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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 06.02.1926
- Strukturtyp
- Ausgabe
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- 1926-02-06
- Erscheinungsdatum
- 06.02.1926
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- Deutsch
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^ 31. 6. Februar 1926. Redaktioneller Teil. k^isck, Ulbert, Orapkiscke XunslanZlalt, Druckerei unck Verlag, Derün 35. 1875—1926: (k'estsekrikt knlässlieü Zur Feier ihres 50jährigen Bestehens (vgl. Bbl. Nr. 206 vom Ä. September 1925) hatte die Berliner Firma »Albert Frisch, Graphische Kunstanstalt, Druckerei und Verlag« ein wertvolles Er innerungs-Album hcrausgegeben und an ihre Geschäftsfreunde und Gönner verteilt. Cs enthält außer einigen Aufsätzen bekannter Kunst gelehrter iiber die Entwicklung des Unternehmens und seine Verviel fältigungs-Künste zehn prächtige farbige Druckproben: vier Farben lichtdrucke, einen mehrfarbigen Lichtdruck, drei Farbentiefdrucke, eine Vierfarbenbuchdruck-Probe und eine einfache Autotypie. Alle diese in Originalgröße beigegebenen graphischen Proben aus den bedeut samsten Aufträgen bekannter Verleger (Leiden und Leipzig) an die Berliner Kunstanstalt lassen erkennen, daß außer der subtilen origi nalgetreuen Ausführung der Blätter, die den Gedanken an das rein Handwerksmäßige kaum aufkommen läßt, ein außerordentlich feines künstlerisches Empfinden bei der Wiedergabe obgewaltet hat. Durch eine solche hervorragende Fcinarbeit auf dem Gebiete des (Faksimile-) F a r b e n l i ch t d r u ck s ist der Ruhm der Firma Albert Frisch Uber die ganze Welt verbreitet worden; aber auch mit dem farbigen Tiefdruck als Ersatz für den teuren Farbenlichtdruck zu Zwecken edler Massenproduktion hat die nun fünfzig Jahre be stehende Kunstanstalt die besten Erfolge errungen. Im einzelnen stellen die der Jubilüumsschrift cingeklevten Kunst blätter Folgendes dar: einen Farbenlichtdruck nach dem Pastellbildnis der Charlotte Buff-Kestner in Weimar und einen solchen nach van Eycks Bildnis des Giovanni Arnolfini im Berliner Museum. Ferner einen Farbenbiesdruck nach Cranachs Bildnis eines bärtigen Mannes und nach einem Damenbildnis von Tischbeins Hand aus dem Jahre 1865. Außer diesen zum Teil für den eigenen Kunstverlag herge stellten Farbendrucken sind als wertvollste Beigaben erwähnenswert: eine Probeseite aus dem berühmten Ureviarium Orimsni, dessen Ori ginal sich in der Markusbibliothek zu Venedig befindet. Die natur getreue Wiedergabe der 1580 Seiten des kostbaren Werkes hatte das Verlagshaus A. W. Sijthoff in Leiden im Verein mit dem Leipziger Knnstverleger Karl W. Hlerscmann herzustellen unternommen, und Albert Frisch hat diese ehrenvolle Aufgabe in den Jahren 1904 bis 1910 mit feinstem technischen Können durchgesührt. Ebenso werden uns als Proben desselben Verfahrens vier zusammenhängende Seiten der beim Insel-Verlag in Leipzig erschienenen Wiedergabe der Ma- nesseschen Liederhandschrift aus der Bibliothek in Heidelberg gezeigt. Im Hinblick auf diese Kostproben reproduktionstechnischer Leistun gen kann man getrost sagen, daß heute die deutsche Kunst in den genannten graphischen Zweigen unter der Führung von Albert Frisch in Berlin unbestritten an der Spitze marschiert. 8KZ. Kleine Mitteilungen. Deutsche und schwedische Buchkunst. Unter diesem Titel hat Sic sehr angesehene Stockholmer Zeitung »vaZens Nz-üoter« am 2. u. 3. Februar eine vierseitige Sonderbeigabe zu ihrer Tages- ansgabe erscheinen lassen, die geeignet erscheint, in höchst wirksamer Weise für das deutsche Buch zu werben. — Bekanntlich dauert die von der Auslandabteilung des Börsenvereins veranstaltete -deutsche Vuchaus- stellung in der Kunstakademie zu Stockholm noch bis zum 15. Februar. Während dieser Zeit will das Blatt mehrere solcher Sonderbeilagcn herausbringcn und In Aufsätzen bekannter Autoren einschlägige Fragen behandeln. Inserate deutscher und schwedischer Verleger, Sorti menter, Buchdrucker, Buchbinder und Schriftgießereien im Text sollen diese Werbung kräftig unterstützen. Die Beilagen vom 2. und 3. Februar enthalten einen eingehenden Bericht des bekannten Buchkünstlers De. Akte Kumlien über die deutsche Ausstellung mit Abbildungen deutscher Bucheinbände und des Titelbildes zu Kleists »Prinz Friedrich von Homburg« (Verlag Bruno Cassirer). Der Text des Aussatzes ist eingcrahmt von gut gesetzten Anzeigen deutscher und schwedischer Firmen. Die Preisstaffel beginnt mit 48 Kronen für einen Raum von 7'/sX11^ em Querformat. Die in Stockholm ausstellenden Verleger sind durch Rundschreiben bereits auf die Sonderboilage der Zeitung »vaZsns Güster« hinge wiesen worden, man darf aber auch allen übrigen, auf der Aus stellung nicht vertretenen Firmen raten, umgehendderZeitung deutsche Jnserattexte einzusenden, damit sie noch Auf nahme in die Sonderbeilage finden können. Für Übersetzung sorgt die Zeitung selbst. Probe blättcr mit Preis- und Größenan- gaben für die Anzeigen sind in beschränkter Anzahl in der A u s l a n d - abteilung des Börsenvereins noch vorrätig. Photographien von der Buchausstellung in Stockholm (vgl. Bbl. Nr. 29), und zwar drei verschiedene Aufnahmen, dazu eine Abbildung der Sonderausstellung »Schweden im deutschen Buch«, sind eingctrossen und stehen den interessierten Firmen gegen Einsendung von Mk. 2.50 für das Stück portofrei zur Verfügung. Nach Möglichkeit wird die Abbildung desjenigen Teils der Ausstellung übersandt werden, in dem die Bücher des betreffenden Verlags ausgestellt sind. Eine Ge währ dafür, daß die Werke eines jeden Verlags auf der Photo graphie auch gut erkennbar sind, kann jedoch nicht übernommen werden. Bestellungen sind zu richten an die Geschäftsstelle des Bör se n v e r e i n s, A u s l a n d a b t e i l u n g. Wintcrakadcmic Dobel 7.—14. Februar. — Diese Freizeit wird Sonntag, den 7. Februar, unter Teilnahme von 24 jungen Buchhänd lern eröffnet. Die Leitung hat Direktor Leichtle (Volkshochschule Heilbronn) übernommen. Der Unterricht wird aus Stiftungen des Börsenvereins, der Verlage G. Braun-Karlsruhe, Eugen Diederichs- Jena, Herder L Co.-Freiburg, Konkordia A.-G.-Bühl, C. Winter-Heidel berg und den Spenden der Sortimente K. Geß-Konstanz, O. Greve- Berlin, C. Polticr-Weeber-Lörrach, Speyer L Kaerner-Freiburg u. A.Zu- tavern-Pforzheim bestritten. Der Wllrttembergische Buchhändlerverein hat eine Freistelle vergeben. Wir danken für diese Zuwendungen reckst herzlich. Gäste si n d willkom m e n. Für gute Unterkunft ist gesorgt. Anmeldungen erbeten. Zureise Karlsruhe-Herrenalb oder Pforzhcim- Neuenburg, von wo Abholung im Auto oder Wagen erfolgt. Karlsruhe, Kaiserstraße 161. Die Vereinigung der F renn de der Akademien zur lnuh händlerischen Ausbildung. Fürsprech Hans Bott. Gutenberg-Verlag Christensen L Co. in Hamburg, Ncuerwall 20. — Seit Herbst vergangenen Jahres bietet der Gutenberg-Verlag durch große Inserate in den verschiedensten deutschen Tageszeitungen dem Publikum Goethes und Schillers Werke gratis an. Tatsächlich werden jedoch die Werke nicht umsonst geliefert, sondern für die broschierten Exemplare 20 Pfennig Verpackungs- und Annoncen- Spesen je Band berechnet, während für die eingebundene Prachtaus gabe 3.30 Mark für jede Serie (2 Einbände) in Ansatz gebracht werden. Infolgedessen liegt eine grobe Irreführung des Publikums vor und es ist deswegen bereits ein Verfahren wegen Betrugs gegen die ver- äniwortlichen Leiter des Gutenbcrg-Vcrlags bei der Staatsanwalt schaft Hamburg anhängig. Ferner hat das Landgericht Hamburg auf Betreiben des Börsenvereins und des Buchhändler-Verbandes »Kreis Norden« eine einstweilige Verfügung gegen den Gutenberg-Verlag er lassen, wonach diesem untersagt wird, bis zur rechtskräftigen Ent scheidung des Rechtsstreites bei Vermeidung einer Geldstrafe für jeden Fall der Zuwiderhandlung Anzeigen zu veröffentlichen oder Prospekte zu versenden, in denen Schillers Werke »gratis« oder »unent geltlich« angeboten werden. Der Antrag wird demnächst auch für Goethes Werke gestellt werden. Buchausstcllung in Cham. — Für die Monate Juli und August 1926 plant die Buchhandlung Pankraz B a u m e i st e r ' s W w e. in Cham anläßlich der Hauptversammlung des Bayrischen Wald- vereins eine Ausstellung von einschlägigen Schriften, Fremdenführern, Ansichtspostkarten, Bildwerken, auch alter Stiche und Plakate, zu der die Verleger und Antiquare um Beteiligung gebeten werden, wie aus dem Inserat der Firma in Nr. 30 d. Bbl., S. 1288 hervorgeht. Dix-Aussteltung in Berlin. Die Firma Reumann L Nierendorf in Berlin eröffnet am 6. Febrnar eine Gesamt ausstellung von Otto Dix, auf der Gemälde dieses Künstlers aus den Jahren 1919—1925, Aquarelle und Graphik gezeigt werden. Am 8. Februar, abends 8 Uhr, veranstaltet dieselbe Firma einen Vor tragsabend, an dem Herr Dr. Paul F. Schmidt über das Thema »Vom Dadaismus zur Wirklichkeit« sprechen wird. Der Eintritt kostet 1 Mark. 167
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