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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 02.03.1914
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1914-03-02
- Erscheinungsdatum
- 02.03.1914
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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- Digitalisat
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so, 2. März 1014. Redaktioneller Teil. gewidmete Arbeitskraft auch unserem Verein in Rat und Tat zur Verfügung zu stellen. Angesichts des reichen Maßes an Arbeit, das die Erledigung der laufenden Geschäfte von allen Mitgliedern des Vorstandes, in erster Linie natürlich von seinem Vorsitzenden, fordert, müssen wir die in weite» Kreisen der Mitglieder herrschende Gleichgültig keit, die sich schon in dem mangelhaften Besuch der Hauptver sammlungen äußerte, »ud die Einberufung häufigerer Versamm lungen im Laufe des Jahres als beinahe zwecklos erscheinen läßt, tief bedauern. Der Vorstand würde zweifellos mit größerer inne rer Befriedigung seine Obliegenheiten erfüllen, wenn er ans eine regere Mitarbeit der Vcrcinsmitglieder rechnen könnte; auch ab weichende Meinungen können wahlberechtigt sein und das Ver- einslebcn nur befruchten. Wir richten daher an unsere verehr ten Kollegen die freundliche Bitte, mehr als bisher mit Hand an- zulegcn bei dem Bestreben, unserem Stande diejenige Bedeutung zu erhalten, auf die er als Mittler bei der Verteilung der geisti gen Güter unseres Volkes Anspruch mache» darf. Unsere Losung sei; Einer für Alle, Alle für Einen, denn nur unter diesem Zeichen werden wir auf die Dauer die Früchte unseres SIrebens reifen sehen. Die Neklamemarke im Buchhandel. (Fortsetzung zu Nr. 4V.> Naturgemäß hat sich der Gebrauch der Wcrbemarke im Ver lag viel stärker eingebürgert als im Sortiment. Wir können hier deutlich vier Hauptgruppen unterscheiden, eine kleine, in der nur Signete nsw. als Motive aus Bricfverschlnßmarken auftrcten — eine mehr persönliche Reklame —, und drei große andere, die Reklamemarken für Sammelwerke, Einzelwcrke und für Zeitschrif ten umfassen. Alts diesen Gruppen sind die Marken für Einzel werke und Sammlungen der Jugcndschriftenverleger ausgeschie- den und für sich behandelt, weil es notwendig erschien, ihren Be strebungen, die auf die Gewinnung der Jugend für das Buch durch Ausnutzung von deren Sammelleidenschaft abziclten, etwas tie fer nachzugehen. Allgemein bekannt ist die Größe und Form der Siegelmarken, die von de» Behörden zum Verschlüsse amtlicher Schreibe» be- nutzt werden. Gleiche Form und Größe hat die Briefverschluß- marke der I. G. Cotta'schen Buchhandlung Nachf. inStuttgart. In der Mitte befindet sich das bekannte Wahr zeichen des Verlags, der Greif in Reliefpressung, mit der Angabe des Grlludungsjahres des Hauses, darum im Kreise der Name der Firma und ihrer beiden Domizile Stuttgart und Ber lin. Hier läßt sich deutlich die Anlehnung an den Gebrauch der Siegelmarke durch die Behörden Nachweisen. Der Reklamczwcck ist auch wie dort, soweit von ihm überhaupt die Rede sein kann, ein rein persönlicher. Dasselbe ist der Fall bei der Marke der Firma D n n ck e r L H n m b l o t in Ai ü n ch e n und Leipzig, die ebenfalls nur für den Zweck, die Briefe haltbar zu verschließen, in zwei Farbcntönen, grau und schwarz mit weißer Relicfpres- sung, hcrgestellt worden ist. Ihre Form ist nicht rund, wie die der Cottaschen Buchhandlung, sondern rechteckig. In der Mitte befindet sich das bekannte Signet des Verlages, ein Adler mit aus- gcbreiteten Flügeln, von einem Strahlenkränze umgeben, der in seinen Krallen eine oben und unten eingerollte Urkunde mit der Inschrift »Vineit Vvritas v. L u.« trägt. Am Fuße der Marke in grauem Farbenton befindet sich der Wortlaut der Münchner Firma, während die Marke in schwarzem Farbcnton die Leipziger Firma trägt. Einfach und doch in ihrer Art wieder prunkvoll sind die beiden Siegelmarken, die sich die Firma HansvonWeber in M ü n ch e n für ihren Verlag Herstellen ließ. Die eine ist recht eckig, mit Monogramm kl. v. ^V., die andere oval, mit der bekann ten Zwiebelfischfigur versehen. Dadurch, daß sich Monogramm und Zwiebelfisch nebst Umrandung in feinen künstlerischen Linie» in Goldpressung aus metallisch glänzendem roten, blauen oder grünen Hintergründe abhcben, wird eine sehr vornehme und ein drucksvolle Wirkung erzielt. Die Marke der Firma Art. Insti tut O r e l l Fühlt, Abt. Verlag in Zürich zeigt in oramen- lal gehaltener Umrandung das fein gestochene Bild des Schweize rischen Landesmnscums. Die Form ist rechteckig. Am Kopfe steht der Name, am Fuße das Domizil der Finna. Alle diese Marken tragen mehr oder minder nur das Kennzeichen der persönliche» Reklame. Anders wird das Bild, wenn wir uns die Reklame- markc des Jugcudschriftenverlags von Abel L Müller in Leipzig ausehen. Form und Größe entsprechen bereits den Mu stern von Rcklamemarken, wie wir sie zu Hunderten in den Fen stern der Papierhandlungen ausgestellt sinden. Ans dunklem .Hintergründe hebt sich eine rot oder gelb abgetönte Kreisfläche ab, in der ein jugendlicher Reiter mit springendem Rotz abgcbil- det ist. Die Reklameabsicht tritt durch das am Kopfe der Firma voraugestellte Wort »Jugendschriftcn« deutlich in die Erschei nung. Noch deutlicher wird der Werbezweck, lvenn wir die vier Marken des Esperanto-Verlags der Firma Ader L Borel G. m. b. H. in D r e.s d e n betrachten. Die vier Muster sind sämtlich ornamental gehalten, um die Wirkung der aufgedruckten Jnipera- live zu erhöhen. Die Aufschriften lauten; Lernen Sie Esperanto! — Esperanto, das geistige Band aller Nationen, darunter; Kostenlose Auskunft erteilt Esperanto-Zentrale, Dresden »sw. Die Wirkung dieser Propaganda gestattete eine Kontrolle. Die Firma teilt mit, daß sie auf Grund dieser Marken, die auch im Auslände stark verbreitet sind, täglich Anfragen erhalte. Demnach müßten die Verleger ein Interesse daran haben, daß die Nach frage nach Reklamemarken nicht nur den jetzigen Umfang behält, sondern immer größer werde. Allerdings können nur wirklich gute, künstlerische Marken dauernd Interesse erwecken. Die hier genannten vier Marken sind übrigens gelegentlich einer Ausstellung in Leipzig mit als die schönsten bezeichnet worden. Sobald wir das Gebiet betreten, auf dem für bestimmte Bücher durch Wcrbemarken eine Propagandaabsicht verwirklicht wird, begegnen wir zugleich mit dem größeren Reichtum der Formen größerem Entgegenkommen den Sammlern gegenüber. Nicht selten werden die Marken dann daneben zum Handelsob jekt. Betrachten wir zunächst die Marken, die zur Reklame für Enzhklopädien, Sammelwerke usw. bestimmt sind. Ein eleganter Herr sitzt in seinem Bureau und langt aus einem Bücherregale einen Band heraus. Darunter stehen die drei Worte »Herders Konversations-Lexikon». Diese Marke der Her berschen Buchhandlung in Freiburg, die in drei Farben ansgc- führt ist, darf als einfache und wirkungsvolle Lösung des ge- stellten Problems betrachtet werden. Die L a n g e n s ch c i d t- schc Verlagsbuchhandlung (Prof. G. Langcnscheidlj in Berlin- Schöncbcrg hat nicht weniger als drei Serien von Rc klamemarken ausgegcbcn. Serie I; Nationaltrachten, umsaßt >2 Marken und zwei Sondermarken in mehrfarbigem Drucke. Ver treten sind die englische, französische, italienische, niederländische, polnische, rumänische, russische, schwedische, spanische, ungarische, griechische und deutsche Nationaltracht in typischen Beispielen. Am Kopfe und am Fuße befindet sich der Reklameaufdruck, z. B.; »Lernt fremde Sprachen nach der Methode Toussaint-Langen- scheibt«, »Langcnschcidts Wörterbücher«, »Langenscheidts Sprach führer«, »Der kleine Toussaint-Langenscheidt«, »Langcnschcidts Taschenwörterbücher«, »Langenscheidts Briefsteller«. Die eine Sondermarke zeigt ein Exemplar eines Metoula-Sprachführers von einem roten Pfeil durchstochen, der aus eine Schießscheibe zeigt, darunter die Worte »Metoula Sprachführer. Eine verkürzte Methode Toussaint-Langenscheidt. In jeder Buchhandlung vor rätig«. Die zweite Sondermarke trägt die bekannte weibliche Figur mit borgchaltcnem aufgeschlagenen Buche, eine antike Säule im Hintergründe und neben der Frauensigur ein Regal mit Büchern. Tie Rcklameaufschrift lautet; »Selbstunterricht in fremden Sprachen nach der Methode Toussaint-Langenscheidt«. Tie ganze Serie wird in zwei Packungen geliefert, l002 Marken für .« 2.80 bar, 4368 Marken für «kk 0.75 bar. Serie II dient der Propaganda für die Langenschcidtsche Bibliothek sämtlicher griechischen und römischen Klassiker in deutschen Übersetzungen. Auf Goldgrund in verschiedenartiger und verschiedenfarbiger Umrandung erscheinen die Büsten von Homer, Aristophanes, Ci cero, Euripides, Cäsar, Demosthenes, Aristoteles, Sencca, Acschy- los, Herodot, Äsop und Thukydtdes, deren Namen ani Kopfe an gegeben sind, während sich am Fuße die Inschrift; »Langen- 33S
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