L. Staackmann S Verlag Leipzig Im Oktober erscheint: Otto Ernst Sankt Poricks Glockenspiel Satiren, Lumoresken, Fabeln, Schwänke, Schnurren, Epigramme und Aphorismen Einband von Olaf Gulbransson Erstes bis zehntes Tausend Broschiert M. 2.50 Gebunden M. 3.50 ^^ft und gern ist Otto Ernst von der Kritik als ein Erbe Lessings und Molieres bezeichnet worden, und unter den vielen Seiten seiner Begabung haben Humor und Satire besonders bereitwillige An erkennung gefunden. Man hat seinen Epigrammen „Lessingschen Witz" nachgerühmt, ihn einen „Meister der Ironie und Satire" genannt; Iohs. Schlaf war es, der seine Satire „die Satire eines Gentlemans" nannte, die „immer nobel und fein bleibt", ja, die „Gesellschaft" feierte ihn als „den großartigsten Satirenschreiber des heutigen Deutschland". So dürste der Dichter ein Recht haben, diese Sammlung von Satiren, Humoresken, Fabeln, Schwänken, Schnurren, Epigrammen und Aphorismen herauszugeben. „Sankt Yoricks Glockenspiel" ist das Geläute der Schellenkappe, und Porick, der klastische Narr und Spötter, wird hier heiliggesprochen, weil Narrheit und Lachen des Herzens heilig sind. Der Inhalt des Buches weist eine stufenreiche Skala vom harmlosen Scherz bis zur großzügigen Satire und zum vernichtenden Witze auf. Charakteristisch für das Werk sind die Verse, die ihm als Motto vorangeseht sind: Zum tollen Festgeläute Der Narrenglöckelein Lad ich voll Ehrfurcht heute So Lerr'n wie Damen ein. Und bricht an mancher Stelle Ein schriller Ton darein — Verzeiht: die eigne Schelle Will auch vernommen sein. Behutsamkeit und Fürsicht sind niemals Merkmale der Otto Ernstischen Satire gewesen, und so dürsten viele dieser Pfeile und Feuerbrände unter angebeteten Modegöhen und ihren Torheiten, ihren Bonzen und Gläubigen eine ähnliche Bewegung Hervorrufen wie Simsons Füchse mit brennenden Schwänzen. Wenn ein so guter Bekannter voll Geist und Witz, wie Otto Ernst, mit einem neuen Buch auf dem Markte erscheint, so liegt es nur an Ihnen, die Gelegenheit, ein glänzendes Geschäft zu machen, zu ergreifen. Die außerordentlich 'große Absatzfähigkeit von Otto Ernsts Büchern ist längst erwiesen. — Ich bitte um Ihre tätige Verwendung. Vergessen Sie vor allem auch nicht, allen, die zu Weihnachten ein fröhliches Buch verlangen, „Sankt Voricks Glockenspiel" zu empfehlen.