Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 06.02.1926
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- 1926-02-06
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- 06.02.1926
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- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
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x° 31. 6. Februar 1926. Redaktioneller Teil. — Svrechsaal. Beschlagnahmte Druckschrift. — Durch Beschluß des Staatsgerichts hofes zum Schutze der Republik vom 14. Januar 192V ist die Druck schrift: .Anti-Nautikus, Deutschlands revolutionäre Matrosen«, Verlag Karl Schulzke, Hamburg, Valentinskamp 42, gedruckt in der Buchdruckerei Louis Hcitgers, Hamburg 36, versehen mit einem Vorwort von Ernst Thälmann, gemäß §8 41, 73 des StrGBs., §8 13, 20 des Gesetzes zum Schutze der Republik vom 21. Juli 1922, § 27 des Neichsgesetzcs Uber die Presse vom 7. Mai 1874, 8 94 StrPO. wegen ihres gegen 8§ 81, Ziffer 2, 86 StrGBs. Berlin, 27. Januar 1926. Der Polizeipräsident, Abt. I (Deutsches Fahndungsblatt Nr. 8100 vom 2. Februar 1926.) Freigabe einer beschlagnahmten Druckschrist. — Das Verfahren gegen den Herausgeber der Druckschrift »F li r w e n?«, den Schriftsteller Adolf Stein, ist nach Mitteilung des Oberreichsanwalts vom 27. 11. 1025 — 12 I 976/24 — auf Grund der Amnestie eingestellt worden. Berlin, 29. Januar 1926. Der Polizeipräsident, dlbt. I (Deutsches Fahndungsblatt Nr. 8101 vom 3. Februar 1926.) LerkeMiillüirWeli. Zum Güterverkehr zwischen Leipzig und Berlin wird der Redak tion geschrieben: Zwischen Leipzig und Berlin hat die Reichsbahn- dircktion Halle a. S. die Beförderung der Frachtgut-Sammelladungen wesentlich verbessert. Die Güter können in Leipzig auf dem Berliner- Bahnhof bis nach 6 Uhr abends durch die Spediteure verladen wer den. Sie treffen am nächsten Morgen in Berlin ein und werden schon früh um 7 Uhr von dem Freiladegleis und um 8 Uhr von dem Lagerschuppen des Transportkontors auf dem Anhalter Bahnhof abgefahren. Von Berlin treffen die bis 5 Uhr nachmittags verladenen Sammelladungen am nächsten Morgen in Leipzig auf dem Berliner Bahnhof ein und sind früh 7 Uhr ausgabebereit. Sämtliche Spediteure und das Leipziger Transportkontor vermitteln die Beförderung der Stückgüter mit der Eisenbahn. Die Reichsbahn hat mit dieser Ver besserung gegenüber dem Wettbewerb des Kraftwagenvcrkehrs einen guten Erfolg erreicht, der besonders dem starken Bücherversand von und nach Leipzig zugute kommen wird. Der Erfolg würde sich für die Reichsbahn und für die Leipziger Buchhandelsinteressenten noch günstiger auswirken, wenn die Reichsbahn sich dazu bewegen ließe, für Bücher und Zeitschriften in Sammelladungen die gleichen ermäßigten Tarifsätze wie für Zeitungs-druckpapicr züzugestehen. Berliner trauliche Devtsenkurfe. am 4 Februar 192« am 5 Februar 198« «eldNirS B"etkur» «eidkure eHetturS > U— i L . i r «.»OK 4.185 15.785 >5.725 81.04 80,84 Lisi" von . . 21.275 IuP>n . . . i Y,„ 1.896 0.928 W'ri, . . . Prag . - TU»:«""' 100 Lewa 1 türk L «.215 2,22 100 ^loty 57,45 5.41 100 älll'd. 81,02 100 « ot? 100 Lilav «I.-S5 »i 170 Wohlfahrtsmarken. — Zu der im Bbl. Nr. 27 vom 2. Februar 1926 veröffentlichten Notiz über den Verkauf von Wohlfahrtsbriefmarken zu gunsten der Deutschen Nothilse teilt uns der Allgemeine Deutsche Buchhandlungsgchilfen - Verband, Leip zig, mit, daß in seiner Geschäftsstelle, Hospltalstraße 25, Marken ln jeder gewünschten Anzahl entnommen werden können. Bei Bestellung von auswärts wird um Voreinsendung des Betrags aus P o st s ch c ck konto Leipzig 51 014 gebeten. PeMnalllMiMen. Eine englische Ehrung Hans Drieschs. — Professor Or. Haas Driesch, Ordinarius der Philosophie an der Leipziger Universität, wurde von der »Gesellschaft für Psychische Forschimg« (Society kor ps^etrieal kessared) in London zum Präsidenten für das Jahr 192V ernannt. Diese Gesellschaft wurde in den achtziger Jahren gegründet und ist eine der größten wissenschaftlichen Vereinigungen Englands. Professor Driesch ist der fünfunözwanzigstc Präsident der Gesellschaft, aber der erste deutsche. Er hat die Wahl angenommen und wird sein Amt als Präsident, das ehrenamtlich ist und keinen ständigen Aufent halt in England erfordert, in der zweiten Märzhälfte mit einer Be grüßungsrede au di« Mitglieder der Gesellschaft in London antreten. Gestorben: am 29. Januar Herr Buchhändler Carl Lcddihn, Inhaber der Architektur-Antiquariats- und Sortimentsbuchhandlung gleichen Namens in Berlin, im 77. Lebensjahre. Er war geborener Berliner, hatte in Berlin den Buchhandel er lernt, war dann im Verlage von Carl Beelitz, Verlag der Deut schen Bauzeitung, und später bei seinem Nachfolger Ernst Toechc tätig und machte sich im Jahre 1882 selbständig. Der Verstorbene war im persönlichen Umgang ein liebenswürdiger, stets gefälliger Mensch und ist auch in den Kreisen seiner Abnehmer, wie Archi tekten, Ingenieure, Bautechniker, sowie auch verschiedener Baugewerk schulen und Technischer Hochschulen beliebt gewesen: ferner: am 2. Februar nach kurzem, schweren Leiden Herr Otto Wunderlich, Reisevertreter und Prokurist vom Verlag Franz Hanfstaengl in München, im 61. Lebensjahre. Diese Nachricht wird allgemein das tiefste Bedauern ausiösen, denn der Verstorbene erfreute sich in weitesten Kreisen des deutschen Buch- und Kunsthandels in seltenem Maße größter Beliebtheit und Hochschätzung. Nahezu 34 Jahre hat Herr Wunderlich für den Ver lag Franz Hanfstaengl den Kunst- und Buchhandel ständig besucht' im ganzen hat er etwa 37 Jahre lang dieser Firma treue Dienste geleistet. Allen denen, die jemals mit ihm zu tun hatten, wird er infolge seiner Liebenswürdigkeit und sonstigen ausgezeichneten per sönlichen Eigenschaften unvergeßlich sein. Eine literarische Täuschung! Im Börsenblatt 1926 Nr. 4 (S. 131) zetgt die Firma Seemann L Co. in Leipzig eine Erzählung »Das Vermächtnis« als ein Werk Gustav F r e y t a g s an, trotzdem ihr die Unechlheit schon vor 8 Monaten schlagend nachgewiesen worden ist. Mit Erlaubnis des Herrn Prof. I)r. Friedrich K u m m e r gebe ich nachstehend seine darauf bezüglichen Artikel im »Dresdner Anzeiger« vom 6. und 14. Mai 1925 wieder: 1. Dresdner Anzeiger vom 6. Mai 1925: »Gustav Frey tags neuaufgcfundenc Novelle: ,D a s Vermächtnis' eine Übersetzung aus Souvestre? Von verschiedenen Seiten werden wir- darauf aufmerksam gemacht, daß die Freytagsche Novelle ,Das Vermächtnis', mit deren Abdruck wir begonnen haben, gar kein Werk von Gustav Freytag ist, sondern von Emil Souvestre (gest. 1854) stammt. Die Novelle steht, wie wir fest stellen, als ckeuxiömo r6cit unter dem Titel: un seoret mHOoeio in dem Bande: eoin cku keu von Emile Soirvcftre (0euvrO8 oompiote«. ?ari8, Calmaull-I^ev^). Der Verlag Seemann L Co. in Leipzig hat die Novelle mit dem Namen Gustav Frcytags in einem alten Unterhalt tungsblatt entdeckt. Den Namen dieses Blattes hat der Verlag ver schwiegen, auch sonst sich etwas geheimnisvoll verhalten. Vergleiche mit dem Original ergaben, daß es sich nur um eine Übersetzung han deln kann. Der Verlag wird Gelegenheit haben, sich hierzu zu äußern. Die Abhängigkeit beider Erzählungen erhellt deutlich aus folgenden Gegenüberstellung (nur die Personennamen sind verändert):
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