenschaftlern anvertraut würden; ferner soll die private Initiative der Buchhändler ge fördert werden, die durch die tägliche Auslage unserer Produktion ihren Kauf erleichtern. Ich habe wenig Vertrauen in Missionen irgendwelcher Art, deren Ergebnis so oft auf das blendende Reich der Rhetorik be- Übersetzt aus der Zeitschrift »II dlsrrvcoc», Florenz. 81. Jahrg., Nr. 48 vom 5. Dezember 182k. schränkt bleibt, und fürchte das System staatlicher Hilfe bei Privat unternehmen, weil es nur den recht großen Appetit derer reizen würde, die, einer Stütze sicher, schließlich nicht mehr streng und genau die vielen Vorsichtsmaßregeln, die beim Versuch einer kauf männischen Unternehmung nötig sind, in Rechnung stellen würden. Auf dieser Straße wird das Problem am Ende nicht gelöst. Die kurzen Bemerkungen, zu denen mir die letzte Berleger- tagung Anlaß gibt, betreffen einige Seiten der Frage und auch gewisse Widersprüche, welche sich zwischen dem, was die Wirklichkeit auf der einen und auf der anderen Seite zeigt, ergeben. Ver ringerte Bücherproduktion: ja, die Statistik spricht deutlich. Wie aber erklärt sich die Tatsache, daß sich die Verleger in der letzten Zeit vermehrt haben und in immer rascherem Tempo vermehren? Entweder gibt es noch Leute, die glauben, daß dieser Handelszweig Einnahmen verspricht, oder es gibt solche, die entschlossen sind, ihr großes oder kleines Kapital, das jedes Verlagsunternehmen verlangt, zu verschleudern. Und wenn die erste Vermutung zu trifft, wie es ja Wohl sein wird, so scheint es sich um eine Frage bloßer Worte zu handeln. Arnaldo Mondadori, der doch bei seiner unermüdlichen Tätigkeit eine hübsche Menge Erfahrungen gesammelt haben muß, hat geradezu erklärt: »es ist leicht zu be weisen, daß, wenn die Ware gut und interessant ist, die Käufer so zahlreich sind, daß man sich wirklich fragen muß, ob eine Bücher krise besteht«. Ich bin seiner Meinung und erinnere mich an einen rührigen Florentiner Verleger, der nur vor kurzem nicht nur dasselbe sagte, sondern auch aus den Fall eines Kollegen hin wies, auch eines Florentiners, der seine Sammlungen nicht voll ständig erhalten kann, weil ihm die Zeit mangelt, die aus gegangenen Werke rechtzeitig nachzudrucken. Die offenbare Bücher krise ist, nach seiner Ansicht, lediglich eine Frage des Preises. Wenn man den Erwerb tragbar macht, findet das Buch sicher den Weg ins Publikum, das niemals bei einem guten Angebot versagt. Aber, wandte ich ein, der Preis hängt von vielen Fak toren ab, die nicht zu beseitigen find: Papierpreisen, Löhnen, hohen Tarifen beim Zoll, bei der Eisenbahn und bei der Post. Die Antwort war, daß, wenn auch alle Mittel versucht wer den müssen, um den Staat zu vernünftigen Erleichterungen zu bestimmen, der Rest doch von der Tatkraft, Umsicht und Initia tive der Verleger abhängt. Wenn man sagt, daß unter den heu tigen Voraussetzungen ein Buch automatisch teuer werden muß, geht man von einer veralteten Mentalität aus, die sich überwinden läßt. Der italienische Verlag muß sich durch die Mitwirkung seiner eignen Mitglieder völlig erneuern, sowohl in seiner Technik wie in seiner Verwaltung, wie es jetzt alle großen Industrien tun müssen. Zu untragbaren Bedingungen kommt man aber unver meidlich durch die alten Methoden, während da, wo man sich ent schlossen von ihnen befreit, fast unglaubliche Ergebnisse erzielt werden. Es gibt in Florenz einen Verleger, der aufmerksame Be achtung verdient für alles, was er hat durchsetzen können; sein Beispiel könnte viel lehren: ich meine Salani. Nehmt irgendeine seiner Sammlungen: die Bibliothek des jungen Mädchens <8idUo- t«A cksll« Signorlns) oder die Klassiker, oder auch die Sammlung der Romane: sauber gedruckte Bände auf gutem Papier, ungefähr 400 Seiten stark, in Leinen gebunden, und das zu eineni 77
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