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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 28.09.1907
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1907-09-28
- Erscheinungsdatum
- 28.09.1907
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- Deutsch
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227, 28. September 1907. Nichtamtlicher Teil. Börsenblatt f. d. Dtschn. Buchhandel. 9779 muß.*) Die spanischen Verleger nehmen sich vor, gegen diesen unnützen Förmlichkeitskram Einspruch zu erheben und an einer bedeutenden Vereinfachung des Landesgesetzes zu arbeiten Frankreich. — Ein ausführlicher Meinungsaustausch über die in Frankreich zur Ausarbeitung gelangenden ver schiedenen Gesetzentwürfe") fand nicht statt; man konnte aber bemerken, daß der Gesetzentwurf des Abgeordneten Ajam, betreffend Besteuerung der Gemeingut gewordenen, neu herauszugebenden Werke, und gewisse Stellen des vom Unterrichtsministerium ausgearbeiteten Berichts zur Empfeh lung der Ernennung einer außerparlamentarischen Kommission durchaus nicht etwa ungeteilte Zustimmung fanden. Herr Jules Lermina bemerkte sehr richtig, man dürfe nicht das auf internationalem Gebiete schon Geleistete durch rein empirische gesetzgeberische Versuche in Frage stellen, und dies gerade zu einer Zeit, wo man die große Reform der im Verbandsvertrag zu verwirklichenden Vereinheitlichung der Schutzdauer vorschlage und zu diesem Zwecke als die am ersten zum Ziele führende Schutzfrist diejenige des fran zösischen Gesetzes vom Jahre 1866 bezeichne. Herr Pierre Sales bestätigte, daß die französische Autorengesellschaft (»Koeistö ckss A6U8 äs Isttres«) in England eine besonnene Propaganda zu gunsten der Ausdehnung der dort geltenden gesetzlichen Schutzdauer und für Annahme der französischen Schutzfrist unternommen habe. Derselbe Redner sprach auch vom günstigen Umschwung, der in den Be ziehungen zu Kanada zutage getreten sei, wo aber die er rungenen Positionen nur dann innegehalten werden dürften, wenn die Eigentümer von Autorrechten solche mit großer Mäßigung und Zurückhaltung geltend machten. Das Gleiche gilt auch für Portugal, wo die Anerkennung der Rechte der französischen Autoren etwas gewonnen hat. Italien. — Die Verfasser der zwei Vorentwürfe zur Revision der italienischen Gesetzgebung, die Herren Amar und Ferrari, vervollständigten die bezüglichen Darstellungen des Berichterstatters mit einigen Worten. Herr Amar glaubt, man werde die einschränkende Bestimmung, wonach einzig und allein für Photographien eine obligatorische Hinter legungsförmlichkeit verlangt wird, aus dem Entwurf aus merzen können. Herr Barbsra hält die Opposition gegen die Einrichtung der bloß fakultativen Hinterlegung nicht für gefährlich. 3. Rechtsprechung. Der Berichterstatter behandelte hier nur eine einzige Frage, die aber gegenwärtig im Vordergrund des Interesses steht und fast überall die Gerichte beschäftigt, nämlich die Frage der mechanischen Musikinstrumente, der Sprech- und Singmaschinen. Er zeigte, welche wechselvollen Phasen der Kampf um die Rechte der Autoren von Originalwerken — der noch verwickelter wird durch die Schwierigkeit der Aus legung von Ziffer 3 des Schlußprotokolls der Berner Kon vention — sowohl in Belgien, Großbritannien und Italien, als auch in den Vereinigten Staaten durchgemacht hat. Der Aufzählung der ergangenen und vom Berichterstatter kurz analysierten Urteile konnte Herr Tito Ricordi noch einige in Italien und in Ungarn ergangene und in Wien erwartete Gerichtsentscheidungen beifügen. * *) S. über diese Frage die spanischen Verordnungen vom 28. März und 3. April 1904, vom 4. Februar 190ä und vom 23. Juli 1906, Droit ä'Lnteur, 1904, S. 66 und 89; 190b, S. 41 und 54; 1906, S. 133. »*) S. den ausführlichen Aufsatz hierüber in der gleichen Septembernummer des Droit ä'^utsur 1907, S. 107—111. Durch alle diese in den beiden ersten Sitzungen gebotenen Aufschlüsse über den Stand des literarischen und künstlerischen Eigentums bei den verschiedenen Völkern waren die Geister somit vorzüglich zur Inangriffnahme der Hauptaufgabe vor bereitet, die darin bestand, die im internationalen Verkehr zur Vereinheitlichung oder doch wenigstens zu einer Ver ständigung unter den fortgeschrittenen Verbandsländern reif erscheinenden Forderungen genau zu formulieren. (Schluß folgt.) Kleine Mitteilungen. * Aufhebung der Portofreiheit für amtliche Post sendungen in Bayern. — Nach einer ein Jahr lang durch geführten Ermittlung hat in Bayern die für amtliche Sendungen gewährte Portofreiheit dem bayrischen Posthaushalt einen Ein nahmeausfall von 6 Millionen Mark verursacht. Die bisherige amtliche Portofreiheit soll daher aufgehoben und schon für das nächste Finanzjahr erheblich eingeschränkt werden. * Straßburger Druckerei und Verlag-anstalt vormals R. Schultz <L Co-, Gtraßburg i/G. — Der Reingewinn aus dem Geschäftsjahr 1906/07 ist 149 613 ^ 36 (im Vorjahr: 148231 ^26-)). Das Aktienkapital beträgt 1 400 000 Die regelmäßigen Abschreibungen betragen 18 b30 22 H. Aufsichts rat und Vorstand schlagen vor, neben diesen regelmäßigen Ab schreibungen abermals 10 000 ^ zu außerordentlichen Abschreibungen zu verwenden und dem Spezialreservesonds eine Summe von 10 000 zuzuwenden. Es soll eine I. Dividende von 4 Proz. und eine Superdividende von 3'/, Proz., im ganzen also 7^, Proz., verteilt werden. Buchhäudlerischer Aachrurs tu Wien. — Der diesjährige Spezialkurs, dessen Leitung wieder in den bewährten Händen des Herrn C. F. Ahlgrimm liegt, beginnt am 6. Oktober und dauert bis April. Unterricht jeden Sonntag von 10 bis 12 Uhr vor mittags in einem Lehrsaale des Akademischen Gymnasiums in Wien I, Beethovenplatz. Für die Lehrlinge obiger Geschäftszweige, die die Gremialhandelsfachschule besuchen müssen, ist dieser Spezial kurs obligatorisch und unentgeltlich, für außerordentliche Hörer beträgt die Einschreibegebühr 20 L. Näheres aus dem Programm der Gremialhandelsfachschule. (Osterr.-ungar. Buchhändler-Corresp.) -Neu« literarische Gesellschaft--. — Die -Neue literarische Gesellschaft-, die sich vor kurzem mit dem Sitz in Berlin gebildet hat und der nahezu sämtliche namhaften Dichter Deutschlands, sowie viele hervorragende Persönlichkeiten aus allen Künstler- und Gesellschaftskreisen angehören, hat nunmehr ihre Ausschuß wahlen vollzogen. Es bestehen außer dem Arbeitsausschuß, der die Geschäfte der Gesellschaft leitet, ein Regie-, ein Musik- und ein literarischer Prüfungsausschuß, die aus folgenden Personen bestehen: Regie-Ausschuß: Direktor Richard Alexander, Nuscha Butze-Beermann, Axel Delmar v. Demandowski, Paul Knüpfer, Adolf Kurth. Musik-Ausschuß: Professor Dr. Wilh. Altmann, Heinz Beyer, Professor Arthur Egidi, Juan Luria, kgl. Kammer virtuos Felix Meyer, Professor Rich. Schmidt, Professor A. Sor- mann. Literarischer Prüfungs-Ausschuß: Ferd. Avenarius, Victor Blüthgen, Dr. Friedrich Düsel, Josef Laust, Dr. Heinrich Stümcke. Arbeits-Ausschuß: Paul Gisbert, Victor Laverrenz, Dr. Cajus Moeller, Dr. Josef Wiese, Moritz Rinckleben, Dorothea Goebeler, Dr. Friedr. Pfannkuch, Professor Dr. Otto Pniower, Reinhold de Witt, Paul Anthony, Fedor v. Zobeltitz, Professor Dr. Rich. M. Meyer. (Nationalztg.) * 14. Internationaler Kongreß für Hygiene und Demo graphie. — Den Teilnehmern des soeben in Berlin versammelt gewesenen 14. Kongresses für Hygiene und Demographie ist eine große Anzahl von Festschriften überreicht worden. So vom Ministerium der geistlichen rc. Angelegenheiten eine Abhandlung über »Medizinische Anstalten auf dem Gebiete der Volksgesund heitspflege in Preußen- und ein Band -Die gesetzlichen Grundlagen 1274»
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