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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 01.10.1913
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1913-10-01
- Erscheinungsdatum
- 01.10.1913
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- Deutsch
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Redaktioneller Teil. 228. 1. Oktober 1913. übernahm Falk das Geschäft auf eigene Rechnung und gab ihm die Firma seines Namens, unter der es fast 20 Jahre bestanden hat, bis es am 1. Oktober 1892 von seinen Söhnen, den Herren Josef und August Falk übernommen wurde, die es unter abermaliger Änderung der Firma in ihren gegenwärtigen Wortlaut weiterfllhren. Ein silbernes Jubiläum kann am 1. Oktober die Firma Emil Mönnich vorm. Hans Gnad in Würzburg begehen, die am 1. Oktober 1888 von Hans Gnad als rein wissenschaftliches Sortiment und Antiquariat gegründet wurde, und bald einen guten Aufschwung nahm. Im Jahre 189-1 wurde die juristische Abteilung an Car! Amslinger in Firma Gnad L Cie. in Würzburg abgegeben, während Gnad die medizinische Abteilung und das Antiquariat behielt, bis ihn ein tückisches Leiden, dem er bald erliegen sollte, zwang, das Ge schäft am 1. Januar 1904 an Herrn Emil Mönnich, den jetzigen In haber, abzutreten. Unter Herrn Mönnichs Leitung hat sich das Ge schäft erfreulich weiterentwickelt; im Jahre 1909 erwarb er die juri stische Abteilung wieder zurück, die wegen Platzmangels als Filiale in besonderem Lokal verwaltet wurde, bis der Neubau des Ge schäftslokals, der Anfang dieses Jahres unter Hinzunahme eines Nachbarladens beendet wurde, ihre auch räumliche Vereinigung mit dem Geschäft zulicß. Neben dem Sortiment hat sich auch das Anti quariat gedeihlich entwickelt, wovon 65 stattliche Antiquariats-Kataloge beredtes Zeugnis geben. 3lr. Das Aktienkapital bei der handclsgerichtlichen Eintragung. — Wegen Vergehens gegen 8 313 Abs. 1 HGB. hat das Landgericht Erfurt am 18. Februar 1913 die Kaufleute L. und M. zu Geldstrafen ver urteilt. Es handelte sich darum, daß der Vorstand einer Aktiengesell schaft bei deren hanöelsgerichtlicher Eintragung nicht im Besitz des gesetzlich bestimmten Prozentsatzes des Aktienkapitals gewesen war. L. und M. hatten zusammen eine Aktiengesellschaft gegründet, wobei M. der Hanptinteressent war und auch allein über die auf das Aktienkapital eingezahlten Gelder verfügte. L. wurde zum Vorstand der Gesellschaft ernannt, währnd M. als Geschäftsführer fungierte. Tatsächlich aber übte M. auch weiterhin die Befugnisse des Vorstandes aus und ver weigerte L. die Auslieferung der Gelder. Als nun L. als nomineller Vorstand die Aktiengesellschaft zum Handelsregister anmeldete, befand er sich nicht einmal im mittelbaren Besitze der Mindestsumme von */« des Aktienkapitals. Seine bei der Anmeldung abgegebene Erklä rung, ^4 der Gelder sei eingezahlt und im Besitze des Vorstandes, war also wissentlich unwahr. Daher trat nach 8 313, Abs. 1 HGB. die Be strafung ein. L.'s Revision, die den Nachweis des Nichtbcsitzcs des Aktienkapitals bemängelte, hat das Reichsgericht als unbegründet ver worfen, da hinreichend festgestellt sei, daß nicht der Vorstand L., son dern der Geschäftsführer M. die Gelder besessen habe und somit der Tatbestand des in Frage stehenden Delikts einwandfrei gegeben er scheine. (Aktenzeichen 2 19. 415/13.) Zur Pflege des Deutschen an amerikanischen Universitäten. — In dem soeben begonnenen Studienjahr —1914 sind an der Kolumbia- Universität in New Zork zwei ordentliche Professoren, Carpenter und Thomas, sechs Hilfsprofessoren, Vagster Collins, Hervey, Tombo, Remy, Lizauer und Heuser, sowie zwei Dozenten, Porterfield und Richard, zusammen zehn Lehrkräfte, tätig. Die Vorlesungen behandeln vor allem deutsche Literaturgeschichte, und zwar von den frühesten Zeiten bis znm 19. Jahrhundert, und gesondert sowohl das 19. Jahr-j hundert wie die zeitgenössische deutsche Literatur. Mit Goethes »Faust« beschäftigen sich zwei Kurse, während je ein Kursus »Heinrich v. Kleist und seine Stellung in der Entwicklungs geschichte des deutschen Dramas«, Goethe, Lessing, Konrad Ferdinand Meyer und Sudermann behandeln. Daran schließen sich die Vor lesungen über die Geschichte der deutschen Sprache, über das Mittel hochdeutsche, die mittelhochdeutsche Literatur, das Altdeutsche und das Altsächsische, endlich das moderne Hochdeutsch. Andere Kurse behandeln die deutsche Aussprache, den modernen deutschen Stil und Satzbau sowie die Grundzüge der deutschen Kulturgeschichte. Die Seminarkurse be handeln »Gottfried von Straßburgs Tristan« sowie »Herder und den Sturm und Drang«. Weitere Vorlesungen sind dem Gotischen, dem Is ländischen, der Geschichte der altnordischen Literatur, sowie der ver gleichenden Philologie der germanischen Dialekte gewidmet. handeln. Auf diesen ist den Studenten der Kolumbia eine reiche Ge legenheit geboten, sich deutsche Kenntnisse jeder Art anzueignen. Zwei der Lehrer sind Deutsche, die übrigen haben wohl ziemlich ausnahms los sich ihre gelehrte Bildung an deutschen Hochschulen erworben. Vereinsgründungen deutscher Ingenieure über See. — In Buenos Aires ist jetzt ein argentinischer Verein Deutscher Ingenieure ins Leben getreten, dem 60 Mitglieder des Vereins Deutscher Ingenieure angehören. Gleichfalls haben sich in Shanghai etwa 40 Mitglieder des Vereins Deutscher Ingenieure zu einem Chinesischen Verband Deutscher Ingenieure zusammengeschlossen. Neue Bücher, Kataloge etc. Stammbuch zum Jubiläum des Daheim. Leipzig, Daheim- Expedition. Quer-8°. 21 Blatt in Mappe. Einlage: Werbeheft für den Jubiläumsjahrgang des Daheim. 8°. 32 S. m. Abbildungen. dlaturwlZseusekaktlietie ^nseÜLuuuß8- und I^ellrinittel. — Katalog von Ou8tav HietL8eli6lüi I^eipLiß. Or.-8°. 38, 8 u. 18 8. Personalnachrichten. Jubiläen. — Am heutigen 1. Oktober begeht Herr Max Göhler, Geschäftsführer des Deutschen Truck- und Verlagshauses G. m. b. H. in Berlin, den Tag seiner 25jährigen Zugehörigkeit zu diesem Hause. Der im rüstigen Mannesalter stehende Herr Jubilar erfreut sich in seinem Wirkungskreise allgemeiner Anerkennung und Beliebtheit, so daß es ihm an Glückwünschen an seinem Ehrentage nicht fehlen wird. Auch Herr Otto Steinmetz, der seit Jahren den ersten Posten in der Neisefirmenabteilung des Bibliographischen Instituts in Leipzig bekleidet, kann heute auf eine 25jährige Tätigkeit in diesem Welthause zurückblicken. Seinen vielen Freunden im Buchhandel wird es will kommen sein, von diesem Ehrentage des auch in seinem engeren Mit arbeiterkreis besonders beliebten und geschätzten Jubilars Kenntnis zu erhalten. Paul Daude -f. — In der Nacht vom 28. zum 29. Sept. ist in Ber lin der Universitätsrichter und Justitiar der königlichen Biblio thek, Geheimer Negierungsrat vr. Paul Daude, im Alter von 62 Jah ren gestorben. 1851 in Bernburg geboren, studierte er nach dem Besuch des Herzog!. Gymnasiums seiner Vaterstadt in Berlin und Bonn Rechtswissenschaft und promovierte 1871 an ersterer Universität zum Or. lur. Im gleichen Jahre bestand er die erste juristische Staats prüfung beim kgl. Kammergericht und wurde nach vierjähriger Tätig keit im Vorbereitungsdienst 1876 Gerichtsassessor. Von 1876 bis 1880 war er Staatsanwalt beim Oberlandesgericht in Marienwerder, 1880 bis 1885 beim Landgericht I in Berlin. Im Wintersemester 1885 wurde er zum Universitätsrichter der dortigen Friedrich-Wilhelms- Universität ernannt. 1888 wurde er Geheimer Negierungsrat und Justitiar der Königlichen Bibliothek, 1900 Vorsitzender sämtlicher preu ßischen Sachverständtgenkammern und -Vereine, 1905 auch Syndikus der Technischen Hochschule. Neben diesem beruflichen Wirken in zahl reichen Ämtern hat der Verstorbene noch eine umfangreiche Tätigkeit als juristischer Fachschriftsteller ausgeübt. Er verfaßte u. a. einen »Kommentar zum preußischen Feld- und Forstpolizeigesetz« (1880), ein »Lehrbuch des deutschen Urheberrechts« (1888), ein Buch über »Die Rechtsverhältnisse der Privatdozcnten« (1895) u. a. Weiter Verbreitung erfreuen sich seine kommentierten Ausgaben des Straf gesetzbuches, der Strafprozeßordnung, des Kunstschutzgcsetzes und des Urheber- und Verlagsrechtsgesctzes, sowie die Sammlung von »Gut achten der Prcuß. Liter.- u. Musik-Sachverständigen-Kammern 1902 —1907« (1907). Das Börsenblatt, das noch in der gestrigen Nummer eine Besprechung über die Goldbaumsche Schrift aus der Feder vr. Daudes veröffentlichte, verliert in dem Verstorbenen einen kennt nisreichen, allzeit dienstbereiten Mitarbeiter namentlich auf urheber rechtlichem Gebiete, dem es ein dankbares Andenken über das Grab hinaus bewahren wird. Sprechfaul. Lesemappen. Zu diesen 27 Kursen im ordentlichen Studienjahr, das am 10. Juni 1914 schließt, kommen dann noch 7 Sommerkurse in der Zeit vom C. Juli bis 14. August, die namentlich deutsche Literatur und Literatur geschichte, Goethe, die romantische Schule und Mittelhochdeutsch be- Wer liefert elegante Lesemappen für vornehmes Lokal zu Woche, Simplicissimus usw. in Leder oder Celluloid? Auskunft erbittet Glogau, Markt 42. BuchhandlungHellmann, Verantwortlicher Redakteur: SmilThomas. — Verlag: Der Börsen verein der Deutschen Buchhändler zu Leipzig, Deutsches Buchhändlers,aus, Hospitalstraße. Druck: Ramm L Seemann. Sämtlich in Leipzig. - Adresse der Redaktion und Expedition: Leipzig, Gerichtsweg 26 sBuchhändlerhaus).
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