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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 07.03.1914
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1914-03-07
- Erscheinungsdatum
- 07.03.1914
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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Nr. 58. ZS :r > ib t> - v ich «ch « ch I I' c> Z'* Me^,«»-Nrn.inntlü7rr -»k-Ncnqeluch- weeü^n mN lo pn p»o :: ^^^Ä-rk" isthr^»?^!,^ ^ 4^-um Ma I»r«i^t". Z UMMrad^MPliv^^Arü'ö'erSM1^^'MüchUW Leipzig, Sonnabend den 7. März 1914, 81. Jahrgang. Redaktion Bekanntmachung. In Erfüllung eines Wunsches ihres am 12, Januar verstor benen Gatten, des Herrn Generaldirektors FritzSchwartz in München, hat uns Frau Generaldirektor Schivartz ein Geschenk von 1900 für den Unterstützungs-Verein überwiesen. In Dankbarkeit gegen die Gcschenkgcberin und in dankbarer Erinnerung an den Heimgegangenen, der dem Unterstützungs-Verein in mehr als ZOjähriger Mitgliedschasi viele Beweise seines warmen Inter esses gegeben hat, bringen wir diese Zuwendung hierdurch zur Kenntnis. Berlin, den 5, März 1914, Der Vorhand des Unterstützungs-Vereins Deutscher Luchhandler und Luchhandlungs-Getzüifc» Rudolf Hofmann, Edmund Mangclsdors, Max Schotte, vr. Georg Paetel. Berliner Briefe. m. <11 siehe Ar. W.) Zci längs wesen, — Berliner Buchhandel, — Neue Zeit schriften, — Vermischtes, August Scherl ist aus seinem Berliner Zeitungsverlag ausgeschieden. Es ist hier nicht der Platz, das mannigfaltige Wirken dieses Mannes kritisch zu würdigen, der in der Geschichte der deutschen Presse, mag man sich persönlich zu ihm stellen, wie man will, einen gewichtigen Rang einnimmt. So sei hier nur kurz rekapituliert, daß er mit einer bis dahin ungewohnten Ausnutzung moderner Technik und Reklame den Berliner Lokal-Anzeiger zu einer der verbreitetsten Zeitungen Berlins gemacht und ihm unter Ausnutzung der bervollkommneten photographischen Kunst in seiner Woche eine Ergänzung geschaf fen hat. Von weiteren Unternehmungen, die aber zum Teil nicht reüssierten, erwähne ich eine Mittagsausgabe des Berliner Lokal-Anzeigers, die aber gegen die Ullsteinsche Berliner Zeit am Mittag nicht recht Platz gewinnen konnte, schließlich auch infolge eines Rechtsstreits ihr Erscheinen ein stellen mutzte, den Tag, gewissermatzen eine aristokratische Ergänzung des Berliner Lokal-Anzeigers, den Adreßbücher- verlag und die Übernahme der Münchner Allgemeinen Zeitung, Mehr auf sozialpolitischem Gebiet lagen die Vorarbeiten für Prämiensparkassen, Preisausschreiben für den Ber liner Schnellbahnverkehr, für Verbesserung der Woh- nungsvcrhältnisse, Schaffung billiger Theater u,-a,, die ja seinerzeit in der Presse lebhaft kommentiert wurden und erklärlicherweise große Unkosten verursachten. Von buch händlerischen Unternehmen erwähne ich die Übernahme der Gartenlaube, der er ihren konservativen Charakter geschickt zu erhallen wußte, die Scherlfche Taschen bibliothek und schließlich die Leihbibliothek, Sie hat ja, nicht zum wenigsten in Buchhändlerkreiscn, scharfen Widerspruch gefunden, und der Wert des »Hinauslesens« ist zum mindesten stark angezweifelt worden. Dieses Unternehmen hat Scherl noch eller Teil. vor Übergabe seines Verlagsunternehmens abgestotzen. Der jetzige Besitzer des Scherlfche,, Konzerns ist ein Konsortium westdeutscher Großindustrieller. Es ist anzunehmen, daß die regierungsfreundliche Politik des Berliner Lokal-Anzeigers, die Scherl immer unter einer unpolitischen Maske verbarg, in Zukunft stärker betont werden wird. Ans eine Krise im Zeitungsspeditionsbetriebe weist ein längerer Artikel der Staatsbürger-Zeitung hin. Schon seit Jahren sind die großen Betriebe Mosse, Ullstein, Scherl und Vorwärts dazu übergegangen, durch eigene Botenfrauen die Zeitungen bestellen zu lassen, wodurch die selbständigen Zeitungsspedilionen natürlich den größten Teil ihrer Kund schaft verloren haben. Die anderen Zeitungen Berlins, deren Abonnentenzahl die Errichtung eigener Speditionsfilialen in den verschiedenen Stadtteilen nicht lohnt, sind aber auf diese selbständigen Speditionen angewiesen, denn die erste Post bestellung liegt zeitlich fast eine Stunde hinter der Privat bestellung, so daß Abonnenten, die frühzeitig ihr Haus ver lassen, bei der Postbestellung auf die Mitnahme der Morgen zeitung verzichten müßten. Durch den Ankauf der Vossischcn Zeitung durch Ullstein ist die Krise aktuell geworden. Die Vossische Zeitung war und ist, wie ich vor wenigen Monaten hier geschildert habe, die typische Familienzeitung, hat also einen sehr hohen Prozentsatz Abonnenten, so daß ihr Verlust die Spediteure besonders hart trifft. Run hat allerdings die Firma Ullstein L Co. bisher in loyaler Weise davon Abstand genommen, den Spediteuren den Weitervcrtrieb direkt zu ent ziehen, aber da selbstverständlich alle neugewonnenen Abon nenten durch die eigenen Filialen der Firma bedient werden, so ist das allmähliche Verschwinden der Zeitung in den selbstän digen Speditionen nur eine Frage der Zeit. Das Nächstliegende Mittel wäre wohl ein Zusammenschluß all der mittleren Zeitungen, um eigene Speditionsbetriebe nach dem Muster der Großfirmen in allen Stadtteilen zu er richten. Wenn auch die Einzelauflagen der betr. Zeitungen mit denen der Großbetriebe keinen Vergleich aushalten, so dürsten sie alle zusammen doch eine ganz stattliche Abonnenten zahl haben. Es handelt sich um, Nalionalzeitung (natlib.), Berliner Blatt (kons.), Berliner Börsenkurier (freist), Berliner Börsenzeitung (natlib), Berliner Jntclligenzblatt (kons.), Ber liner Neueste Nachrichten (kons.), Charlottenburger Zeitung, Neue Zeit, Deutsche Nachrichten (kons.), Deutsche Warte (kons.), Deutsche Zeitung (kons.), Deutscher Kurier (natlib.), Deutscher Volksfreund (Zentrum), Freisinnige Zeitung (freist), Germania (Zentrum), Märkische Volkszeitung (Zentrum), Krcuzzeitung (kons.). Norddeutsche Allgenieine Zeitung (kons.), Die Post (freikons), Rcichsbote (kons.), Tägliche Rundschau (kons.) und Staatsbllrger-Zeitung. Die Staatsbürger-Zeitung hält nichts von einem Zusammenschluß. Sie sieht den einzigen Ausweg aus der Krise in einem Eingreifen der Neichspost, »Der Strohhalm, nach dem die kleineren Zeitungen in dieser Notlage greifen, ist die Post. Die kleineren Zeitungen können ihre Leser ausfordcrn, ihr Blatt bei der Post zu bestellen. Die Bestellung bei der Post hat aber wieder die Nachteile, das) die Zeitung erst zwischen 8 und 8 Uhr in die Hände der Bezieher gelangt, während die Zcitungsgrostbetriebe durch ihren eigenen Botendienst die Zet- 361
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