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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 19.08.1913
- Strukturtyp
- Ausgabe
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- 1913-08-19
- Erscheinungsdatum
- 19.08.1913
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- Deutsch
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191, 19. August 1913. Redaktioneller Teil. Börsenblatt f. d. Dtschn. Buchhandel. 8247 (Fortsetzung zu Seite 8214.» gehender systematischer Gliederung. Auch dem Buchhandel wird sie als wertvolles bibliographisches Handbuch willkommen sein. Als erste ihrer Art und, wie zu hoffen, gefolgt von einer Reihe gleicher Bibliographien fiir kürzere Zeiträume, umfaßt sie zunächst die Jahre 1900 bis einschließlich 1910, also die ersten elf Jahre nach Ein führung der akademischen Würde eines Doktor-Ingenieurs und der ihr zugrunde liegenden Prüfung und Promotionsschrift. Dem klaren, unentwegt auf fortschrittliche Entwicklung gerichteten Blick unseres Kaisers und seiner Willensstärken Entschließung entsprang der königliche Erlaß vom 11. Oktober 1899, der die Technischen Hoch schulen Preußens den Universitäten als gleichwertige und gleichberech tigte Bildungsstätten an die Seite stellte. Dem Beispiel des Königs von Preußen folgten die in Betracht kommenden übrigen Bundesfürsten, und so gelangten in schneller Folge sämtliche 11 Technischen Hochschulen Deutschlands zur erwünschten Einheitlichkeit in Pflichten und Rechten, insbesondere auch in ihren Studienplänen und der damit bedingten Freizügigkeit der Studierenden. Aber nicht ausschließlich die Förde rung der Technik an sich schwebte bei seinem Vorgehen dem kaiserlichen Herrn vor Augen, mehr noch der großherzige Wunsch, einer befriedi genden Lösung großer wirtschaftlicher und sozialer Aufgaben durch seine Förderung näherzukommen. Seine Worte an die um ihn versammel ten Rektoren, die Professor Franz im Vorwort zitiert, bezeugen es: »Ich wollte die Technischen Hochschulen in den Vordergrund bringen, denn sie haben große Aufgaben zu lösen, nicht bloß technische, sondern auch große soziale. Wenden Sie sich daher auch mit aller Kraft den großen wirtschaftlichen und sozialen Aufgaben zu.« Angesichts des er freulichen Aufschwungs der deutschen Industrie besonders im letzten Jahrzehnt und der unverkennbaren Verbesserung der sozialen Lage breiter Volksschichten sei auch hier an diese bedeutsamen Worte er innert. Besonderen Wert geben dem vorliegenden Verzeichnis die amtlichen Unterlagen, auf deneu cs ruht, vor allem auch der Einblick in die dem Bearbeiter vorgelegenen Schriften selbst. Von anderen Vorzügen des Werkes wird später zu sprechen sein. Die Gesamtzahl der Doktor-Ingenieure bis zum Abschluß des Ka lenderjahres 1910 und ebenso der hier vcrzeichneten Promotionsschriften ist 1274. Die Bedeutung dieser für 11 Jahre und 11 Hochschulen ver hältnismäßig gering erscheinenden Zahl kann erst dann richtig eingeschätzt werden, wenn man zunächst die Neuheit der Einrichtung in Betracht zieht, von der in den ersten Jahren nur schüchtern Gebrauch gemacht wurde, dann aber auch erwägt, daß nur Diplom-Ingenieure, also nach mehrfacher Prüfung mit vollgültigem Reifezeugnis ins praktische Leben eingetretene frühere Hvchschulbesucher sich um deu Doktorgrad bewerben dürfen. Rein technisch-wirtschaftlichen, sozialen und verwandten In halts finden sich, zu einer besonderen Gruppe vereinigt, zunächst nur 29 Schriften, doch zeigt sich in anderen Gruppen noch manche Schrift, deren Titel auf soziale Fürsorge hindeutet, bescheidene, aber immerhin erfreuliche Anfänge im Sinne der kaiserlichen Willensäußerung. Sämtliche Titel sind fortlaufend numeriert. Zwei voraufgehende Verzeichnisse der Verfasser, eins in fortlaufender alphabetischer Ge samtfolge, das andere nach Hochschulen gesondert, dienen als Register. Die bibliographische Anreihung vollzieht sich sehr übersichtlich durch Sonderung in 19 Wissenschaftsgruppen, von denen die meisten wieder in mehr oder weniger zahlreiche Unterabteilungen zerlegt sind. Der Aufnahme der einzelnen Titel ist augenscheinlich größte Sorg falt gewidmet. Viele (als solche kenntlich gemachte) Ergänzungen des Bearbeiters auf Grund eigener erfolgreicher Nachforschung zeugen da von. So z. B. gelang ihm in 50 Prozent aller Zweifelsfälle der Nach weis, welche Dissertation etwa vollständig oder im Auszuge in Zeit schriften, als Sonderdruck, als Teil eines Sammelwerks oder sonst irgendwo im Buchhandel erschienen ist. Als Erscheinungsjahr galt dem Bearbeiter überall das Kalender- (nicht Studien-)Jahr der Datierung des Doktordiploms. Eine feste Übung in betreff des Erscheinens einer Promotionsschrift in der Öffentlichkeit hat sich bisher nicht heraus gebildet. Viele solcher Schriften erscheinen erst jahrelang nach Er teilung des Doktorgrades, obwohl sie als Druckschrift eingereicht werden müssen. Für den besonderen Zweck des Buches hätte somit die Einhal tung der gewohnten bibliographischen Regel ein unrichtiges Bild ge geben. Jedem Titel sind am Rande Hochschule uud Jahreszahl in Ab kürzung beigefügt (F 03 — Aachen 1903, usw.). Wo ein Verleger an zugeben war, ist dieser durch Nennung des Namens vor der Jahres zahl als solcher gekennzeichnet; ein hinter der Jahreszahl stehender Name bedeutet den Drucker. Wo ohne Nennung eines Verlegers im Titel eine Dissertation gleichwohl im Buchhandel bei irgendwem zu haben ist, findet sich entsprechender Hinweis, z. B.: slm Luektz. bei ?arey, Lerlin 1904). Außerordentlich zahlreich sind die Ergänzungen, die über auch anderweitiges Erscheinen (in Zeitschriften, Sammel werken usw.) belehren. Der Bibliographie folgen als Anhang vergleichende statistische Zu sammenstellungen, deren Inhalt viel Interessantes zur jüngsten Ent wicklung der Technischen Hochschulen bringt, gleichwohl hier übergangen werden muß. Nur weniges sei ihm entnommen. Zunächst die stark aufsteigende Linie der Doktorpromotionen in den einzelnen Jahren. Sie beginnt 1900 mit insgesamt nur 5 und endet nach fast beständiger Steigerung 1910 mit 238. Den größten Anteil an den verzeichnten Schriften nimmt die Chemie für sich in Anspruch, nämlich 552. Ihr folgen Maschineningenieurwesen mit 230, Elektrotechnik mit 100, Ar chitektur mit 96, Bauiugenieurweseu mit 90, Hüttenkunde mit 69 Schrif ten. Auf diese sechs Hauptfachrichtungen entfallen von der Gesamtzahl der Schriften (1274) somit allein 1137; die übrigen verteilen sich auf 15 weitere Fächer. Auf München kommen 285 Promotionen und Schrif ten, auf Dresden 242, auf Berlin 188, auf Karlsruhe 135, auf Hannover 115, auf Aachen 77, aus Braunschweig 72, auf Darmstadt 72, auf Stutt gart 62, auf Danzig 26. Das hier zu bemerkende Fehlen der in ihrer besonderen Abkürzung Or/k" (neben OrsDresden)) nicht selten zu finden den Technischen Hochschule »Dresden in Verbindung mit Frciberg i/Sa.« können wir uns nicht anders erklären, als durch vermutete Zusammen fassung ihrer Promotionsschriften mit denen der alten Dresdener Hoch schule. Eine inhaltreiche, interessante und nützliche Schrift. Manchem Sor timenter wird sie in seiner Handbibliothek unentbehrlich sein, und auch mancher Verleger wird sich ihrer mit Nutzen bedienen. Möchte sie recht häufige, durch gleiche Sorgfalt der Bearbeitung ausgezeichnete Fortsetzungen erleben! Kleine Mitteilungen. Berliner Papier,,,esse, — Am 15, August wurde in den Räumen des Lehrcr-Bereinshauscs die vom Zcntralvcrband der Pa pier- uud Schreib wäre »Händler Deutschlands veran staltete »Berliner Papiermesse« eröffnet. Die gutbcschickte Ausstellung bringt, ihrem Namen entsprechend, in erster Linie die zahlreichen Luxus- und Gebrauchsverarbcitungen des Papierstoffs, daneben aber viele Hilsshanbelsziveige des Schreibwarcnhandels: Tinten, Leime, Leder und Lederimitation, Auch geschäftliche Hilfsmittel wie Kontroll kassen usw,, Ansichtskarte» und die in neuester Zeit so beliebten Re- klamcmarken sind zahlreich vertreten, AuS dem Gebiete des Buch handels erwähne ich eine Kollektiv» der Bücher der Deutschen Dichter- Gedächtnis - Stiftung in Hamburg, Silva, Reisekarten, Musikalien von Carl Rühle und Gesangbücher der Firma Verlag für heimatliche Kultur, Willy Holz, Berlin, Das Erfreulichste an der Ausstellung war, trotz des schlechten Wetters, der rege Besuch, und zwar sah man weniger jenen Typ des Allerweltsausstellungsbcsuchers, der sich mit wichtiger Miene an jedem Stand ein paar Prospekte einsteckt und dann mit einem großen Stoß Papieren im Arm nach Hause geht, vielmehr waren die Besucher sichtlich zum großen Teil Fachleute mit ihren Familien, die sich sach kundig das Ausgestellte anfahcn, mit den anwesenden Vertretern verhan delten und — ich habe das wirklich mehrmals beobachtet — bestell - t c n. Das ist aber doch schließlich der Zweck solcher Ausstellungen, IVI-, Die 10, Tagung des dcutsch-östeerclchlsch-ungarisch-schweizcrischcn Berbandes für Blnnenschlfsahrt findet von, 1«, bis 23, August inKon - stanz am Bodensee statt. Am ersten Verhandlungstage soll Bericht er stattet werden über den Stand der Wasserstraßensragc in den Verbands staaten; über Norddeutschland berichtet Geh, Oberbaurat vr, Sym- phcr. Weiter sprechen Geh, Reg,-Rat Pros, Flamm-Berltn über die Wirkungcn der Schiffsschraube auf die Kanalsohle, Or, Grotewold über die wirtschaftliche Lage des deutschen Flußschifsbaues, Am zweiten Vcrhanblungstage begründet zunächst Ingenieur Rud, Gelpke aus Bafel die Dringlichkeit des Ausbaues der Rhein-Bodcnsec-Schiffahrtsstraße, dann folgt eine Verhandlung über die Vereinheitlichung des Privat- rcchts der Binnenschiffahrt und ein Vortrag des Ingenieurs Rosemann über die Verwendung von Explofions-Diesel-Motorcn in der Binnen schiffahrt, Eine Ausstellung für Jugendpflege auf der Jahrhuudertausstellung zu Breslau, — Diese ebenso anschauliche wie nützliche Ausstellung wurde in Gemeinschaft mit dem schlesischen Lehrerverein von Pric- batschs Buchhandlung, Breslau, veranstaltet. Die Eröffnung fand am S, August im Beisein des Regierungs präsidenten Freiherrn von Tschammcr - Quarts!, der eifrigen Förderer der Jugendpflege Freiherrn v. Seckendorfs und Freiherr,, von Bissing, Vertretern der Regierungen zu Liegnltz und Oppeln, des Oberbürger meisters Mailing und des Bürgermeisters Trcntin, Breslau, und vieler hohen Repräsentanten von Kirche, Schule und Stadtausschuß statt. Die Ausstellung gibt eine, wenn auch nicht erschöpfende, so doch sehr
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