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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 05.04.1913
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1913-04-05
- Erscheinungsdatum
- 05.04.1913
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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Kleine Mitteilungen. Kino und Buchhandel. — Wir beabsichtigen nachstehende Ansrage an eine Reihe deutscher Schriftsteller z» richten und wären den Herren Kollegen — Verlegern und Sortimentern — verbunden, wenn sie auch ihrerseits dazu Stellung nehmen würden. Ihnen würde vor allem die praktische Aufgabe Zufällen, Mittel und Wege zu zeigen, wie einerseits das Verhältnis zwischen Autor und Verleger hinsichtlich dieser Frage am zweckmäßigsten im beiderseitigen Interesse geregelt werden könnte, und was andererseits vom Sortiment aus geschehen müßte, diese Bewegung in sein Bett zu leiten. Das erwähnte Schreiben lautet: »Die Verfilmung von Romanen zum Zwecke der kine- matographischen Darstellung hat in buchhändlerischcn Kreisen die Frage erstehen lasten, ob derartige Vorführungen dem Absätze der betr. Werke im besonderen, wie dem Verkauf belletristischer Werke überhaupt förderlich sind oder als eine Schädigung an gesehen werden müssen. Wie bei allen kulturellen Erscheinungen, deren Wirkung sich noch nicht abschätzen läßt, weil sie, ohnehin schwer abzugrenzen, erst in einer ferneren Zeit zutage tritt, hat auch die Krage der Beeinflussung der Literatur durch den Kinematographen im Buchhandel eine widersprechende Be urteilung erfahren. Während die eine Partei der durch den Kinematographen hervorgerufenen Bewegung eine ähnliche Rolle zuschreibt wie der immer weiter um sich greisenden Jllustrations- sucht in Büchern und Zeitschriften, durch die das Wort zurückgedrängt und das Nachdenken durch die »Anschauung« ersetzt wird, so daß Oberflächlichkeit und Sensationssucht an die Stelle von ernstem Eindringen i» die Gedankenwelt des Schriftstellers treten, glaubt die andere Partei, diese Bewegung vielmehr in ihren Dienst stellen zu müssen und sie für sich fruktifizieren zu können, da nach ihrer Meinung dadurch weite Kreise für die Literatur gewonnen und vom Kino aus den Weg zum Buche finden werden. Jedenfalls ist die Frage für den Schriftsteller wie sür den Buchhändler von wirtschaftlichen und ideellen Gesichtspunkten aus von Bedeutung, da, abgesehen von den rechtlichen Beziehungen des Verlegers zum Autor, beide sich in dem Interesse an einer möglichst weiten Verbreitung des Buches, als des natürlichen, jedem zugänglichen Ausdrucksmittels künstlerischer Gestaltung, begegnen. Wir wären Ihnen aus diesem Grunde zu Dank verpflichtet, wenn Ste »ns Ihre Anschauungen über den Einfluß des Kinos auf Literatur und Buchhandel Mitteilen würden, am besten in einer Form, die uns gestattet, sie zur unmittelbaren Kenntnis der Leser des Börsenblattes für den Deutschen Buchhandel zu bringen.« Ausstellungen 1913. — Wir bringen nachstehend ein Verzeichnis der wichtigeren Ausstellungen des Jahres 1913, soweit sie für den deutschen Buch- und Kunsthandel von Interesse sind und für die fast alle deutschen Eisenbahnen nach Maßgabe besonderer Bedingungen Fracht vergünstigungen gewähren. Die Rückfendungssrist der Ausstellungs gegenstände beträgt, wenn nicht anders bemerkt, 4 Wochen nach Schluß jeder Ausstellung. Nähere Auskunft über die zur Anwendung kommenden Tarife usw. erteilen die Eisenbahnverwaltungen. Amsterdam, 18. Juli—18. September. Internationale graphische Ausstellung. Berlin, 8—14. Mai. Papier-Jndustrie-Ausstellung. Berlin, Anfang Mai — Ende September. Große Berliner Kunst- Ausstellung. Breslau, 2V. Mat—31. Oktober. Kultur- und geschichtliche Aus stellung zur Jahrhundertfeier der Freiheitskriege s frachtfreie Be förderung der Ausstellungsgüter hin und zurück auf sämtlichen deutschen Bahnen). Frankfurt a/M., 19.—29. April. Ausstellung für Geschäftsbebarf und Reklame. Gent. Vom 29. April ab. Weltausstellung. Hamburg, vom 19. Juni—31. Juli. Ausstellung des Verbandes deutscher Kunstvereine. Königsberg, 9. April—31. Mai. Kunstausstellnug. Leipzig, Anfang Mai—Ende Oktober. Internationale Baufach- Ausstellung. Mit Sonderausstcllungen. lNücksendungssrist bis 31. Dezember 1918.) Magdeburg, Kunstausstellung des Kunstvereins St. Lucas. Dauert das ganze Jahr hindurch und wechselt monatlich. Mannheim, 1. Mai—39. September. 11. Ausstellung des Deutschen Künstlerbundes. München, 1. Juni—31. Oktober. Internationale Kunstausstellung. lRücksendungsfrist 2'/- Monate.) * Oldenburg jGroßh.), 9. April—9. Mai. Nordwestdeutsche Kunst ausstellung. Paderborn, 21. Juni—8. September. Gewerbe-, Industrie- und Kunstausstellung. Saarbrücken, 19. April—21. Mai. 1. Große Kolonial-Ausstellung. Stuttgart, 1. Mai—18. Oktober. Große Kunstausstellung. sRtick- sendungsfrist 8 Wochen.) Würzburg, 14.—19. August. Allgemeine Ausstellung von Hilfs mitteln und Sanitätsartikeln sür den Rettungsdienst im weitesten Sinne, sowie von Lehrmitteln und Darstellungen sür das Sani tätswesen im Kriege. Der 3. internationale Kälte-Kongreß wird im September in New Jork und Chicago abgehalten. Rene Bücher, Kataloge etc. .larsllatsloA ovor kiorsll lütteratur 1912 aargaug av »tivar- av Oie. vydrvack. 8». 88 8. Kristiania 1913, lakod Personalnalhrilhten. Johannes Tresstz st. — I» Weimar ist am 3. April der Leiter des Großherzoglich Sächsischen Geheimen Haupt- und Staatsarchivs und des Ernestinischen Gesamtarchivs, vr. Johannes Tresstz, im Alter von 48 Jahren plötzlich gestorben. Unter seinen wissenschaftlichen Veröffent lichungen ist die Schrift »Aursachsen und Frankreich 1852—1887« her- vorzuhcben. SpreWal. Zur Rabattfrage. <Vgl. Nr. 85, 58, 69 u. 61.) Der geringe, unzureichende Rabatt bei Schulbüchern ist uns Sortimentern bekannt, es ist leider auch noch keiner Vereinigung ge lungen, dagegen Front zu machen resp. sich zu wehren! löbliche Aus nahmen gibt es ja. — Nachstehender Rabatt resp. Verdienst setzt aber wohl allem die Krone auf. Im Verlag von M. Diesterweg, Frank furt a. M., ist »Schäfer u. Krebs, Biblisches Lesebuch, Ausgabe L« erschienen: dasselbe kostet 2^29^ ord., 1^92>) netto --- ca.12>/2^, bei Bezug von 19 Exemplaren 19 29 H bar, 22 ord., Porto für 2 Postpakete 1 Verdienst 1 89 H -- ca. 8A, wofür möglichst noch 1 Jahr kreditiert werden soll. Bleibt nur 1 Exemplar am Lager und erscheint im nächsten Jahre eine neue Auflage, so ist bei diesem Geschäft nicht mit einem Verdienst, sondern mit Verlust zu rechnen. Man fragt sich nun: warum dieser Mangel an Rücksicht nahme? Das Buch umfaßt 22 Bogen, Abbildungen und Karten, und ist gebunden, also bei 2 59 4 noch spottbillig und konkurrenzlos. In diese 39 ^ hätten sich Verleger und Sortimenter teilen können, dergestalt, daß letzterem wenigstens ein Rabatt von 29 A cxkl. Fracht verbleiben würde. Emden. W. Schwalbe. Über das Austragen adressierter Briefe. Die letzthin mehrfach zur Sprache gekommenen Übergriffe der Post gegen die Zeitschriftcnbeilagen geben mir Veranlassung, an dieser Stelle auch einmal anzufragen, wieweit die Post das Monopol auf Briefschaften hat, die man durch seinen eigenen Boten aus tragen läßt. Ich nehme an, daß ich selbstverständlich berechtigt bin, meinem Boten auf seinen Wegen geschlossene und adressierte Briefe mitzugeben, die entweder schriftliche Mitteilungen an Ortseinwohner oder Prospekte oder dergl. enthalten. Und zwar in beliebiger Anzahl. So habe ich auch vor Weihnachten eine größere Menge (etwa 1000) Drucksachen in geschlossenen und adressierten Kuverts austragen lassen. Nun haben die Briefträger meinem Boten gesagt, daß sie ihn anzeigen würden, wenn sie ihn nochmals mit Briefen auf der Straße treffen würden. Ich habe daraufhin den Rest der Briefe öffnen und sie als offene Drucksache anstragen lassen. Auf meine Erkundigungen wurde mir der Bescheid, daß die Post das Monopol ans die Beförderung aller verschlossenen und offenen adressierten Briefe habe und ich mich bei einer Wiederholung meiner Manipulation strafbar machen würde. Ich wäre für eine entsprechende Belehrung dankbar. Vielleicht hat einer der Herren Kollegen schon in praxi einen solchen Fall mit darauf folgender Anzeige durchgemacht? C. K. L cruiitwvrlUlver Neüatteur: IN l l r h o m a ö. — Verlag: Der VSrsenveret »der Deutschen Buchhändler zu Leipzig. !L cmimes Bucht,ändlerhuus, Hospttalstratze. Druck: Stamm L Seemann. Sämtlich tu Leipzig, e-Adresse der Redaktion: Letpzig-R., Gerichtsweg 111.
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