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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 19.05.1913
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1913-05-19
- Erscheinungsdatum
- 19.05.1913
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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5328 Börsenblatt f. d. Dlschn. Buchhandel. Redaktioneller Teil. 112, 19. Mai 1913. fall aufgcnommcnes Hoch aus seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausklingen. Als Ehrengabe überreichte dann eine Abordnung des Personals Herrn Borstell ein» prächtige, in Silber getriebene, mit den Medaillons Friedrich Nicolais und Fritz Borsteils geschmückte Vase. Hieran anschließend ergriss Herr Julius Schirmer das Wort, um im Namen des gesamten Personals sür das schöne Fest zu danken. Er erinnerte an die Zeit der Befreiungskriege, an Theodor Körner. Eingedenk der Zeit vor 10V Jahren sagte er von der Firma: »Du durftest Körners hehren Liedern lauschen, In deinen Räumen hat er ost geiveilt. Du hörtest seines Brunnens heil'ges Rauschen, Bis ihn zu früh der Heldentod ereilt.« Wir alle, so hob der Redner hervor, sind stolz daraus, an dem großen Werk mitgewirkt zu haben, und sind uns der Bedeutung der 200-Jahr- seter der Firma voll und ganz bewußt. Der 8. Mai habe es ja gezeigt, mit welchem Interesse Behörden, Korporationen und die weitesten Kreise an der Firma und ihrer Jubelfeier Anteil genommen hätten. Wir wollen, so schloß der Redner, auch seiner unsere Kräfte dafür cin- sctzen, daß die Firma sich immer weiter entwickeln möge. Ein drei faches Hoch aus die Nicolatsche Buchhandlung und deren Inhaber durch brauste den Saal. Herr Schulze, Leiter deS Zweiggeschäftes, sprach auf die Damen, die heute als Gäste der Firma erschienen seien, und besonders aus Frau Marie Reimarus, die Witwe des verstorbenen Chefs, und Frau vr. Georg Partei, die Schwester des Herrn Borstell. Aus dem Kreise der Gäste gedachte Herr Albers in humorvoller, von reichem Beifall begleiteter Rede der zahlreichen Mitarbeiterinnen der Firma. Ein flottes Tafellied folgte, und nachdem schon vorher die ge schmackvoll ausgestattcte Festschrift allen Teilnehmern cingehändigt war, bildete die Verteilung einer originellen »Jubiläums-Luxus-Aus- gabe 1018« von »Neue Beiträge zur Geschichte des Tabaks« für die Herren und von »Süßigkeiten aus alter Zeit« für die Damen den Be schluß des Festmahls. Nach Aufhebung der Tafel erfreuten 8 Herren des Hauses die Anwesenden durch ihren Gcsangsvortrag der beiden Körner-Lieder: »Du Schwert an meiner Linken« und »Vater, ich rufe dich«. Sodann folgte das von Herrn Schirmer verfaßte, und von Damen und Herren des Hauses flott dargcstellte und wohlgelungene Festspiel: »Ein Stündchen bei Nicolai« oder »Einst und jetzt«. Rau schender Beifall lohnte Verfasser und Mttwirkenbe. Bald trat dann der Tanz in seine Rechte, der noch durch ein liebliches Damenterzett, durch schönen Sologesang des Herrn Schwarz und der Frau Stein müller, sowie zwei köstliche, humorvolle Dialektvorträge der Herren Schneider und Schirmer unterbrochen wurde. Erst in der sechsten Morgenstunde, als die Sonne schon hell durch die Fenster strahlte, sollen die Letzten aufgebrochen sein! Das ganze schöne, durch keinen Mißton gestörte Fest darf als glän zend gelungen bezeichnet werden und wird allen Beteiligten unvergeß lich bleibe». »Saldo«, Verein jüngerer Buchhändler in Hannover. — Der Vorstand hatte sich kurz vor Ablauf des 30. Vereinsjahres veranlaßt gesehen, dem Verein ein neues Heim ausfindig zu machen, und ist nach langem Suchen nun auf einstimmigen Beschluß der Mitglieder bas »Kriegcrheim«, Nikolaistraße 10, gewählt worden, woselbst nun im Zimmer 2 an jedem ersten und dritten Donnerstag im Monat die Sitzungen stattsinden, zu denen gleichgesinnte Kollegen als Gäste stets herzlich willkommen sind. Weitere zwanglos-gesellige Zusammenkünfte sollen an warmen Sommerabenden mit Familien angehörigen je nach vorheriger Vereinbarung in verschiedenen Gartenlokalen der Stadt stattfinden. Am Htmmelsahrtstage und dessen Vorabend beging der Verein alter Tradition gemäß sein Stiftungsfest, das mit einem Herren kommers im Brauergildehause eingeleitet wurde. Drei Reden, die den im Verein herrschenden guten Geist, seine Zwecke und Ziele trefflichst kennzeichncten, verdienen neben den sonstigen Darbietungen besondere — wenn auch hier nur kurze Erwähnung. Der 2. Vor- sitzende, Herr Riedel, betonte die große nationale Erregung, die augen blicklich durch das deutsche Volk gehe, hervorgcrusen einmal durch die Erinnerung an die große Zeit vor hundert Jahren und zum anderen durch die ernste, politisch-kritische Lage der Gegenwart. Redner ver wies in seinen Aussithrungen über die Zeit der Befreiungskriege aus ein dreisaches Moment, das die damalige gewaltige Zeit beherrschte und den deutschen Volksstämmen die Macht gab, das Joch der Fremd herrschaft abzuschlltteln: zum ersten den christlichen Idealismus, zum anderen die Erbitterung gegen die angetane Schmach und zum dritten die fröhliche, unbegrenzte Opserwilligkeit in allen Kreisen der Nation. Nach einem kurzen Abriß über die wechselvollen Schicksale des deutschen Volkes und insbesondere Hannovers in den verflossenen hundert Jahren, schloß der Redner mit der Mahnung, allezeit in demselben Geist wie unsere Vorfahren für die Größe und den Ruhm des Vaterlandes einzutreten, welchem Gelübde die Kest- vcrantworUl^er Redakteur: TmilThomaS. — Verlag: Der Bvrlcnverci Versammlung in einem begeisterten Hoch aus dasselbe Ausdruck gab. Die eigentliche Vereins-Festrede hielt der Ehrenvorsitzende, Herr Otto Steinbicker, seinen Ausführungen das Thema zugrunde legend: »Vergangenheit, Gegenwart und Zukunst des Saldo«. Von der Gründung des Vereins, der bei weitem die älteste aller hannoverschen buchhänblerischen Korporationen bildet, ausgehend, beleuchtete der Fest redner in knapper, aber äußerst anschaulicher Weise den Zweck und die Ziele des »Saldo«, hob den Wert der Pflege kollegialen Lebens, der Förderung von Berusssreudigkcit und Standcsbcwußtsein hervor und pries den Verein als das Vercintgungsband zwischen Prinzipalität und Gehilfenschaft. Die interessante, Wechsel- und er eignisreiche Geschichte des im ganzen deutschen Buchhandel hochange sehenen Vereins »Saldo« liefert den Beweis, wie ernst er es stets mit der Erfüllung seiner Ausgaben im Dienst des hannoverschen Jungbuchhanbeis genommen hat, und gibt bet den heutigen veränderten wirtschaftlichen Verhältnissen der gegenwärtigen Leitung des Vereins wertvolle Anregungen, trotz allen An feindungen von seiten radikaler Elemente in der deutschen Buchhandlungsgehilsenschast auch in Zukunst in gleicher idealer und praktischer Gesinnung weiterzuwirken zum Heile des deutschen Buchhandels. Herr Karl Naucke >M. L H. Schaperj dankte im Namen der Gäste und gab seiner lebhaften Freude über den im »Saldo- herrschenden Geist Ausdruck. — Am Htmmelsahrtstage sand ein Ausflug nach Gehrden statt, der jedoch unter der Ungunst der Witterung zu leiben hatte, desto gemütlicher aber war es am Abend im »Kriegcrheim«, woselbst bet Musik und Tanz die diesjährige Ge burtstagsfeier des Vereins ei» harmonisches Ende fand. IV. k. Reue Bücher, Kataloge etc. Oatalogua cko ia llidiiathögua Lröciausa. kkenkermant ckes livres sur I'bistoirs et I» topoxrapkio ckss?a^s-öas. OSograpkis. dlosurs et coutumes. ^armani la guatriöme Partie ckes eolleolions cke dl. -X. 9. klijlanck ä lllrecdt. Üa vente aura iieu las 13.—16. dlai 1013 saus Ia ckireetion cke Xl. dl. Ik. XV. L. cke Vriss, axparts, ckans dl. dlartiuus klijbolk, 1-ibrairie L 1a Uaz-e, 1013. kl. XV. ?. cka Vrias, Lmstsrckam. dlartinus Uijirokk, I-a Uave. I,ex.-8". 184 8. 1544 kirn. Allgemeine Militär- und Sport-Bibliographie. Monatsbericht über die Militär- und Sportliteratur des In- und Auslandes. Organ für militärische Winterarbetten nebst literarischen Aussätzen und Besprechungen. XXII. Jahrgang. 1013. Nr. 3. März. Verlag von Zuckschwerdt L Co. in Berlin-Steglitz. 8". S.41—SS. Persoualmichrichteil. Adolf Wahrmund f. — In Wien ist am 15. Mai der ehemalige Professor der arabischen Sprache an der orientalischen Akademie vr. Adolf Wahrmund im 86. Lebensjahre gestorben. Aus der Zahl seiner wissenschaftlichen Veröffentlichungen, die sich besonders aus Grammatik und Lexikographie der arabischen Sprache beziehen, sind das -Arabische Wörterbuch» <187k>, das »Praktische Handbuch der neu-arabischen Sprache« s3. Ausl. 1888j und zwei ebensolche der osmanisch-türkischen und neu-persischen Sprache (2. Ausl. 1884 u. 1889) zu erwähnen. Sprechsaal. Der neue Ainrichssche Drei-Jahrskatalog. <Vgl. Nr. 8K, 01, 104 u. 108.) Ich möchte mich in der.Frage drei- oder fünfjähriger Kataloge ganz entschieden aus die Seite des Kollegen Lang stellen, da auch ich dieser Änderung, die sowohl Hinrichs als Georg getroffen haben, nur wenig Geschmack abgewinnen kann. Es hat ja auf den ersten Blick etwas Bestechendes, so bald des zeitraubenden Nachschlagens in den Halb- resp. Vierteljahrskatalogen enthoben zu sein, aber das Ende trägt die Last. Abgesehen noch von der schnellen Entwertung der Halbjahrskataloge, darf man nicht vergessen, daß man selbst in unserer so schnellcbigen Zeit doch häufig Bücher bedarf, die zehn oder fünfzehn Jahre alt sind. Bisher brauchte man nur 2 oder 3 Kataloge einzusehen, während man in Zukunft deren immer wenigstens 3 und evcnt. sogar 5 nachschlagen muß. Wir hier in Holland sind besser daran. Wir haben eine Jahres liste, die später in eine zehnjährige zusammengefaßt wird. Ob dies nicht auch sür Deutschland möglich wäre? Die Mühe des Nachschlagens in der Zeit vor dem Erscheinen des Sammelkatalogs bliebe dieselbe, und nachher wäre sie sehr viel geringer. Amsterdam. . Paulus Müller. > der Deutschen Buchhändler zu Leipzig, Deutsches Buchhändlerhauü, Hvspttalstraße. er Redaktion: Leipzig-R», Gerichtsweg 28 (Buchhändlerhauöj.
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