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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 23.05.1918
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1918-05-23
- Erscheinungsdatum
- 23.05.1918
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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Redakttoneller Lei,. X- 117. 23. Mai 1918. der wirtschaftlichen Lage des Buchhandels stets auch eine solche des Geisteslebens der Nation zur Folge haben mutz. Der Vorstand des Börsenbereins der Deutschen Buchhänd ler zu Leipzig ist von der Hauptversammlung beauftragt wor den, diese Entschließung den in Betracht kommenden Amts stellen zur Kenntnis zu bringen. Sollte es aus finanziellen Gründen unvermeidlich sein, daß die Postgebühren erhöht werden, so bitten wir ergebenst, sich aus alle Fälle gegen die Neueinfllhrung der Neichsabgabe für Drucksachen zu wenden und unter allen Umständen dahin zu wirken, daß die Drucksachenversendung bis zur Grenze von 50 g auch ferner zum bisherigen Satze von 3 Pfg. und die Tcucksachenversendung von 50 bis 100 x zum Satze von 5 Pfg. belasse» werden, daß ferner die Gcwichtsstufe von 250 bis 50o g — die den Hauptteil der Bücher trifft — wieder einge setzt und nur mit einer mäßigen Erhöhung bedacht wird, und daß schließlich die Erhöhung der Gebühren für Fernpostkarlen und für Pakete, wenigstens für 5 Kg-Pakete, vermieden wird. Wir bitten, die Entschließung und die obenstehende Bitte einer wohlwollenden Prüfung zu unterziehen und die Inter essen des Deutschen Buchhandels wahrnehmen zu wollen. Mit verbindlichstem Dank und größter Ehrerbietung Ter Vorstand de- Börsenbereins der Deutschen Buchhändler zu Leipzig. Arthur Meiner. Paul Schumann. Hans Volckmar. Karl Siegismund. OttoPaetsch. MaxRöder. Deutscher Vsrlegerverem. Jahresbericht des Vorstands über das Vereinsjahr 1917/18. Die Zahl der Mitglieder des Deutschen Verlegervereins hat sich im letzten Jahre nicht wesentlich verändert. Wir haben heute 716 Mitglieder mit 766 Firmen gegen 708 Mitglieder mit 761 Firmen im vorhergehenden Jahre. 30 Mitglieder sind neu ausgenommen worden, während 8 Ausnahmegesuche abschlägig beschicken werden mutzten. Aus getreten sind 22 Mitglieder, 4 durch Austrittserklärung, 3 wegen Ausscheidens aus dem Geschäft, 1 wegen Verkaufs des Geschäfts. 1 Mitglied mußte auf Grund der Bestimmungen des Z 6 Ziffer 20 der Satzung ausgeschlossen werden. Durch den Tod haben wir 13 Mitglieder verloren, und zwar die Herren: Fritz Furrer in Zürich, gest. am 9. März 1917, Adolf Weber in Berlin, gest. am 11. April 1917, Fried rich Gebhardt in Berlin, gest. am 6. Mai 1917, Julius Bensheimer in Mannheim, gest. am 13. Juni 1917, vr. I. F. Bergmann in Wiesbaden, gest. am 22. August 1917, Julian Henius in Berlin, gest. am 10. Oktober 1917, Fried rich T h i e n e m a n n in Gotha, gest. am 25. Oktober 1917, Georg Müller in München, gest. am 29. Dezember 1917, Curt Fer - nau in Leipzig, gest. am 3. Januar 1918, Theodor Gerst en de r g in Leipzig, gest. am 12. Januar 1918 an den Folgen eines im Felde zugezogenen Leidens, Heinrich Müller in München, gest. am 12. Februar 1918, Geh. Kommerzienrat Jul. Friedr. Meißner in Leipzig, gest. am 3. März 1918, Georg Walter Sorgenfrey in Leipzig, gest. am 17. März 1918. Unter den Toten, die wir zu beklagen haben, sei besonders des Herrn Friedrich Thienemann in Gotha gedacht, der in den Jahren 1892 bis 1898 als zweiter Vorsteher dem Vor stande unseres Vereins angehörte und ihm auch darüber hin aus, namentlich in Schulbuchfragen, ein lebhaftes Interesse entgegengebracht hat. Seiner und der anderen verstorbenen Kollegen gedenken wir in Treuen; ihr Andenken wird bet uns immer lebendig bleiben. Die Glückwünsche des Deutschen Verlegervereins hat der Vorstand folgenden Mitgliedern übermittelt: Zum zweihun dertjährigen Geschäftsjubiläum der Firma Otto Hendel Ver lag in Halle (Saale); zum hundertjährigen Geschästsjubiläum der Firma A. Marcus L E. Webers Verlag in Bonn und zum fünfzigjährigen Geschästsjubiläum den Firmen: Carl 278 Grüninger in Stuttgart, Ehr. Fr. View eg, G. m. b. H. in Berlin, Gustav Schloeßmann's Verlbh. (Gustav Fick) in Leipzig, Phönix-Verlag Carl Siwinna in Kattowitz, C. Bohsen in Hamburg, Rud. Bechtold L Co. in Wies baden, Puttkammer L Mühlbrecht in Berlin, Eugen Ulmer in Stuttgart. Außerdem konnten wir Herrn Robert Voigtländer in Leipzig, Mitgründer und langjähriges Vorstandsmitglied des Deutschen Verlegervereins, zur Feier seines fünfzigjährigen Be rufsjubiläums beglückwünschen. Auch haben wir des Tages gedacht, an dem unser Vereinsanwalt, Herr Justizrat Hille- brand in Leipzig, vor fünfundzwanzig Jahren seine Kanzlei gegründet hat, und ihm unsere Glückwünsche übermittelt. Der Wunsch, mit dem nun schon drei Hauptversammlungen geschlossen worden sind, daß die nächste .Hauptversammlung wie der im Frieden tage, wird zwar auch diesmal nicht in Er füllung gehen. Aber das Morgenrot der Friedenssonne beginnt das Dunkel um uns her zu erhellen und erfüllt uns mit freudi ger, fester Zuversicht. Die Schwierigkeiten, die sich aus allen wirtschaftlichen Ge bieten in jedem Kriegsjahre mehr gezeigt haben, sind auch für den Verlag immer fühlbarer geworden. Früher standen in erster Linie Personalschwierigkeiten und Teuerung, jetzt ist die häufig durch Papiermangel bedingte Unmöglichkeit des Druckes neuer Auslagen und Werke hinzugckommen. So erfreulich es ist, daß das Bedürfnis nach Lesestoff an der Front und in der Heimat die Lager mancher Veleger gelichtet hat, so sieht man doch vielfach mit Besorgnis in die Zukunft, da man nicht weiß, ob und wie man die Lücken wird schließen können, und da bet den immer weiter gesteigerten Preisen für Papier, Druck, Buch binderarbeiten und alles übrige neue Veröffentlichungen ganz erhebliche Preissteigerungen werden erfahren müssen. Der gute Absatz vieler Bücher wird daher zuweilen mit ge mischten Empfindungen betrachtet. Der Krieg hat eben auch im Buchhandel die Verhältnisse auf den Kopf gestellt, und mancher Verleger, der sonst gern auf größere Bestellungen besondere PreiSvergünstigunge» gewährte, hält jetzt seine Ware zurück, um den Schwierigkeiten, die der Druck einer neuen Auflage heute vielfach bereitet, möglichst lange zu entgehen. Durch die Erhöhung der Setzer- und Druckerlöhne ist eine wesentliche Erhöhung der Buchdruckpreise einge treten. Der deutsche Buchdruck-Preistarif, seit dessen Bestehen am 1. Oktober 1917 10 Jahre verflossen waren und nach dessen Anleitung die Drucksachen berechnet werden sollen, der aber bei größeren Aufträgen und sicheren Kunden verständigerweise nur als Grundlage zur Berechnung dient, hatte im September 1915 eine Erhöhung um 10"/» und im Mai 1917 eine solche um 33167» bis 50°/» vorgesehen, die vom 26. November 1917 ab auf 807» bis 1407° stieg. Außerdem wurde am 1. Oktober 1917 empfohlen, das bisher noch bestehende Ostermetzziel (Jahres rechnung) aufzuheben und in ein Dreimonatsziel (bei Barzah lung 27° Skonto) zu verwandeln. Die Buchbinder erhöhten ihrerseits die Preise um 50 dis 2007», hoben ebenfalls das Ostcrmeßziel auf und versuchten zu gleich einen alten Gebrauch abzuschaffen, nämlich die Auf bewahrung der Vorräte des Verlegers ohne be sondere Berechnung, um sich auf diese Weise dauernde Aufträge zu sichern. Man ging so weit, nicht nur Lagergebühren zu be rechnen, sondern sogar auf Jahre zurück ihre nachträgliche Be zahlung zu fordern. Wir haben uns energisch gegen dieses Vor gehen gewandt und unserseits Grundsätze für die Berechnung dieser Vorräte aufgestellt (vgl. Bbl. 1918, Nr. 100). Namentlich haben wir uns gegen die einseitige Festsetzung der Lieferungs bedingungen geäußert und es insbesondere als unzulässig be zeichnet, bereits fest übernommene Aufträge unter Berufung auf die erst später angezeigte Preiserhöhung nicht zu den verein barten, sondern zu neuen Preisen zu berechnen. Auch haben wir mitgeteilt, daß wir die einseitig von den Verbänden beschlosse nen Liefcrungs- und Zahlungsbedingungen durchaus nicht als für unsere Mitglieder verbindlich anerkennen können, diesen vielmehr das Recht wahren müßten, mit ihren Lieferanten wie
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