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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 05.01.1914
- Strukturtyp
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- 1914-01-05
- Erscheinungsdatum
- 05.01.1914
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- Deutsch
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Nr. 3. ^ .MUMMEDAMl t innsr^ilb dos^Dcutschen Deiches. Ma^tmitglieder^ im ^ ^ Aeile berechnet. -- In dem illustrierten Teil: für Mitglieder A 536 Mark jnhrlich.^Äach ^dern^Äusb-nd 'e^olgt ^feimng N Daum^3 26 M^.'/.^50M.0sllv Nicht- Zuber Leipzig oder durch Kreuzband, an Mchtmitglieder in ZZ Mitglieder 40 <pf.. 32 M.. 60 M.. ISO M. Deilagen werden »Z MgMüMÄMr^MeÄMö'erSWW'MW Leipzig, Montag den 5. Januar 1914. 81. Jahrgang. Des Erscheinungsfestes wegen erscheint die nächste Nummer Mittwoch, den 7. Januar 1914. Redaktioneller Teil. In der zweiten Morgenstunde des neuen Jahres entschlief sanft ohne vorhergegangene Krankheit im siebenundsiebzigsten Lebensjahre der Senior unseres Kollegiums Äerr Max Winckelmann. Mit uns stehen weite Kollegenkreise, denen er Freund war, und Hunderte von Schutzbefohlenen des Unterstützungs-Vereins in tiefer Trauer an der Bahre des treuen Mannes, dessen Name mit der segensvollen Arbeit des Unterstützungs-Vereins durch drei Jahrzehnte eng verbunden ist. Ein Sohn des langjährigen Mitglieds und späteren Ehrenmitglieds unseres Vorstandes, des Herrn George Winckelmann, trat er 1882 in den Rechnungsausschutz und 1893 in den Vorstand ein; dem arbeitsreichen Amt des Schatzmeisters weihte er durch lange neunzehn Jahre seine nimmermüde Kraft Als ein Vorbild der Herzensgute und väterlichen Fürsorge hat er bis zum Ende seines Lebens in Segen gewirkt; Segen und Dank folgen ihm in die Ewigkeit. Berlin, 1. Januar 1914. Der Vorstand des kluterstützungs-vereins Deutscher Luchlchndler und LuchlMdlimgs Gehiilsen Rudolf Hosmann Edmund Mangelsdorf Max Schotte Or. Georg Paetel Allgemeiner Deutscher Buchhandlungs-Gehilfen-Verband. Im vergangenen Monat Dezember wurden ausgezahlt: ^ 1516.75 Krankengelder, „ 800.— Begräbnisgelder, „ 6226.31 Witwen« und Waisengeldcr (einschl. Zuschläge), „ lI540.— Gaben aus der Schönlein-Stiftung, „ 1238.56 Jnvalidengelder (einschl. Zuschläge). Leipzig, 2. Januar 1914. Der Vorstand. Fritz Reuter und sein Verleger. Vortrag in der Jahresversammlung des Vereins für nieder deutsche Sprachforschung in Wismar am 28. Mai 1912. Von Otto Keidmüller Sehr geehrte Herren! Sie haben für Ihre diesjährige Tagung die alte mecklen burgische Hansestadt Wismar ausgewählt, die, neben ihrer ge schichtlichen Bedeutung und ihren architektonischen Schönheiten, zu ihrem Ruhm auch die Tatsache anfllhren darf, datz von ihr aus die Schriften unseres unsterblich gewordenen Fritz Reu ter hinausgeflogen sind in alle deutschen Gaue, um zu verkün den, datz unsere alte niederdeutsche Sprache noch lebt, und zwar lebt in einem Reichtum und einer Schönheit, die sie fähig machen, Herzens- und Lebenskündigerin zu sein so gut wie ihre vornehme hochdeutsche Schwester. Bei der außerordentlichen Bedeutung, die Reuter für unsere deutsche Literatur in bestimmter Richtung gewonnen hat, und bei der überaus großen Verbreitung, die seine Werke gefunden, ist Wohl der Wunsch gerechtfertigt, auch etwas über seinen Ver leger zu erfahren, und ich komme deshalb mit Vergnügen der mir von Herrn Pros. vr. Seelmann zu teil gewordenen Auf forderung nach, Ihnen von den Beziehungen Fritz Reuters zu seinem Verleger D. C. Hinstorff zu erzählen, was mir bekannt ist. Viel Neues wird es freilich nicht sein können. Die Reuter- Literatur ist heute schon eine sehr reichhaltige, und die Forscher, die sich mit den Lebensbeziehungen des Dichters beschäftigten, haben Wohl schon heran- und herausgeholt, was irgend zu er reichen war. Immerhin dürften meine Mitteilungen manche Einzelheiten enthalten, die auch Ihnen, meine Herren, die Sie vertraut sind mit Reuter und seinen Werken, neu sein werden. Die geschäftliche Korrespondenz Reuters mit feinem Verleger gibt interessante Auskünfte über Reuters Arbeiten und über die charakteristische. Stellungnahme, die er seinem Verleger gegen über fcsthielt. Wie sich der Vertrieb der Reuterschen Werke von Jahr zu Jahr entwickelte und dermaßen ausbreitete, daß man wohl sagen kann: Reuter ist einer der am meisten gekauften und gelesenen Autoren des vorigen Jahrhunderts gewesen, wenn man nicht gar ihn au die Spitze stellen will; das habe ich zum größten Teile selbsttätig mit erlebt, seit ich vor 49 Jahren, ein 18jähriger Jüngling, als Lehrling in die Hinstorffsche Hofbuch handlung eintrat, und darüber kann ich Ihnen somit aus eigener Anschauung berichten. Zunächst, meine geehrten Herren, dürfte es Sie interessieren, Reuters Verleger kennen zu lernen. Del los Carl Hin storff, nachmaliger großherzoglicher Hofbuchhändler und Kom merzienrat, wurde am 2. Juni 1811 in dem kleinen mecklenbur gischen Ackerstädtchen Bruel, das damals 720 Einwohner zählte, als Sohn eines einfachen Webers geboren. Die Verhältnisse im elterlichen Hause waren sehr bescheiden, und als Vater Hinstorff seinen Carl in die »Rektorschaul« geschickt und ihn außerdem in der Brueler »Kanterschaul«, für einen Groschen extra, in der Kunst des Schreibens und Rechnens hatte unterweisen lassen, da hatte er für die geistige Ausrüstung seines Sohnes getan, was in seinen Kräften stand. Aber dies genügte dem strebsamen Jungen nicht, dessen Sinn auf ein besseres Fortkommen gerichtet war. Gar zu gern hätte er an dem Privatunterricht teilgcnom- men, den der Herr Pastor in Bruel einigen Honoratiorenkindern erteilte, aber daran war nicht zu denken. Wie hätte der Sohn des einfachen Webers in Gemeinschaft mit den Kindern der ersten Bürger der Stadt Bruel unterrichtet werden dürfen? — Carl Hinstorff ging deshalb nach Wismar, wo er Ostern 1826 konfirmiert wurde, und kam dann als Lehrling zu dem »Krämer- kompagnieverwanten« Sellentin. Aber das Tütendrehen wollte ihm nicht behagen. Er konnte sich in die Geschäfte des Kolonial 13
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