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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 04.12.1913
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1913-12-04
- Erscheinungsdatum
- 04.12.1913
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
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O 281, 4. Dezember 1913. Redaktioneller Teil. Börknbla« s. d. Tlschn Buchhandel. 13303 Krtegsministerium. Berlin, den 23. November 1913. Nr. 441/11. 13. B. 1 Betr. Kartenvertrieb der Landesaufnahme. Zu 2. I). Nr. 1484. I>. ?. Mit der Inkraftsetzung des Leipziger Abkommens vom 7. Oktober 1913 ist das Kriegsministerium unter der Voraussetzung einverstanden, daß eine Beeinträchtigung der Rechte der Vertriebsstellen-Vorsteher, die Schadensersatz-Ansprüche derselben zur Folge haben kann, unbedingt ausgeschlossen ist. pp. gez. Falkenhayn. An den Herrn Ches des Generalstabes der Armee, hier. Für richtige Abschrift Die Kassen- und Verwaltungsstelle der Landesaufnahme. (Iu.8.) gez. Sperber, Rechnungsrat. Allgemeiner Deutscher SuchhanLlungs-Gehilfen-Verband. Durch die Herren Koch L Oetinger in Stuttgart wurde uns für unsere Unterstützungskasse als Anteil des Ergebnisses der bei der Süddeutschen Buchhändlermesse 1913 erfolgten Versteigerung des historischen Federhalters und von Nelken durch Herrn Otto Petters-Heidelberg, sowie der in seinem Auftrag durch die Firma Koch L Oetinger gehaltenen Nachlese bei den beim Frühschoppen nicht vertretenen Stuttgarter Firmen die Summe von 232.85 überwiesen. Wir werden den Betrag den drei Fonds unserer Unter stützungskasse zu gleichen Teilen zuführen und bitten die betei ligten Herren, für die sehr willkommene Zuwendung unseren herzlichsten Dank entgegenzunehmen. Leipzig, 2. Dezember 1913. Der Vorstand. Otto Berthold. Mich. Hintzsche. Mich. Hohlfeld. Berliner Briefe. XI. <x siehe Nr. 258.) Die Vossische Zeitung. — Der Winter unseres Mißvergnügens. — Bibliothekswesen. — Berlin und das deutsche Geistesleben. — Vermischtes. Im Sommer 1911 berichtete ich an dieser Stelle, daß die älteste Berliner Zeitung, die Vossische Zeitung (kurz »Tante Votz« genannt), aus dem Besitz der Lessingschen Familie in den eines Frankfurter Bankkonsortiums übergegangen sei. Ich habe bei damaliger Gelegenheit ausführlich geschildert, was diese Zeitung für das Berliner Leben bedeutet hat und zum Teil noch jetzt bedeutet (Bbl. 1911, Nr. 143). Ich kann mich daher heute auf den kurzen Hinweis beschränken, daß die Vossische Zeitung in den Kreisen des alteingesessenen konservativen (nicht Partei politisch genommen) Bürgertums ihre Freunde hat und daß sie seit alters her weniger Wert auf Schnelligkeit als auf Zuver lässigkeit ihrer Nachrichten legte. Die Erwartungen, daß mit dem Besitzwechsel eine neue Ära für die alte Zeitung anbrechen würde, haben sich nicht erfüllt. Wohl sah man Versuche, den Umsatz durch Straßenverkauf zu heben, sowie einzelne Neue rungen im redaktionellen Teil einzuführen, aber die Absicht, die im Wettlaus der Berliner Zeitungen, in letzter Zeit etwas ins Hintertreffen geratene »Tante« wieder aus ihren historischen Platz zu bringen, wurde nicht erreicht. Nun ist die Zeitung nach knapp zwei Jahren wieder in andere Hände llbergegangen: Der Verlag Ullstein L Co. hat sie er worben. Er wird nun auf breiterer Basis das versuchen, was seinen Vorgängern nicht glückte. Wie mir der Verlag mitteilte, geht er dabei von zwei Gesichtspunkten aus- Redaktionell der Zeitung ihren ruhigen (ich mutz noch einmal den Ausdruck ge brauchen) konservativen Charakter zur Erhaltung des alten festen Leserstammes voll zu wahren (gerade bei der Vossische» Zeitung kann inan von treuen Lesern sprechen; ich kenne 5 oder 6 Fa milien, die sie halten, darunter nicht eine, die sie nicht schon mindestens 10 Jahre ununterbrochen hält). Für den Vertrieb, die Ausgabe, Jnseratengewinnung usw. sollen dagegen neue Grundsätze maßgebend sein. Hier soll der große Apparat des Ullsteinschen Zeitungsunternehmens ganz in den Dienst der neuen Tochter gestellt werden. Es ist zu hoffen, daß es unter diesen Umständen gelingt, die Altberliner Zeitung ohne Änderung ihrer Grundtendenz wieder lebensfähig zu machen. Wenn die Verleger wirklich so editionswütig wären, wie man ihnen dauernd nachsagt, dann hätten sie sich hier in Berlin sicher in den letzten Wochen auf dieHusten - und Schnupfen bekämpfungsliteratur geworfen. Der naßkalte No vember hat viel Krankheiten zu uns gebracht und im Verein mit der schlechten wirtschaftlichen Lage, die sich in wachsender Ar beitslosigkeit äußert, die rechte Weihnachtsstimmung im Handel noch nicht aufkommen lassen. Es kommt hinzu, daß das Reich für Anfang Januar eine neue Steuer in Aussicht hat, die speziell das Hausfrauenbudget belastet: die Dienstbotenkranken versicherung. Während man sich bisher durch Entrichtung von 9 .K bei einer Privatgesellschaft in jeder Beziehung sichern konnte, steigen jetzt, entsprechend den Leistungen, die Beiträge bis aus 46 »/k. Eine Abwälzung auf die Dienstmädchen selbst ist bei dem Mangel an Dienstboten in den meisten Fällen nicht nröglich, so wollen wir nur hoffen, daß der Beitrag nicht auf das weih- nachtlicheBücherbudget abgewälzt wird. Im Verlage des Antiquariats M. Breslauer er schien zum 60. Geburtstag des 1. Direktors der Königlichen Bibliothek Geheimrat Paul Schwenke eine Festschrift: Bibliothek- und Buchwesen, der ich folgende allgemein interessierende Mitteilungen über die erste Staatsbiblio thek in Berlin entnehme: »Der große Kurfürst, in so vielen Beziehungen der echte, geistige Ahne seines unsterblichen Nachfahren Friedrich des Zweite», hatte im Jahre 1681 die bis dahin private Bnchersammlnng des kurbranden- bnrgischen Hauses der öffentlichen Benutzung zugänglich gemacht. Sic zählte damals bereits 20 MV Bände und 1600 Handschristen und war in dem Ostsliigel des Schlosses, über der Hofapothekc ausgestellt. Schon ein Biertelsahrhundert später beabsichtigte Friedrich Wilhelm auf eine Eingabe des ersten Bibliothekars Handreich hin, einen eigenen Bau für die sich immer mehr erweiternde Büchersammlung ausfllhren zu lassen. Nun trug sich bekanntlich der der Entwicklung von Kunst und Wissenschaft in seinen Staaten wohlgesinnte große Herrscher während seiner ganzen Regierungszeit mit der Verwirklichung des großartigen Planes, den Lustgarten monumental auszugestalten und mit öffentlichen Bauwerken zu umgeben. Hier sollte sich ein würdiges Gebäude zur Unterbringung der Bücherei sowie der übrigen Sammlungen erheben. Die Vorbereitungen für den Bau sielen, wie aus einem im Staats archiv noch ausbcwahrten Aktenstück sich ergibt, in das letzte Regierungs- jahr des Großen Kursiirstcn. Nach dem Vertrage mit dem nieder ländischen Baumeister Michel Mattias Smidts sollte sich die Bibliothek 172»'
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