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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 23.01.1918
- Strukturtyp
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- 1918-01-23
- Erscheinungsdatum
- 23.01.1918
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- Deutsch
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Redaktioneller Teil. Aus dem dänischen Buchhandel. i. <1317, III siehe vor. Jahrg. Nr. 201.) Der staatliche Preisrcgelungsausschuß und die Berechnung ausländi scher Literatur. — Frankreichs höhere Bücherpreise. — Zusammen arbeit englischer Verleger mit dem schwedischen Sortiment. — Höhere Papier-, Druck- und Buchbinderpreise. — Ein Landcsverein der Buchhändler und ein Klub. — GyldcndalS Ulialgründungcn. — Literarische Abende des Gchilsenvereins. — Erscheinungen sllr die Konfirmation und bas Reformaiionssubiiäum. — Neue Kinder- und Jugendbücher. — Zeichenunterricht im Film. — Kunstausstellungen. — Drachmann-Stipendium. — Vom Fach- u. Volksbibliothekswesen. — Die Bclcuchtungsnot. — Sprachliches Zusammenarbeiten dänischer und norwegischer Volksdichtcr. — Neue Belletristik. — Neue KriegSIite- raiur u. a. Neuigkeiten. Auf Grund einer Klage aus der Provinz, daß die Mark zu —.80 bis —.90 Kr. berechnet würde, während der Kurs zwi schen —.60 und —.70 Kr. läge, hat das Preisregelungskomitee des dänischen Staats mit einem Ausschuß des Buchhändlerver- eines (I. Frimodt, Gad, Gartner-Prior) eine Sitzung abgehalten. Auf amtlichen Wunsch hin ist daraufhin eine Übersicht der Preisfestsetzungen ausländischer Literatur seit Kriegsausbruch nebst Motiven veröffentlicht worden. Für englische Bücher mußte die Kursberechnung 1 sl>. — 1 Kr. schon im September 1914 erhöht werden. Der Ster lingkurs stieg allmählich bis auf 19.65 Kr. im Februar 1915; Minengefahr erforderte Kriegsversicherung, der Warenversand mußte, statt über Harwich—Esbserg, über Hüll, Newcastle, spä ter über Liverpool geschehen. 1915—16 wurde zwar der L-Kurs immer niedriger (gegenwärtig Kr. 15.05), aber Fracht und Ver sicherungskosten stiegen. 1917 erhielt Dänemark nach Eintritt der U-Boot-Sperre Stückgüter erst wieder im April, aber die Kriegsversicherung Lloyds war auf 227» vom Nettowert gestie gen, die Fracht Hüll—Kopenhagen auf 350 Kr. für 1 t, eine Kiste von 250 kx Inhalt kostet statt 8-9 jetzt 15-16 sd. Da alle Briefe durch die englische Zensur verzögert werden, machen die Einfuhrfirmen ihre Aufträge vielfach drahtlich auf eigene Ko sten. Im August ermäßigten Lloyds die Kriegsrisikoprämie auf 157°, und für englische Literatur zu 5 sb. und darüber wird der Schilling jetzt zu 1.—, sllr billigere zu 1.10 Kr., unter 1 sb. für 1 ä. —.10 Kr. berechnet. Bei französischer Literatur werden im allgemeinen —.80 Kr. sllr 1 kr. gerechnet, bei vielen wohlfeilen Werken indes —.90 Kr., da allez in Postpaketen über England oder als Kreuzband bezogen werden muß. Für deutsche und österreichische Literatur ist der Umrechnungskurs vom Verein am 4. Okt. 1917 weiter herabgesetzt worden, um den direkten Bezug seitens der Kunden möglichst zu verhindern. Er beträgt jetzt —.50 Kr. für die Mark bei 5.— Ladenpreis und darüber; —.60 Kr. fllr Werke unter diesem Ladenpreis, —.75 Kr. fllr zollpflichtige Ware unter 5 —.60 Kr. für teuerere Werke; für Atlanten und Wand karten stets —.75 Kr. Eilgutsendung über Warne münde—Gedser einschließlich Transport vom Kopenhagener Bahnhof und Packung in Leipzig ist beinahe dreimal so teuer als vor dem Krieg der Weg Leipzig—Lübeck—Ko penhagen. Zur Deckung dieser Mehrkosten hat man darum stets 10—15 Öre über Kurs berechnet. Fortan soll der Kurs wenig stens 5—10 Lre über dem Wechselkurs liegen und auf Wunsch des Kopenhagener Sortimentervereins jede Woche im Fachblatt bekanntgegeben werden. Der dänische Musikalienhändlervcrein beschloß, sich nach dieser Kursberechnung zu richten, fllr deut sche Must kalten jedoch einen Aufschlag von 33117« festzu setzen, aus Rücksicht auf den Rabatt, der gemäß seinen Satzungen in manchen Fällen gewährt werden mutz. Schwedische Bücher müssen jetzt trotz der skandinavischen Münzunion zu 1.20 Kr. fllr die schwedische Krone berechnet werden, da das Disagio immer größer geworden ist. Wie sich ein solcher Unterschied entwickeln konnte, darüber sind sich die Ratio- nalökonomen selbst nicht einig. Allerdings führt Dänemark von jeher mehr aus Schweden ein (Holz, Eisen in steigendem Maße statt aus Deutschland oder England; Papierstoff und jetzt auch viel Zeitungs- und Einschlagpapier), als es dorthin liefert; aber seine in den Sommermonaten recht bedeutende Butter- und Speckausfuhr nach Schweden hat den Kurs nicht gebessert. Die verschiedene Goldpolitik der beiden Länder mag mit Ursache sein. Der dänische Buchhandel hat trotz des schon 1916—17 bestehen den Disagios, das den an und für sich geringen Verdienst be- schnitt, den Verkaufspreis schwedischer Werke erst im August er höht, und zwar anfangs aus 1.10 Kr. Für holländische, italienische, amerikani- s ch e Bücher ist keine Umrechnung festgelegt, in der Regel schlägt man auf die Netto-Einfuhrkosten 33117» auf. Vorstehende Vereinsbestimmungen ergaben, wie die Dar- legung zum Schluß bemerkt, für Dänemarks größte Bücher- Importfirma, daß ihr bescheidener Reingewinn 1915/16 nur um 37, bzw. 47. v. H. gewachsen ist. Zu berücksichtigen ist auch, daß die Einfuhrfirmen ein festes, zu höherem und z. T. sogar zu Friedenskurs eingekauftes Lager haben und alle Betriebsaus gaben sehr gestiegen sind. Der Ausschuß glaubt denn auch aus dem stark vermehrten Absatz fremder und nicht zuletzt deutscher wissenschaftlicher Literatur schließen zu dürfen, daß durch diese Bestimmungen das Vertrauen der Kunden erhalten worden ist. Nötig wird aber sein, daß auch von allgemeinen Ladenpreis erhöhungen des ausländischen Verlags das dänische Fachblatt II
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