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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 03.06.1878
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- 1878-06-03
- Erscheinungsdatum
- 03.06.1878
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- Deutsch
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127, 3. Juni. Nichtamtlicher Theil. 2171 gen, die sich zur Betheiligung angemeldet haben, etwa 8 Tage vor dem 20. Juni zugestellt werden können. Auf diese Weise kommen sicherlich manche werthvolle Gedanken zur allgemeinen Kenntniß, die sonst verschwiegen blieben, denn Redner sind nicht alle Leute, und den Theilnehmern ist Zeit gegeben, die einzelnen Ideen zu prüfen und sich somit wirklich vorzubereiten. p. Othmer's Vadcmecum des Sortimenters und für Freunde der Literatur. Es sind nunmehr bereits über 16 Jahre her, seit der Buch händler Gustav Othmer, Besitzer der Fr. Cruse'schen Buchhandlung in Hannover, zum ersten Male mit seinem „Vademecum des Sor timenters" hervortrat; dasselbe enthielt die „Zusammenstellung der wissenswürdigsten Erscheinungen auf dem Gebiete der Gesammelten Werke und schönen Literatur, nebst genauer Angabe der Preise und Verleger sowie kurzen biographischen und bibliographischen Notizen", welche sich der Verfasser in Mußestunden ursprünglich zum eigenen Gebrauche ausgearbeitet, aber, der Aufmunterung befreundeter Kollegen folgend, daß eine solche bisher noch nicht vorhandene Zu sammenstellung dem Buchhändler und vorzugsweise dem Sortimenter von praktischem Nutzen sein werde, der Oeffentlichkeit zu übergeben sich entschlossen hatte. Das Vademecum war damals noch von ver- hältnißmäßig beschränktem Umfange — es füllte nur 12 kl. Octav- bogen — und konnte daher auch in Rücksicht auf den großen Reich thum im Fache der betreffenden Literatur nur mäßigen Ansprüchen genügen; nichts destoweniger fand es aber in den buchhändlerischen Kreisen sowohl als auch in erfreulicher Weise außerhalb derselben von Seiten der Freunde der Literatur überhaupt recht beifällige und wohlwollende Aufnahme, welch letzterer Umstand daher auch den Verfasser, als er sich durch mehrfach an ihn gerichtete Aufforderungen veranlaßt fand, nach neun Jahren (1870) eine neue Auflage des Vademecums herauszugeben, dazu bestimmte, diese neue Auflage in einer doppelten, wenigstens dem Titel nach von einander verschiede nen Ausgabe, und zwar in einer für den „Sortimenter" und einer zweiten für „Freunde der Literatur", erscheinen zu lassen. Bei der Bearbeitung der neuen Auflage war der Verfasser nicht bloß bemüht, die inzwischen bemerkbar gewordenen Mängel der ersten zu beseitigen, indem er namentlich die ausländische Literatur durch Aufnahme hervorragender Vertreter derselben vervollständigte, sondern und vorzüglich auch die Literatur der letzten 9 Jahre und die während dieses Zeitraums eingetretenen bedeutenden Veränderungen genau zu berücksichtigen. Und solcher Veränderungen waren gerade auf dem Gebiete der schönen Literatur seit dem verhängnißvollen 9. November 1867, in dem bekanntlich die deutsche Schutzfrist für das Verlags recht von allen Werken der bis 30 Jahre vorher verstorbenen deut schen Schriftsteller erlosch, und von wo an die Vervielfältigung aller solcher Werke der allgemeinen Concurrenz freigegeben blieb, eine sehr erhebliche Anzahl. Infolge des Erlöschens der Schutzfrist und haupt sächlich der Cotta'schen Privilegien, wodurch die hervorragendsten deutschen Classiker, wie Goethe, Lessing, Schiller rc„ im wahren Sinne des Wortes Gemeingut unserer Nation geworden waren, entstanden eine große Menge Concurrenz-Ausgaben zu solch billigen Preisen, wie man sie bis dahin im deutschen Buchhandel niemals gekannt hatte, und davon war wieder die Folge, daß auch die Ausgaben an derer Werke der schönen Literatur eine mehr oder weniger bedeutende Preisreduction erfahren mußten. Bei der Bearbeitung der neuen Auf lage des Vademecums galt es nun, alles dies gewissenhaft in Rech nung zu ziehen. Zudem glaubte auch der Verfasser bei dieser Gelegen heit den Erläuterungsschriften, wie Commentaren, Briefwechseln, Biographien, Kupferwerken rc., besondere Beachtung schenken, und dieselben den Namen der einzelnen Dichter und Schriftsteller bei fügen zu sollen. Alles dies verlangte natürlich eine gänzliche Um gestaltung des ersten Vademecums und nebenbei eine sehr erhebliche Erweiterung des Umfanges desselben. Und in der That erschien denn auch die zweite mit Sorgsamkeit gänzlich umgearbeitete Auf lage in einem Bändchen von nicht weniger als 24 Octavbogen. Hatte bereits das erste Vademecum sich zahlreiche Freunde erworben, so ist es erklärlich, daß die Zahl derselben für dieses literarische Unternehmen in der neuen vervollkommneteren Gestaltung sich noch vergrößern mußte. Der Verfasser hatte die freudige Gcnugthuung, die Theilnahme des betreffenden Publicums für die neue Auflage in ungewöhnlichem Maße gesteigert, und letztere nach Verlauf von noch nicht sieben Jahren bis auf das letzte Exemplar vergriffen zu sehen; zugleich sah er sich aber auch durch diesen Erfolg dazu auf gefordert, Hand anzulegen an die Bearbeitung einer dritten Auf lage, die sich selbst für die Besitzer der zweiten, da seit dem Erscheinen derselben die Markwährung in Kraft getreten, und dadurch die Preis angabe in der zweiten Auflage zum Theil hinfällig geworden war, als sehr empfehlenswerth, ja Praktisch nothwendig zeigte. Denn hin sichtlich der neuen Markwährung wäre es nicht etwa bloß damit ab- gethan gewesen, daß man die alten in Thalcr und Groschen aus geworfenen Preise einfach in Mark umgerechnet hätte, es mußte vielmehr bei der neuen Feststellung der Preise in Mark auf die Original-Preisbestimmung der Verleger Rücksicht genommen werden, die sich bei der Veränderung der Münzwährung gleichzeitig auch theilweise zu einer Veränderung in Betreff der Höhe der Preise ver anlaßt gefunden hatten. Trotzdem daß dem Verfasser bei seinen Geschäftsarbeiten im Ganzen wenig Muße dazu gelassen war, sein Vademecum einer noth- wendigen, wenn schon mit Zeit- und Mühauswand verbundenen, gleichwohl aber nothwendigen gänzlichen Ueberarbeitung zu unter ziehen, so hat ihn doch die Liebe zu seinem nun einmal begonnenen Merkchen Zeit und Kraft finden lassen, die Arbeit auf sich zu nehmen und — bereits so weit zu vollenden, daß er von dem neuen, nunmehr auf nahezu den vierfachen Umfang der ersten Auflage angewachsenen Vademecum, welches, wie die zweite Auflage, in doppelter Ausgabe, thcils nämlich für den Sortimenter und theils für Freunde der Lite ratur, erscheinen wird, die Veröffentlichung des completen, ca. 40 Octavbogen starken Merkchens zum Subscriptionspreise von 8 M. baar für die nächste Zeit in Aussicht stellen darf, und auch schon die 1. Lieferung in den Verkehr gebracht hat; denn, um die Anschaffung des Vademecums Jedwedem, der dessen bedürftig ist, möglichst zu erleichtern, ist vom Verfasser Veranstaltung getroffen worden, daß das neue Vademecum, außer in der completen Ausgabe, auch in vier Lieferungen zum Subscriptionspreise von je 2 M. baar bezogen werden kann. Mit Schluß des Jahres soll der Sub scriptionspreis erlöschen und dann ein erhöhter Preis von 12 M. eintreten. Es ist empfehlenswerth, daß man nicht säumen möge, von den durch den Verfasser gebotenen Vortheilen Nutzen zu ziehen, und sich das Merkchen zu eigen zu machen, welches, wie der Verfasser mit Recht sagen darf, „dem Sortimenter ein unentbehrliches Hilfs mittel, dem Verleger ein interessantes und manchen Fingerzeig geben des Handbuch, dem Gehilfen und Lehrling ein Compendium zur Er werbung tüchtiger Sortimentskenntnisse" und, ich setze hinzu, dem Freunde der Literatur ein nützlicher Rathgeber sein wird. I. Petzholdt. Lcssing-Bibliothek. Verzeichniß derjenigen Drucke, welche die Grundlage des Textes der Lessing'scheu Werke bilden. Zu sammengestellt von Carl Christian Redlich. Sep.-Abdr. a. d. neuen Ausgabe von Lessing's Werken rc. (Bd. 19. S. 675—764). Berlin 1878, Hempel. Preis 1 M. Wenn die Zahl Derjenigen, welche bisher erste Ausgaben Lessing'scher Schriften sammelten, eine verhältnißmäßig sehr geringe 298*
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