8924 BSrs-nbl-U s. d. Dtsqn. Buchhandel. Künftig erscheinende Bücher. 298, 8. September lgiz. Der Kunstwart in der deutschen öffentlichen Meinung der Gegenwart nach neuen Llrteilen von führenden Blättern aller Dichtungen 1. Stimmen aus politischen Leitungen aller Parteien: Neue Preußische (Kreuz-) Zeitung (konservativ): Es ist eine ungeheure Summe von Arbeit allein, die der Name „Kunstwart" bezeichnet. And all diese Arbeit ist erfüllt von einem echten deutschen Idealismus, der seinen Wirklichkeitswert schon mehr als einmal erwiesen hat. Das ist das Hauptverdienst des „Kunstworts", das; er in Deutschland, das in den Gründerjahren und der darauffolgenden Zeit allen Sinn für ästhetische Lebenswerte verloren hatte, gezeigt hat, welch tiefer, unlöslicher Zusammenhang zwischen Schönheit und Sittlichkeit besteht, dah Kunst und Kultur eine unlösliche Einheit sind, ein Organismus, der sich nicht zertrennen läßt, der sich ausdehnt über alle Lebensgebiete, über rein Ideelles wie Nur-Praktisches, und dah die Kunst dem Leben eines Volkes notwendig ist. Die Post (kons.): Im ganzervstellt der „Kunstwart" mit dem Dürerbund und allen ange schlossenen Anternehmungen zusammen eine Organisation für Kulturarbeit dar, wie sie kein anderes Volk aufzuweisen hat. Ausländische Zeugnisse haben das oft genug und ausdrücklich gesagt. Aber auch völkische Arbeit im besten und tiefsten Sinne ist von hier aus geleistet worden und wird weiter geleistet. Eine Fülle von Kraft und machtvollem Arbeitswillen steht dahinter, die verdient, nachdrücklichst betont und beachtet zu werden. Hamburger Nachrichten (kons.): Wir können uns dazu beglückwünschen, dah wir einen Mann unter uns haben, der den Mut hat, alle Einseitigkeit zu verneinen, Universalität anzustreben. . . Das Ausland beneidet uns um den „Kunstwart"; es hat ihm nichts Ähnliches an die Seite zu stellen und vermöchte es auch niemals. Dazu gehört die Energie, die zähe Kraft des Deutschen, dazu gehört der deutsche Idealismus und die praktische Art des Segenwartsdeutschen. Schaffend in der Gegenwart für die Gegenwart, wirkt der „Kunstwart" doch für die Zukunft. Die Jugend steht zu ihm, und das gibt die Gewähr seines Fortwirkens. Deutscher Reichsanzeiger, Berlin: Jeder Volksfreund muh sich des zweifellos erzielten Erfolges aufrichtig freuen. Rheinisch - Westfälische Zeitung (nat.-lib.): Was Avenarius und seine Helfer geleistet haben, kann aus der Kultur unseres Volkes nicht wieder ausgeschaltet werden. Daran hat die Zeitschrift den gleichen Anteil wie ihre jüngeren Geschwister, die Unternehmungen des Kunst- warts und des Dürerbundes . . . Und fast ins Unermeßliche ist die Wirkung gewachsen, seit jene Stiftung den Herausgeber in Stand setzte, neben das Wort die Tat zu setzen. Tägliche Rundschau, Berlin (nat.): So rastlose und so ideenreiche Hingebung ans allgemeine Wohl im künstlerisch-sittlichen Sinne geht immer nur aus einer Persönlichkeit hervor, die im Grunde dichterisch angelegt ist. Hannoverscher Courier (nat.-lib.): Dah der Kunstwart zu einem so maßgebenden Organ werden konnte, hat wohl im wesentlichen zwei Gründe: Er ist von seinem Herausgeber