Künftig erscheinende Bücher. 77, S. April lSl3. T Verlag /uvErtt'er'a.trrr" und o^unE München Im April erscheinen: Traugott Tamm Die Hingstbcrger Roman Umschlag- und Einbandzeichnung von Wilhelm Schulz Geheftet 4 Mark 50 Pf,, gebunden 6 Mark Dem bisherigen Schaffen Traugott Tamms, das von reicher Anerkennung und starkem Erfolg begleitet war, reiht sein neuer Roman sich als schöne Erfüllung hoher Erwartung an. Ein Fluß der Geschehnisse ist in diesem Buch, ein Reichtum an Tat und Leid, an lebendiger Wirklichkeit und innerem Erleben, daß jedermann von diesem weitgezogenen Lebensausschnitt gefesselt die Schicksale seiner Hauptgestaltcn miterlebcn wird. Mit wenig Worten läßt sich ein so reicher Stoff kaum andeuten. Der Zug zur Stadt, der in das kleine Hingstberg in der Heide vor der Hafenstadt Unfrieden und Unglück bringt, führt auch den jungen Jens Oie in daö tätige Leben des Handelsemporiums. Trotz Irrens und Fehlens geht er seinen Weg. Wie er alü Kaufmann von Erfolg zu Erfolg schreitet, so steht er am Schluffe auch als Sieger über sich selbst da und gehr dem inneren Glück entgegen. Um ihn herum eine Fülle von Gestalten, von wechselvollen, seltsam mitein ander verschlungenen Schicksalen. Das Zerfallen eines reichen HauseS und der Aufstieg des jungen Jens Ole, der sich schließlich von einer unwürdigen Liebe loöreißt und damit die schöne und gute Oda gewinnt, ist der Hauptinhalt des BucheS, verwoben in ein volles, farbensattes Bild des Lebens einer Hafenstadt, der menschlichen Leidenschaften, glückhafter und schmerzvoller Herzensereignisse. Man kommt nicht los von diesem Buch, ehe man cs in sich ausgenommen hat, und noch lange nicht darüber hinaus. Karin Michaelis-Stangeland Graf Sylvains Rache Roman Einzige berechtigte Übersetzung aus dem Dänischen von Mathilde Mann Umschlag- und Einbandzeichnung von AlphonS Woelsle Geheftet 5 Mark, gebunden 4 Mark In diesem Roman geht es hoch und vornehm zu. Es kommen — von der Dienerschaft abgesehen — nur Grafen und Barone vor. Da cs Menschen der Jetztzeit sind, will die Geschichte, in der sie handeln müssen, nicht recht zu ihnen paffen. Karin MichaMis wäre nicht die begabte Schriftstellerin, deren sicheres Können zuletzt ihr Novellenband „Jens Himmelreich" erwiesen hat — vom „Gefährlichen Alter" spricht man ihr gegen über längst nicht mehr —, wenn sie daö Gewagte ihrer Fabel nicht selbst erkannt hätte. MlftSlMLMltL