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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 18.04.1918
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1918-04-18
- Erscheinungsdatum
- 18.04.1918
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
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Redaktioneller Teil. 89, 18. April IS18. waren die Arbeiten der Ausschüsse durch die Kriegs- Verhältnisse vielfach behindert, sodatz nicht alle Ausschüsse Sitzungen abgehalten haben, trotzdem blieb für sie genügend Arbeit übrig, für die wir uns ihnen gegenüber zu Dank ver pflichtet fühlen. Die Zusammensetzung der Ausschüsse ist im Börsenblatt Nr. 171 vom 25. Juli 1917 veröffentlicht worden, woraus wir verweisen möchten. Der Nechnungsausschutz prüfte in einer Sitzung vom 25. März 1918 den Rechnungsabschluß 1917 und den Voran schlag 1918. Abschluß und Voranschlag, aus praktischen Grün den zu e i n e m R e ch c n w e r k auf größerem Format vereinigt, werden den Mitgliedern auf Wunsch zugesandt. Trotz der erhöhten Anforderungen, die infolge des Krieges an den Börsenverein gestellt wurden — wir erwähnen nur die höheren Matcrialkosten und die höheren Gehälter —, hat sich die Finanzlage des Börsenvereins befriedigend gestaltet, sie befindet sich in bester Ordnung, sodaß wir hoffen können, aus den Kriegsnöten mit geordneten Finanzen hervorzugehen. Die Anfang Januar 1918 fällig gewesene dritte Rate für den An kauf der Hinrichs'schen bibliographischen Unternehmungen konnte pünktlich gezahlt werden, die Restschuld beträgt nunmehr nur noch 115 990.-, die wir bis Anfang 1929 zu tilgen hoffen. Der Wahlausschuß konstituierte sich am Montag nach Kan tate und hielt zwei weitere Sitzungen am 22. November 1917 und 17. Januar 1918 ab. Am Montag nach Kantate tagte er außerdem zusammen mit dem Vorstand, um Kandidaten für die von der Hauptversammlung eingesetzten neuen a.o. Ausschüsse aufzustellen. Der Verwaltungsausschutz nahm am 11. Juli 1917 eine ein gehende Besichtigung des Buchhändlerhauses vor. Es hat sich dabei herausgestcllt, daß das Buchhändlerhaus in vielen Teilen erneuert werden müßte, doch ist mit Rücksicht auf die Verteue rung aller Materialien und den Mangel geeigneter Arbeits kräfte mit Ausnahme der dringendsten Ausbesserungen zunächst von der umfassenden Erneuerung abgesehen worden; für die Zeit nach dem Krieg wird sich diese nicht vermeiden lassen, wenn größerer Schaden vermieden werden soll. Die im Deutschen Buchhändlerhaus provisorisch untergebrachte Paketaustausch- stelle des Vereins der Buchhändler zu Leipzig hat hilfsweisc weitere Räume mit Beschlag belegt; cs herrschte dort ein äußerst reges Treiben der auffahrenden Wagen und des Markt helferpersonals. Im Laufe des Sommers wird die Austausch- stellc nach dem Buchgewerbehaus verlegt werden, weil die Räume im Buchhändlerhaus nicht mehr ausreichen. Von den übrigen ordentlichen Ausschüssen haben nur der Ausschuß für die Bibliothek, der Vcrlagsausschutz und der in diesem vertretene Ausschuß für das Börsenblatt Sitzungen ab gehalten. Der Ausschuß für die Bibliothek tagte am 24. Januar 1918 und prüfte hierbei die Geschäftsführung, die Geschäftsbücher und die Bestände der Bibliothek. Herr vr. Goldsricdrich, der bis vor kurzem noch zum Heeresdienst einberufen war, hat die Verwaltung der Bibliothek wieder übernommen. Die Erledigung der Arbeiten in Angelegenheiten des Bör senblattes liegt nach Gründung des Verlagsausschusses nicht mehr allein dem Ausschuß für das Börsenblatt ob, sondern auch dem erstgenannten Ausschuß, und zwar derart, daß der Aus schuß für das Börsenblatt die reinen Börsenblattsragen, wie Beschwerden gegen Zurückweisung von Inseraten, bearbeitet, während sich der Verlagsausschuh insbesondere mit der tech nischen Herstellung sowie dem Vertrieb und der finanziellen Seite besaßt. Da die Mitglieder des Ausschusses für das Bör senblatt zugleich Mitglieder des größeren Verlagsausschusses sind, ist ein harmonisches und sachgemäßes Zusammenarbeiten in allen Fragen gewährleistet. Der Ausschuß für das Börsenblatt hatte wie auch in frühe ren Jahren eine Anzahl Beschwerden, die Einsendungen für das Börsenblatt, in der Hauptsache aber Inserate betrafen, zu er- 900 ledigen. Der Verlagsausschuß sah sich vor wichtige Entschei dungen gestellt, die er zusammen mit dem Vorstand des Börsen vereins getroffen hat. Die Frage der Papierbeschaffung und Papierzuteilung wurde im Laufe des Jahres immer schwieri ger, und so wurde es unbedingt nötig, eine durchgreifende Be- schränkung im Anzeigen- und redaktionellen Teil des Börsen- blattcs eintreten zu lassen. Über die Einschränkungen gibt die Bekanntmachung vom 21. September 1917 Auskunft. Die er höhten Papierpreise und die gestiegenen Druckkosten, sowie der Ausfall an Inseraten mußten durch eine Steigerung der An zeigenpreise ausgeglichen werden, und zwar mußten sämtliche Anzeigenpreise verdoppelt werden. Es war erwogen worden, das Adreßbuch des Deutsche» Buchhandels, Jahrg. 1918, wegen der Herstellungskosten ausfal- len zu lassen und nur den Jahrgang 1917 durch Nachträge aus dem laufenden zu halten. Von diesem Plan wurde jedoch Ab stand genommen; ferner wurde beschlossen, den Mitgliedern für das gelieferte Vereinsexemplar die Kosten für den Halb leinenband mit 2 zu berechnen. Der Absatz des Lehrbuches für den Deutschen Buchhandel ist nach wie vor sehr rege; die dritte Auflage ist fast vollstän dig vergriffen, ein Beweis für die Notwendigkeit und Güte des Werkes. Eine vierte Auflage ist in Vorbereitung, sie wird voraussichtlich im Sommer dieses Jahres erscheinen. Jubiläen. Zum hundertjährigen Firmabestehen beglück wünschte der Vorstand: am 29. Juni 1917 die Firma Franz Leo L Co., k. u. k. Hof buchhandlung in Wien, am 15. September 1917 die I. A. Mayer'sche Buchhandlung <G. Schwicning) in Aachen, am I. Januar 1918 die Firma A. Helmich's Buchhandlung (Hugo Anders) in Bielefeld, am 23. Januar 1918 die Firma A. Marcus L E. Weber s Verlag in Bonn, am 1. April 1918 die Du Mont-Schauberg'sche Buchhandlung in Köln. Zum sünszigjährigen Firmabestehen beglückwünschte der Vorstand: am 15. Mai 1917 die Firma Wilhelm Opetz in Leipzig, am 1. Juli 1917 die Firma Ehr. Friedrich Vieweg G. m. b. H. in Berlin-Lichterfelde, am 15. August 1917 die Firma G. Siwinna in Kattowttz, am 29. Oktober 1917 die Firma C. Boysen in Hamburg, am 1. Januar 1918 die Firma Johannes Alt in Frank furt a. M., am 1. Januar 1918 die Firma Adolph Fürstner Musikverlag in Berlin, am I. Januar 1918 die Firma Puttkammer L Mühlbrccht, Buchhandlung für Staats- und Rechtswissenschaft in Berlin, am 1. Januar 1918 die Firma Eugen Ulmer in Stuttgart, am 15. Januar 1918 die Firma Carl Hübscher in Bamberg. Der Vorstand beglückwünschte ferner: am 15. März 1918 Herrn Geheimen Kommerzienrat Hein- rich Reclam in Leipzig, der an diesem Tage 50 Jahre In- Haber der Firma Philipp Reclam jun. in Leipzig war. Todesfälle. Einen herben Verlust erlitt der Börfenberein durch das Ab leben des hochverdienten Ehrenmitgliedes Herrn Oberbürger meister a. D. Geheimen Rat Or. für. ot meä. k. o. Otto Robert Georgi, der am 1. April 1918 verstorben ist.
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