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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 29.01.1914
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1914-01-29
- Erscheinungsdatum
- 29.01.1914
- Sprache
- Deutsch
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- Saxonica
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^ 23, 28, Januar 1914, Redaktioneller Teil, Börsenblatt f. d. Dtschn. Buchhandel. Kostenvorattschlag für 1914 wurde mit 568 500 ^ Unfallaufweudungen und 432 500 Verwaltungskosten genehmigt. Die erste Genossenschaftsversammlnng der Detailhandels-Berufs genossenschaft ivar beredtes Zeugnis dafür, daß die Detaillisteu die vor- nehme Aufgabe der Unfallfürsorge für die Verletzten ihres sehr zahl reichen Standes mit Geschick und freudigem Eifer in Selbstverwaltung genommen haben. In anerkennenden Worten hob dies der Vertreter des Präsidenten des Reichsversichernngsamts hervor. Die Versamm lung hatte das regste sachkundige Interesse nicht nur allein für die Verhandlnngsgegenstände, sondern auch für die Entwicklungsfragen, wiederholt wurde die Freude Liber die eigene Berufsgenossenschaft zum Ansdruck gebracht, dem Vorsitzenden Astor wurde am Schlüsse der Tagung der Dank für seine vorzügliche Leitung und tatkräftige Auf opferung dargebracht. In der Detailhandels-Bernfsgenossenschaft sind alle Detailhandels- nnternehmen versichernngspflichtig, die 1 Arbeiter, Packer, Diener, Laufjungen nsiv. oder 2 Verkaufspersonen beschäftigen. Lehrlinge und Verwandte (mit Ausnahme der Ehegatten) werden mit gerechnet. Die Anmeldung ist bei dem Versichernngsamt, das für den Sitz des Unter nehmens zuständig ist, unverzüglich zu bewerkstelligen. Bewegung gegen ausländische Reiseführer, in denen Italien ver leumdet wird. Unter dieser Überschrift meldet der »Corriere dslla Leia« in Mailand unterm 24. d. M. aus Nom: Die in Nom entstandene Vereinigung, gegründet zu dem Zwecke, eine Bewegung gegen die Reiseführer ins Leben zu rufen, in denen Italien verleumdet wird, trat heute zusammen und beschloß, eine Kom mission zur Vorbereitung eines neuen, eigenen Jtalienführcrs zu er nennen. Es wurde ferner beschlossen, eine Propagandaschrift zu ver fassen und diese in ganz Italien kostenfrei zu verteilen, sowie eine große Versammlung vorznbereiten, an der alle Deputierten Noms interessiert werden sollen. Die Negierung soll anfgefordert werden, energische Maßregeln gegen diejenigen Bücher zu ergreifen, die Italien schädigen. (Mitgeteilt von Sperling L Kupfer, Buchhandlung, Mailand.) Der Deutsch-Amerikanische Wirtschafts-Verband, dem bereits ans allen beteiligten Branchen führende Firmen angehören, hält seine erste Mitgliederversammlung unter dem Vorsitz von Generaldirektor Ballin am 5. Februar in Berlin, Hotel Esplanade, ab. Der konstituierenden Versammlung folgt am 6. Februar, 10Vs Uhr, in Berlin im Hotel Esplanade eine allgemeine Versammlung, in der vr. Stresemann, Dresden, über: »Deutsch-Amerikanische Wirtschaftsbeziehungen und die Aufgaben eines Deutsch-Amerikanischen Wirtschaftsverbandes«, Prof. Or. A. Ostcrrieth, Berlin, über: »Die amerikanische Musterschutz- gesetzgebnng und ihre Reform«, vr. Stapff, Berlin, über: »Das neue amerikanische Zolltarifgesetz und die deutsche Industrie« sprechen wer den. — Das Bureau des Verbandes befindet sich in Berlin NVV. 7, Unter den Linden 56. 8k. Die Elternabende von Alfred Baß. Urteil des Reichsgerichts vom 26. Januar 1914. (Nachdruck verboten.) — Die »Elternabend«- Affäre des Buchhändlers Alfred Baß, die am 20. Juni 1913 das Land gericht Leipzig beschäftigt und dem Angeklagten wegen Betrugs eine Gefängnisstrafe von zwei Monaten eingebracht hatte, wurde am 26. Ja nuar 1914 nochmals in einer Verhandlung vor dem 4. Strafsenat des Reichsgerichts anfgerollt. Es ergab sich folgender Sachverhalt: Als Mitinhaber des pädagogischen Verlags »Teutonia« meldete Baß vor einigen Jahren den »Verein Allgemeiner Deutscher Elternabende« bei der Polizei an, dessen Geschäftsführer und einziges Mitglied er selber war. Am 13. Juni 1908 meldete er den Verein als aufgelöst. 1912 erachtete er es im Interesse seiner pädagogischen Ncformideen für not wendig, nun wirklich einmal Elternabende zu veranstalten, mietete daher für 6 Abende einen Raum im Krystallpalast, sorgte für reichliche Reklame und verschickte Einladungskarten, auf denen Gesangsvorträge des Jang-Wandervogels, eine Bücherausstellung und Vorträge eines »Herrn v. Salden« angekündigt waren. Mehrere Buchhandlungen ließen sich auch überreden, sich gegen 10 Mark Ausstellungsgebühr an der Ausstellung zu beteiligen. Seinen mit dem Aufdruck »Nationale Kanzlei« versehenen Briefen legte Baß Prospekte eines gar nicht existierenden Vereins »Sächsisches Landeserziehungsheim« bei. Ein to taler Mißerfolg war das Resultat der beiden Elternabende im Oktober und November 1912. Als Festredner »Herr v. Salden« entpuppte sich Baß selber: er erklärte, dies sei sein Pseudonym. Nicht einmal die Saalmiete konnte Baß bezahlen. Trotz des völligen Mißlingens über redete Baß nach dem ersten Abend nochmals eine Korbwarenfirma, ein Reformhaus, eine Musikinstrnmcntenhandlung und ein Brief- markcnalbengeschäft zur Ausstellung von Waren gegen Gebühr. Vor Gericht gab Baß an, er sei von seinem künftigen Erfolg überzeugt ge wesen und habe sich nicht bereichern wollen. Die Strafkammer nahm indessen in diesen 4 Fällen einen vollendeten Betrug für vorliegend an. Die Revision des Baß, die die Ablehnung von 8 Beweisanträgen riigte, hat das Reichsgericht gemäß dem Anträge des Neichsanwalts als un begründet verworfen, ebenso wie auch die Revision des Baß in einem zweiten Falle, wo ihn wegen Beleidigung des Rechtsanwalts Justizrat Hillebrandt, die Baß anläßlich seines Ehescheidnngsprozcsses in einem Schreiben an seine Cousine begangen hatte, die 1. Strafkammer des Landgerichts Leipzig am 22. August 1913 zu zwei Wochen Gefängnis verurteilt hat. Baß verteidigte sich damit, daß er geglaubt habe, den Justizrat beleidigen zu dürfen, da dieser dem Landgerichtsdirektor M. versprochen habe, niemals gegen Baß vorzngehen. Die Revision des Baß bemängelte hier die Ablehnung von Beweisanträgen und be schwerte sich, daß die erste Strafkammer, im Gegensatz zur sechsten, keine Rücksicht auf ein Gutachten der Landesirrcnanstalt Hnbertusbnrg ge nommen habe. »Die Befleckung des Namens Baß müsse endlich auf hören.« Das Reichsgericht nahm indessen auch hier keinen Anstand, das für einwandfrei befundene Urteil des Landgerichts durch Verwer fung der Revision zu bestätigen. (Aktenzeichen 4 v. 1051/13 und 4 v. 1105/13.) Internationaler Mittelstandskongreß zu Hannover. — Unter der Leitung des Geh. Oberrcgiernngsrates Dr. von Seefeld vom preußischen Ministerium für Handel und Gewerbe wird in diesem Herbst in H a n - nover ein internationaler Mittelstandskongreß abgehalten werden. Es ist dies der vierte dieser internationalen Kongresse, die alle drei Jahre von dem internationalen Verbände zum Studium der Verhält nisse ües Mittelstandes einberufen werden. Einladungen werden er gehen an die Negierungen aller Kultnrstaatcn, die Selbstverwaltungs behörden der Provinzen und Städte und an die Vertreter der Wissen schaft ünd der Presse. Die einzelnen Fragen werden einer Reihe von Lektionen zur eingehenden Erörterung überwiesen, und zwar Sektionen fiir Handwerk und Gewerbe, Kleinhandel, Landwirtschaft, Haus- und Grundbesitz, Genossenschafts- und Kreditwesen und Statistik. Den Ehren vorsitz für den Kongreß hat der belgische Handelsminister übernommen. Die Erörterung aller Mittelstanösfragen geschieht nach rein sachlichen Gesichtspunkten unter Ausschluß jeder Parteipolitik. Der Verein für Sozialpolitik wird seine Generalversammlung Ende September (wahrscheinlich vom 27.-29.) in Düsseldorf abhaltcn. Es wird ans der Tagung das Thema der Kapitalbildung und Kapital verwendung behandelt werden (Hauptreferent Prof. Schumacher). Den zweiten Verhandlungsgegenstand soll die Preisbildung und Preisver schiebung in unserer Zeit abgeben (Hauptreferenten: Prof. Sering, Prof. Eulenburg, Prof. Spicthoff). Neue Bücher, Kataloge etc. ?0lzck6etuij8eli6 Libliotlrek. Nonatlielros Verroieturm dar in l)6ut8elr- (. . . . 8ort.-ka. . . . .). H6rLU8A6§6b6n und verlebt von 3 oIrann ^mdro8iu8 Lartkr in ksipLiZ. 49. ckallrAang. Nr. 1, 3anuar 1914. 8°. 8. 1—16. Die Bugra Leipzig 1914. Mitteilungen von der Internationalen Ausstellung für Buchgewerbe und Graphik. Nr. 3. 35X25,5 cm. 4 S. Aus dem Inhalt: Die Hohenzollern-Bibliotheken. Von vr. Bogdan Krieger, Berlin, Hausbibliothekar Seiner Majestät des deutschen Kaisers. Das literarische Echo. Halbmonatsschrift für Literatnrfrennde. Be gründet von Dr. Josef Ettlinger. Herausgegeben von vr. Ernst Heilborn. Verlag von Egon Fleische! L Co. in Berlin. 16. Jahr, Heft 9, 1. Februar 1914. Lex.-8°. Sp. 589—660. Aus dem Inhalt: Emil Ermatinger, Heinrich Leuthold und seine gesammelten Dichtungen. — Oscar Ewald, Zur Analyse des lite rarischen Erfolges. — Karl Goldmann, Stendhal Viator. — Adolf Frey, Der kleine Hort. — Fridolin Hofer, Zwei Gedichte. — Ludwig Krähe, Literatur-geschichtliche Werke. — L. Andro, Leiden von Heute. — I. E. Poritzky, Humoristika. klütter kür Vo1k8dibliotlr6k6n und K686lrall6n. H6rau8§6§6k>6n untor Io' ckalirxrmA, Nr. 1 u. 2. 3anuar—bedruar 1914. Or.-8°. 8.^—36. 147
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