fertige Bücher. 15, 21. Januar 1918. S Cdwin frankfutter Verlag Lausanne und Leipzig NuLUeserurig nur durch 1. Nsumsnn Soeben erschien: IMsche Erzählungen stus dem Sanskrit rum erstenmal ins Deutsche übertragen von Hans schacht Lin schöner Sand mit künstlerischer Umschlag- reichnung von Paul Grulich 231 Seilen öro^oktao Preis geheftet Nt. 10.— Ladenpreis Nt. 7.— hündlerpreis in Ganzleinwand NI. 13.50 Ladenpreis IN. Y.50 hündlerprei; Partie 11/10 Vas Luch wird nur bar geliesert. weit fort von den Dualen und Kümmernissen des Nlltages führt uns der „Vrean der MSrchen- ströme" des indischen Dichters Somadecoa rurück ru den Dueiien alles Lebens, alles Dichtens — nach Indien. — wer, wenn auch nur auf 5tunden „vergessen" will — und neue Kraft schöpfen im findlick ewiger Schönheit, der lese die „Indischen kreZHIungen". ödwin frankfurter Verlag Lausanne und Leiprig Duslieferung nur durch L. Naumann Indische Erzählungen ttus dem 5griskrit rum erstenmal ins deutsche übertragen von Hans Schacht ttus der Einleitung: „Indische Lrrählungen! ja, da stellt man sich gern etwas vor, das etwa einer kleinen Novelle oder gar einer kleinen beschichte nach Kiplings Nrt Ähnlich steht. Da ist es wohl besser, wenn ich gleich bekenne, dass es sich meist um Märchen handelt, aber — dass mir keiner die Nase oorreitig und ver ächtlich rümpfet — um Märchen, bei denen ich an eine Mahnung Lessings erinnern möchte, der da sagt: -Ich schreibe nicht für kleine Knaben, die voller Stolr rur schule gehen und den Ovid in Händen haben, den ihre Lehrer nicht verstehen.- ja, den Vvidt So leicht er scheint, er will verstanden sein! Und so ist er auch mit diesen Märchen, die eben weder Kinder- noch hausmärchen sein wollen. Nein, nicht für Kinder sind diese Märchen geschrieben, aber auch nicht für solche erwachsene, welche die unoerhüllte Natürlichkeit des Nusdrucks gern mit befühlen verwechseln, die wohl geweckt, aber nicht dargestellt werden dürfen." „Da herrscht eine schwüle Luft, und unwillkürlich stellt man sich die frage, wie diese Menschen sich bewegen und leben können innerhalb der «mengenden 5chranken ihres Kasten wesens. 6erne malt man sich das in seiner gruseligsten bestall aus. Nun, davon ist unter den Menschen, die uns der Dichter oorführt, wenig ru spüren. Nilerdings wird er jedesmal den 5tand des Mannes bereichnen, von dem er eine beschichte er zählt, denn nicht jede Legebenhelt ist unter jedem Stande möglich. Die bifengeschichten, d. h. die eigentlichen Märchen mit ihren Verwandlungen und Wiedergeburten und dem persön lichen Eingreifen der bötter, haben sämtlich die höchsten Stände der fürsten und Priester ru Mitspielern. Diese Märchen stehen eben in Leriehung ru den heiligen Sagen oder Legen den, und diese beschäftigen sich nur mit hochgestellten Persön lichkeiten. Zu diesen gehören nicht ohne weiteres die Lrah- manen, obgleich sie die erste Kaste bilden, wissen und Kelch- tum schassen unter ihnen wieder gewisse kangstufen, und ein armer Pfaffe auf dem Dorf kann sich mit einem angesehenen, durch wissen, üussübungen und übernatürliche Kräfte ausge zeichneten kischi nicht messen, wissen ist Macht, denn es ist ja schliesslich alles möglich, man muss nur wissen, wie s ge macht wird, man muss die geheimen Kräfte kennen, die überall Dirken, und diese Kenntnis erwirbt man sich am besten durch ssndacht und Lussübungen. Deshalb sind die Lüsser eine rwar armselig lebende, aber geachtete Menschenklasse: um ihre bunst bewerben sich Könige, und ihr Zorn kann verderblich wirken. Cine grosse koste spielt der fluch und dis Verwünschung in den Märchen; auf ihm beruht die Verwickelung, auf sein ende rielt die Lösung der beschichte. wie in unfern Märchen kann eine einmal ausgesprochene Verwünschung, ein in Über eilung, in Zorn susgestossener fluch nicht mehr rurückge- nommen, nicht mehr unwirksam gemacht werden, aber stets wird ein Mittel genannt, wodurch der fluch abgeschwächt, die Verwünschung nach einer Prüfungsreil aufgehoben wird."