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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 02.09.1913
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1913-09-02
- Erscheinungsdatum
- 02.09.1913
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- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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8724 Börsenblatt f. d. Dtschn. Buchhandel. Redaktioneller Teil. 203, 2. September 1913. statt. Es werde» Vortrüge gehalten über Lehrlingsausbildung im Atelier, in Lehrwerkstätten, über Gesellen- und Meisterprüfung. Kosten lose Zusendung der Teilnehmerkarte erfolgt durch die Geschäftsstelle des Verbandes sür handwerksmäßige und fachgcwcrbliche Ausbildung der Frau, Berlin V., Eichhornstrahe 11. Drcßlcr's Kunstjahrbuch. — In der Besprechung des 7. Jahrgangs von Treßlcr's Kunstjahrbuch in Nr. 187 d. Vl. ist irrtümlich als Aus- lieferungsstclle die Stillersche Hosbuchh. in Rostock bezeichnet worden. Demgegenüber bitten wir Kenntnis zu nehmen, daß alle Bestellungen au den Verlag von Dretzler's Kunstjahrbuch jH. Taub- mann) in Rostock zu richten sind. Der Verband Deutscher Bücherrevisoren e. V., Sitz Berlin, ver anstaltet seinen diesjährigen Vcrbandstag vom 13. bis 18. September in Nürnberg. In össentlichen Vorträgen werden die besonders aktuellen Themen: »Herstellungspreis und Selbstkostenpreis« vom be eideten Bücherrevisor Ludwig Zubrod, Offenbach, und »Aus der Praxis des Bücherrevisors in der Strafrechtspflege« vom beeidete» Bücher revisor Adolf Jaegcr, Leipzig, behandelt werden. Persglialnachrichten. Jubiläum. — Am 1. September waren 25 Jahre verflossen, seit Herr Adolf Sichert in Frankfurt a. M. in der Alfred Neumann- schen Buchhandlung (E. v. Mayer) und in der Kesselringschen Hofbuch handlung — Verlag — als Geschäftsführer tätig ist. In dieser langen Zeit hat er sich dem Geschäft mit unermüdlichem Fleitz und großer Pflichttreue gewidmet. An seinem Ehrentage, an dem am Abend eine würdige Feier im Ratskeller stattfand, wurde der Jubilar in herzlicher Weise beglückwünscht, und vom Inhaber und dem Personal wurden ihm wertvolle Geschenke überreicht. Gestorben: am 27. August im Alter von nur 42 Jahren in Brighton Herr Bernard Alfred Quaritch, der bekannte Buchhändler und Bibliophile, in London. Nach dem Besuch der Schule in Charterhouse und einer kurzen Tätigkeit bei K. F. Koehler's Ant. in Leipzig trat der Verstor bene im Jahre 1889 seinem Vater, Bernard Quaritch, an die Seite und eignete sich unter dessen Leitung eine genaue Kenntnis des Ge schäfts an, besonders in der Abschätzung und im Ankauf antiquarischer Bücher. Nach dem im Jahre 1900 erfolgten Ableben seines Vaters übernahm der Verstorbene das Geschäft und erwarb sich bald den Nus eines der bedeutendsten Buchhändler in Europa. Bet keiner wichtigen Auktion fehlte er, ja bei den meisten war er einer der Hauptbieter; wir neuuen hier nur die Versteigerungen der Büchereien von Amhurst of Hackney, Huth und von Robert Hoe in New Dort. Quaritch war der Vertrauensmann vieler bibliophilen amerikanischen Millionäre. So hat er auch Pierpont Morgan bei der Zusammen stellung seiner viel beneideten Bibliothek beraten und ihm zum Erwerb seltener Stücke vcrholfcn. Auch war Quaritch Kommissionsverlcger der Veröffentlichungen des British Museum und vieler gelehrter Ge sellschaften, und dieser Zweig seines Geschäfts hat in den lebten Jahren eine bedeutende Ausdehnung genommen. Es läßt sich denken, daß bei der Erweiterung, die das Geschäft unter seiner Leitung gewonnen hatte, die alten Räume in Picadilly nicht mehr ausreichten. Deshalb verlegte Quaritch es vor 6 Jahren in einen großen Neubau der Graftonstreet. Vor ca. 2 Jahren begann die Gesundheit dieses tüchtigen Mannes zu wanken, und jetzt hat ihn der Tod im besten Mannesalter hinweggenommen. Sprechsaal. Der Rückentitel. <Vgk. Nr. 181, 191 u. 1S4.j neten Titel sür das suchende Auge ohne weiteres lesbar sind, wäh rend sich die von unten nach oben gedruckten Längstitel auf dem Kopfe stehend präsentieren. Da auch bei den liegend aufzubewahrenden Büchern der Längstitel von oben nach unten günstiger ist, so ist durch den Nückenausdruck von oben nach unten am ehesten eine Einheitlichkeit zu erzielen und dieser daher vorzuziehen. H.. 8ek. Die Frau im Buchhandel. (Vgl. Nr. 193 u. 197.) Daß zu diesem Thema eine »Buchhändlerin« bas Wort ergreifen möge, war mein stiller Wunsch. Nun ist es geschehen, und es freut mich doppelt, daß Fräulein Krüger in so offener Weise bekennt, daß die Frau im Buchhandel nur durch Absolvierung einer ordnungsgemäßen Lehre einen Platz in unserem Berufe beanspruchen kann. Die vielen »Buchhändlerinnen«, die ich schon das Vergnügen hatte in und außer halb des Berufes kennen zu lernen, waren mehr oder weniger kein Vorteil für unseren Beruf. Im Gegenteil, sie machten sich und ihren Mitmenschen nur das Leben schwer. Die meisten dieser Damen hatten ihre buchhändlerische Vorbildung in irgend einer Handelslchranstalt erworben und fühlten sich nach Absolvierung dieser Anstalt als »per fekte Buchhändlerinnen«, hatten dabei aber manchmal nicht die leiseste Ahnung, wie man einen Briefkopf setzt oder gar ein Kuvert schreibt. Sie waren alle mit mehr oder weniger Ausnahmen in jeder Bezie hung einseitig. Stellte irgend ein Geschäftsvorfall einmal mehr An forderungen als sonst an die Denkfähigkeit dieser Kolleginnen, so war es ganz und gar vorbei mit ihnen. Wie viele Damen, genannt »Buchhändlerinnen«, sind in Verlags firmen auf irgend welchen Posten beschäftigt und sitzen ihre Zeit jeden Tag mit vielem Getue ab, so daß man wunder glauben könnte, mit was für tüchtigen Mitarbeitern man es zu tun hat! Schaut man sich aber die Arbeit näher an, so sieht man erst den Schaden. Trotz vielleicht vieler und großer Mühe ist das Ganze weiter nichts als eine ober flächliche, mechanische Arbeitserledigung. Hat einmal eine Mitarbei terin ihre Brauchbarkeit erwiesen, so war es in rein kaufmännischen Arbeiten. In rein buchhändlerischen Arbeiten habe ich noch keine Mit arbeiterin gefunden, die so vielseitig und selbständig arbeitet und in den Kern der Sache einzuöringen versteht, dabei in jeder Weise den Überblick behaltend, wie es ein Buchhändler zu tun vermag. Doch keine Regel ohne Ausnahme. Bezweifeln möchte ich nicht, baß eine Dame, die von der Pike auf dient und so sämtliche Arbeiten des Buchhandels unter gründlicher Leitung kennen lernt, eine brauchbare Mitarbeiterin werden kann. Wenn Fräulein Kriiger meint, daß zurzeit nur Volksschttler mit 14 Jahren zum Buchhandel übergehen, so dürfte sie hierin nicht genau orientiert oder dies nur in Sondershausen üblich sein. Soviel ich weiß, wird von den jungen Leuten, die zum Buchhandel übergehen wollen, schon seit Jahren eine gewisse geistige Reife verlangt, und der Besuch einer höheren Schule ist vielfach Bedingung. Anders ist es »leider« mit dem Leipziger Buchhandel bestellt, dort werden allerdings die Lehr linge aus allen möglichen Kreisen zu »Buchhändlern« gemacht. Diese jungen Buchhändler haben jedoch eine 3—4jährige Lehre durch zumachen und vor allen Dingen die Buchhändlerlehranstalt zur weite ren Ausbildung zu besuchen, die nicht nur Lehrlingen, sondern auch jedem Gehilfen in den Sonberkursen zu empfehlen ist. Von den auf diese Weise herangezogencn Gehilfen bleibt der größte Teil allerdings auf Durchschnittsposten im Leipziger Kommissionsbuchhandel und sonstwo sitzen. Doch sind auch schon sehr viele, wirklich tüchtige Kräfte für den Buchhandel aus der Leipziger Schule hervorgegangen und haben über all in Ehren bestanden. Um falschen Meinungen vorzubeugen, bemerke ich, daß ich selbst kein Leipziger bin, meine Erfahrungen aber zum Teil dort sammelte. Hoffentlich melden sich noch mehr Kollegen zu diesem scheinbar jetzt aktuellen Thema »Die Frau im Buchhandel«. Interessant wäre es, auch die Meinungen von Chefs zu hören. Otto Lorenz, Verlagsbuchhänbler. Der Einsender H. 8. legt den Hauptwcrt darauf, daß beim Längs titel auf dem Buchrücken Zeile auf Zeile, wie auf einer Druckseite folgt, bzw. gelesen werden kann, wenn die Bücher, wie üblich, von links nach rechts im Fache ausgestellt sind. Der springende Punkt liegt aber da rin, daß hinsichtlich der am meisten gebräuchlichen Quertitel auf Bücher rücken eine Einheitlichkeit, sowie vereinfachtes Aufsuchen der Titel er zielt wird. Beides kann nur erreicht werden, wenn der Aufdruck von oben nach unten erfolgt. Wie der Einsender K. 8. richtig sagt, sucht man die im Fache meist von links nach rechts ausgestellten Bücher darin auch von links nach rechts. Gerade dieses gewohnheitsmäßige Aufsuchen von links nach rechts bedingt aber gleichfalls die Anordnung der Längstttel von oben nach unten, da nur die derart angeord- Reklamationsrecht bei Versteigerungen. (Vgl. Nr. 200.) Der Einsender hat das gute Recht, sich mit seiner Reklamation in diesem Falle an den Auktionator zu halten, aber nicht in seiner Eigen schaft als Auktionator, sondern als sein Vertreter. Übernimmt der Auktionator Vertretungen, so übernimmt er auch die Verpflichtungen, die jeder andere Vertreter, der Aufträge zu Auktionen übernimmt, hat. Er hat dafür aufzukommen, daß die ersteigerten Nummern den An gaben des Auktionskatalogs entsprechen, vollständig und gut ge halten sind. Erlangen. Carl Müller.
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