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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 02.04.1913
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1913-04-02
- Erscheinungsdatum
- 02.04.1913
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- Deutsch
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und Vorführungen. Die Verhandlungen befaßten sich zum großen Teil mit der Verwendung der Nöntgenstrahlen zur Erkennung von Lungen- und Magenkrankheiten und behandelten wichtige technische fragen, besonders die in letzter Zeit vielgenannte Röntgenstercoskopie und -kincmatographie. Zum Vorsitzenden für das nächste Jahr wurde Professor Levy-Dorn (Berlin) gewählt. In Österreich verboten.— Die 120 Tage von Sodom oder die Schule der Ausschweifung, von Marquis de Sa de. Erste und voll ständige Übertragung ans dem Französischen von Karl von Haverland. Privatdruck, 1909. — Choisy le Conin, Die Grenquillere. Ein Mappenwerk in 15 Blättern. Gedruckt für Heinrich Conrad und seine Freunde. — Epigramme des Clement Marol, übersetzt von Margarethe Beutler, herausgegeben von Friedrich Treske, verlegt bei Georg Müller, München und Leipzig, 1908. Post. — Der gegen Mitte November 1912 bei den Falkland-Jnseln ge strandete Dampfer »Oravia« der Pacific Steam Navigation Company hatte, wie erst jetzt bekannt geworden ist, in La Rochelle-La Pallice (Ab fahrt am 20. Oktober 1912) eine sehr große Zahl von Postpaketen für Chile, Peru und Bolivien an Bord genommen, die bei dem Unfall nur zum Teil geborgen sein sollen. Unter dieser Ladung können sich auch aus Deutschland herrührcnde Pakete für die genannten Länder befunden haben, namentlich solche, die in der Zeit vom 4. bis 17., spätestens bis 18. Oktober früh von den Grenzausgangspostanstalten nach Frankreich weitergesandt worden waren. Näheres ist hierüber nicht bekannt. Die mit dem Dampfer »Oravia« abgegangenen deutschen Briefposten für Concepcion (Chile) und Valparaiso (durch die Magellanstraße — mit Sendungen, die auf Verlangen der Absender auf diesem Wege zu be fördern waren —) und für Punta Arenas (mit den etwa in der Zeit vom 12. bis 20. Oktober in Deutschland aufgelieferten Sendungen) sind dem Vernehmen nach gerettet und mit späteren Beförderungsgelegen heiten nach ihren Bestimmungsorten weitergesandt worden. Internationale pharmazeutische Ausstellung. — Der Allgemeine österreichische Apothekerverein veranstaltet vom 6. bis 28. September in den Sälen der Gartenbaugesellschaft in Wien eine Internationale pharmazeutische Ausstellung. Diese wird sich nicht ausschließlich als eine Apothekerfachausstellung repräsentieren, sondern soll in ihren Nahmen auch verwandte Zweige und Hilfswissenschaften einbcziehen. Gleichzeitig ist sie als Beitrag der österreichischen Apothekcrschaft zu den Veranstaltungen der in diese Zeit fallenden 85. Versammlung deutscher Naturforscher und Arzte gedacht. Das Deutsche Zcntral-Komitcc zur Bekämpfung der Tuberkulose hält seine Generalversammlung im Neichstagsgebäuöe in Berlin am 8. Mai ab. Das Vortragsthema lautet: »Heilstätte und Kranken haus in der Versorgung der Tuberkulösen.« Der internationale Verein für medizinische Psychologie und Psycho therapie wird seine Jahresversammlung in Wien und zwar am 18. und 19. September unmittelbar vor dem Beginn des Arzte- und Natur- forschcrtages abhalten. Das Programm wird rechtzeitig bekannt- gegeben werden. PersglnilnkchnAen. 50 jähriges Bcrufsjubiläum. — Am gestrigen 1. April waren 50 Jahre verflossen, seit Herr Albert Hilgenberg t. Fa.: Hermann Schultze in Leipzig unserm Berufe angehört. Am 1. April 1863 kam er zu E. F. Steinacker in Leipzig in die Lehre, nach deren Be endigung ihn seine Wanderjahre ins schöne Österreich, in die Kaiser stadt Wien, führten. Nach Leipzig zurückgekehrt, trat er am 1. No vember 1876 als Teilhaber von Paul Gerhard Schultze in das vom Ver lage abgetrennte Kommissionsgeschäft der Firma Hermann Schultze ein. Die beiden Inhaber Übernahmen am 1. Januar 1881 auch den Ver lag des Hauses, der bis dahin im Besitze der Witwe des Gründers, der wiederverehelichten Frau Professor Haenel, gewesen war. Nach dem Tode Paul Gerhard Schultzes, am 3. Oktober 1882, führte Hilgenberg das Geschäft in Gemeinschaft mit der Witwe weiter, bis er nach ihrem Ausscheiden am 22. April 1891 Alleininhabcr der Firma wurde. Am 1. November 1901 konnte er unter Teilnahme vieler Kollegen sein 25jähriges Jubiläum als Inhaber der Firma feiern, dem sich jetzt das 50 jährige Berufsjubiläum anschließt. Seit 1. Juli 1908 wurde das Geschäft in die Interessengemeinschaft der Firma K. F. Koehler ein bezogen, in der Herr Hilgenberg noch heute in dem Sondergebiet, das er sich Vorbehalten hat, eifrig tätig ist. Unseren herzlichsten Glück wünschen zum Jubiläum werden sich weite Kreise des Buchhandels, be sonders aus der Zahl der Kommittenten der Firma Schultze, wie auch die vielen Leipziger Freunde des Jubilars gern anschließen. vpreoMal. (Ohne Berantwortunli der Redaktionjedoch unterliegen alle Einsendnngen den Bestimmungen Uber die Verwaltung des Börsenblatts.) Der Betrieb einer SortimentsbuchhandLung, ein gewinnbringendes Unternehmen. Erkennen und Bekennen. Lebhaft stelle ich mir vor, wie die Überschrift bei den meisten Inhabern von Sortimentsbuchhandlungen Kopfschütteln und anfäng liches Verwundern erregen wird, daß ich nach Verkauf meines eignen Geschäftes anderer Ansicht geworden bin. Aber durch die zunehmende Aufnahme buchhändlerischer Artikel in Ge schäften anderer Zweige, wie in Papierhandlungen, in Buchbindereien und Warenhäusern, wird eine Gewinnfähigkeit beim Bllcherverkauf bewiesen, die man dort noch durch lebhafte Verwendung dafür bestätigt. Die Nachfrage nach Lesestoff in Buch-, Broschüren- oder Zeitschriften form wurde im Laufe der Jahre bei dem gesteigerten Bildungsstande und der erweckten Anteilnahme aller Kreise für die verschiedensten Gebiete zu einem so starken, daß ihr der vorhandene Sortimenterstand heute kaum mehr in der erforderlichen Weise genügen kann. Dazu kommen die Vergünstigungen der Verlagsbuchhandlungen, die sich bei tätiger Verwendung bis zu 50 <>/<, steigern lassen, mit Ausnahme solcher Artikel, für deren Absatz sie auch ohne günstige Gewinnversprechungen unbe sorgt sind, oder deren Vertrieb sie möglichst allein in die Hand nehmen wollen. Auch ist mehr ein Zuviel an neuen leicht verkäuf lichen Büchererscheinungen, als ein Mangel vorhanden. Es ergibt sich aus all diesem, daß bei sorgfältiger Berücksichtigung sämtlicher mit wirkenden Umstände auch in Geschäften, die den Bücherverkauf als ein zigen Erwerbszweig betreiben, ein Verdienst an ihm nicht nur möglich ist, sondern auch gewiß sein müßte. Aus einem Saulus zu einem Paulus geworden, will ich in folgen dem ohne Anmaßung, das Richtige gefunden zu haben, kurz in groben Zügen die wichtigsten Mittel angeben, die, richtig befolgt, auch den Sortimenter sicher zum Verdienst führen. Natürlich muß dabei vorausgesetzt werden, daß sein Geschäft überhaupt lebensfähig ist, d. h., daß die nötigen Geschäftsunkosten (Verzinsung des Anlagekapitals, Ladenmiete, Steuern und Gehälter) im richtigen Verhältnis zu dem Gewinn aus dem Warenverkauf stehen. Die Mittel heißen: Geordnete Buchführung — Erspa rung unnötiger Unkosten — Gesunde, aufmerksame Geschäftsleitung. Geordnete Buchführung. Empfehlender Worte über die Notwendigkeit und den Nutzen einer geordneten Buchführung, der Grundbedingung jedes Geschäftsunter nehmens, bedarf cs Buchhändlern gegenüber nicht. Es liegt auch bei dem öfteren Fehlen derselben nur an mangelnder Erziehung dazu oder an der Befürchtung vor neuer Arbeit. Diese ist nach den erfolgten Neueinrichtungen eine äußerst geringe, und die freilich jährlich nötige Jnventurarbeit, die sich von Jahr zu Jahr vereinfacht, bringt durch die Einprägung der festen Lagerbeständc mehr Nutzen an Reingewinn als die weit mühevolleren O.-M.-Arbciten. Ein solches Bedenken wird daher beim Gebrauch schwinden. Mir erscheint für die Sortimentsbuch handlungen am geeignetsten die verbesserte amerikanische oder auch die kombinierte doppelte Buchhaltung, System Huber genannt, mit ihrer jederzeit möglichen Selbstkontrolle iiber die vorgenommenen Eintragun gen, mit ihrer Berechnung des Verdienstes gleichzeitig aus Inventur und Betriebsergebnissen und mit ihrem einfachen Buchungsverfahren. Dabei gewährt sie volle Sicherheit und zur dringenden Berücksichtigung sofortige Kenntnis über die Veränderung der einzelnen Vermögens- grnppen im Soll und Haben. Der Sortimentsbuchhandel leidet in den meisten Fällen an einem zu großen festen Lagerbestande, der von Jahr zn Jahr sich noch unver hältnismäßig vergrößert und die Ladenmiete durch seine vermehrten Naumansprüche über Gebühr erhöht. Hiervor warnt nach der Inventur alle Jahre wiederkehrcnd das Lagerkonto und mahnt unaufhörlich zum Wandel. Aus dem ihm eigenartigen Selbstvertrauen, gepaart mit der Liebe zum Buch, und auch oft im übertriebenen Wettbewerb hat der Buchhändler das ganze Jahr hindurch hoffnungsvoll sein Lager mit festen Vorräten über Bedarf angefüllt und dadurch neues Betriebs kapital unverzinslich fcstgelegt. Es kann ihm aber diese Schwäche mit der Zeit die gesamte Geschäftsentwicklnng selbst hemmen oder schädlich ans sie wirken. Außerdem sind viele Sortimenter, durch den festen Ladenpreis im Buchhandel verwöhnt, in einer Wertbestimmung der einzelnen Bücher unerfahren, wodurch ihre unverkauften Bestände, zu Ladenhütern geworden, falsch eingeschätzt werden, ihnen meistens un verkäuflich bleiben, Raum wegnehmen und die Jnventurarbeit wie die llbersicht erschweren.
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