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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 08.03.1918
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1918-03-08
- Erscheinungsdatum
- 08.03.1918
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
- Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
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- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19180308
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- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-191803084
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- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-19180308
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- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1918
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X FC, 6. März 1916. KebuttisncÜer Teil. unserer Verbündeten wäre eine kurze Charakteristik, etwa wie sie die schweizer Blatter erfahrelt haben, vielen Jnteresjenren aus geschäft- lichen Gründen willkommen geive>en, dach lag sie Ausführung dieses Planes wvhl autzeryaib des gestectteii RahlnenS. Auch die amerikanl- >che Presse ist recht stiesmiitterlich behandelt. Vo,r Nordamerika fehlen zahlreiche wichtige Städte und Mütter, während von Südamerika nur einige Zeitungen der ABC-Slaaten Aufnahme gesunden haben. Ver ständlicher sind die dürftigen Angaben Uber die russische Zeitungs presse, was mit der politischen Umwälzung im Osten begründet wird, ohne daß man jedoch versteht, warum deswegen von der sonstigen stoff lichen Einteilung abgesehen werden muhte. Bestimmend für die Auf nahme einer Zeitung scheint im allgemeinen ihr politischer Einschlag gewesen zu sein, obwohl dabei nicht konsequent verfahren worden ist. Während Illnstiatscl Uonüou genannt werden, ist ihren lateinischen Schwestern: U'UlueireUiou, U'lliustra/Iouv itLliana und U llueüraeiöu bispaiiola ^ ^.msrieank dasselbe Schicksal widerfahren wie den Seitell stücken zu dem im »Literaturverzeichnis- aufgeführten Nachschlage werk VVlio » VVIro?: Wer ist's?, t^ru. »t'se-vou»'/, Ctrl «? uni) VVtro is VVlro in ^uisriea? Auch fehlen die einflußreichen amerikanischen Mo natsrevuen ebenso wie die politische» Witzblätter und dt» Korrespon denz- und Nachrichtenbureaus des Auslandes. Außer postalisch genauer Adresse, Gründungsjahr, Erscheinungs weise und Preis finden sich in den den einzelnen Blättern beigegebenen Charakteristiken, allerdings in deutlich sichtbarer Abhängigkeit von dem vorhandenen Material, meist noch Angaben über: Leserkreis und Ber- breitung — Politische Richtung Haltung gegenüber Deutschland — Verlag und Kapital — Redakteure und Mitarbeiter — Ausland-Bericht erstatter — Kriegs-Berichterstatter. Wie schon diese Überschriften er kennen lassen, handelt es sich dabei nicht nur um Angaben, die un mittelbar den Zeitungen selbst entnommen werden können, sondern vielfach uni die Feststellung innerer geschäftlicher Verhältnisse. Dadurch werden oft dem Kernerstehenüen nicht oder nicht leicht erkennbare Zu sammenhänge wirtschaftlicher und politischer Natur klar und ideale und reale Forderungen sowie Beziehungen zwischen Politik und Kapital beleuchtet, von denen sich die Ahnungslosigkeit der Zeitungs leser meist nichts träumen läßt. Nicht selten wird auch in militäri scher Kürze eine ziemlich scharfe Kritik an den Presseer-eugnissen geübt, wie auch die Ursachen der Wandlungen oder »Umfälle« scho nungslos dargestellt werden, sodaß nackt und bloß dasteht, was sonst mit schönen Phrasen umkleidet wird, wenn die »Aufklärung von beteiligter Seite erfolgt. So erweitert sich das Buch zu einer Art Finanz- und Wirtschaftsgeschichte der Auslandspreise und läßt manchen interessanten Blick hinter die Kulissen des politischen Welt- lheatcrs tun, auf dem die Männer als handelnde Personen auftreien, die so oft Krieg und Frieden in den Kalten ihrer Toga tragen. Beigegeben ist dem Buche ein fast 50 Druckseiten umfassendes Personenverzeichnis, in dem freilich mancher hellglänzende Name am politischen Zeitungshimmel fehlt es sei nur an die beiden verstor benen Deutschamerikaner Carl Schurz und Oswald Ottendorfer er innert —; ein Register der behandelten Zeitungen und ein Inhalts verzeichnis bilden den Schluß. Ist die von der Auslandstelle des Kriegspresseamts gegebene Dar stellung auch mehr für die Gegenwart berechnet, darauf, den politischen und militärischen Stellen Anhaltspunkte für ihre Tätigkeit auf preß- politischem Gebiete zu geben, so werden die Angaben doch ihren Werl auch über die Kriegszeit hinaus behalten. Denn das »Handbuch- bietet nicht nur eine Art Heerschau über die Stellungnahme der siebenten Großmacht, der Presse, zu Deutschland während dieses Krie ges, sondern auch einen Führer für unsere Geschäftswelt, wenn es wie der gilt, sich im Auslande nach neuen Absatzwegen umzutun und an Stelle der durch den Krieg verschütteten alten Wege wieder neue zur Anknüpfung von Geschäftsverbindungen zu suchen. Gleichzeitig aber kann die Herausgabe dieses Werkes als ein Zeichen dafür gelten, daß die Be deutung der Presse von unseren militärischen Stellen, mehr als das vor dem Kriege von Unserer Diplomatie geschehen ist, erkannt und gewür digt wird. Jedenfalls bildet dieser erste Versuch einer Übersicht und Charakteristik der ausländischen Presse bei allen in den Verhältnissen begründeten Unzulänglichkeiten eine brauchbare Grundlage, auf der sich nach-dem Kriege mit Erfolg weiterbaueu läßt. Kleine Mitteilungen. Die Kricgswirtschaftsstelle für das Deutsche Zeitungsgewcrbe G. m. b. H. in Berlin richtet an die Verleger von Büchern und Zeitschrif ten das folgende, von ihr als »sehr wichtig« bezeichnete Rund schreiben sAktenzeichcn 2. L. I<): Tie Lieferer von Druckpapier führen darüber Klage, das; in letzter Zeit die Bestellungen ans Druckpapier s» durzfriftig eingehen, daß eine rechtzeitige Lieferung unmöglich ge macht wird. Tie pünktliche und ausreichende Versorgung der Herren Nerlsger mit Lrnckpapier stößt zurzeit ans den wiederholt dargclegtvn j Gründen schon an und für sich aus besonders große Schwierigkeiten, die durch zu späte Einsendung der Bestellungen noch erheblich ver mehrt werden. Air sehen uns daher veranlaßt, folgendes zu erklären: 1. In Zukunft sind Bestellungen (Abrufe) nicht mehr, wie es bis her meist geschieht, aus monatliche Teilmengen, sondern auf die ganze, dein einzelnen Verleger im Vierteljahr zustehende Menge zu erteilen, in eine m Bezugschein anzugeben, die Zei ten, an denen die Lieferungen gewünscht werden, auf der Rück seite der Bezugscheine zu vermerken und der Kriegswirtschafts- stelte einzusenden. 2. Es kann demnach von den Herren Verlegern, zunächst für das 2. Vierteljahr 1818, die gleiche Menge Druckpapier bestellt wer den, deren Bezug im 1. Vierteljahr 1918 gestattet war; das Bezugsrecht ist den einzelnen Verlegern mitgeteilt worden. Sollte durch die zu erlassende Bekanntmachung, die das Be zugsrecht für das 2. Vierteljahr 1918 regelt, ein größeres oder- geringeres Bezugsrecht festgesetzt oder im Laufe des 2. Viertel jahres 1918 festgestellt werden, daß der einzelne Verleger mehr oder weniger Druckpapier beziehen darf, als auf dem Bezug schein angegeben ist, so wird der Lieferer und Verleger Nachricht erhalten oder eine entsprechende Verrechnung im 3. Vierteljahr 1918 oorgcnommcn werden. 3. Die gemäß Ziffer 1 und 2 ausgestellten Bezugscheine für Liefe rungen im 2. Vierteljahr 1918 müssen bei der Kriegswirtschafts stelle spätestens bis zum 10. März 1918 eingereicht sein. Bei Überschreitung dieses Zeitpunktes kann mit Lieferung im 2. Vierteljahr 1918 nicht gerechnet werden. Wir bitten die Herren Verleger in ihrem eigenen Interesse, sich genau au die hier gegebenen Richtlinien zu halten; nur dann kann in Zukunft auf eine rechtzeitige und möglichst volle Belieferung gerechnet werden, und auch nur bann ist die Kriegswirtschaftsstelle in der Lage, falls sich dennoch Schwierigkeiten beim Bezüge von Papier (Wagen gestellung nsw.) ergeben sollten, helfend einzugreifen. Eine Vereinigung der Buch-, Papier- und Schreibwarenhändlcr für die Bezirke Zweibrücken, Homburg und St. Ingbert wurde in einer auch von auswärts besuchten Versammlung in Zweibrücken ge gründet. Ter Sitz der neuen Vereinigung ist Zweibrücken, Zweck der selben ist Wahrung der gemeinschaftlichen Interessen der Angehörigen der genannten Berufszweige. Ter Vorstand setzt sich zusammen aus Buchhändler Pelh als dem Vorsitzenden, Buchbinöermeister Rein wald als Schriftführer und Profit als Kassenwart, alle in Zwei brücken; als Beisitzer wurde Buchbinder Becker in Homburg ge wählt. Ein flugtechnisches Forschungsinstitut. — Die Verwaltung der Hannoverschen Waggonfabrik A.-G. hat der Technischen Hochschule in Hannover den Betrag von 100 000 Mark zur Errichtung eines flug technischen Forschungs-Instituts zur Verfügung gestellt. Über die Ver wendung dieser Summe im einzelnen soll nach den Bestimmungen der Stiftung ein aus Vertretern der Hochschule und Industrie gebildetes Kuratorium befinden, das sich der in Bildung begriffenen Hannover schen Gesellschaft zur Förderung der Gemeinschaftsarbeit technischer Wissenschaft und Praxis anschließen wird. Drucklegung der Doktor-Dissertationen. — Nach einer Verfügung des preußischen Unterrichtsministeriums soll während des Krieges wegen der Papierknapphcit und des Mangels an Setzern die Aus händigung des Dot'tordiploms und die Berechtigung zur Führung des Doktortitels nicht mehr von der voraufgegangenen Drucklegung der Dissertation abhängig gemacht, sondern schon gegen die Verpflich- nng erteilt werden, die Drucklegung der hinterlegten Niederschrift ,wei Jahre nach Beendigung des Krieges bewirken zu lassen. Kerner uns; eine für die Trnckkostcn ausreichende Summe hinterlegt werden. Ein Antrag aus Errichtung eines Nordostcuropa-Jnstituts zur Förderung der Studien über die Randvoller und die Länder des bal- .ischen Meeres an der Universität Leipzig ist dem sächsischen Land tag durch den Abgeordneten Di-. Philipp zugegangen. Die mit der Gründung des Instituts für Islam und osteuropäische Geschichte not wendig gewordene Neuschaffung von drei Professuren ist vom Landtag nach dem Antrag der Negierung bewilligt worden. Perslmalnachrlliiten. Auszeichnung. — Herr Kommerzienrat Felix Siegel, i. F« F. Schuberth K Eo. in Leipzig, wurde mit dem König!. Sächsischen > ?hrcnkreirz für freiwillige Wohlfahrtspflege ausgezeichnet. I NA
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