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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 04.07.1925
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- 1925-07-04
- Erscheinungsdatum
- 04.07.1925
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- Deutsch
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^ 154, 4. Juli 1925. Redaktioneller Teil. «Srl-nbl-tt I. d. Dtlch». Bllchh»»d-I. 10729 Es handelt sich also bei den Neuwahlen, die als Punkt 2 auf der Tagesordnung stehen, zunächst um eine Neuwahl in den Vorstand, und zwar anstelle des Zweiten Vorstehers. Dieser Posten war bis jetzt bekanntlich durch Herrn vr. Oskar Siebeck in Tübingen besetzt, der durch Erkrankung leider verhindert war, so seines Amtes zu walten, wie er es gern getan hätte. Ich möchte nicht versäumen, auch an dieser Stelle noch einmal Herrn vi. Siebeck für seine Mitarbeit im Vorstand herzlichsten Dank auszn- sprcchcn. Ferner ist durch das Los das Ausscheiden des Herrn Paul Nitschmann aus Berlin aus seinem Amte bestimmt worden. — Für beide Herren wären also Ersatzwahlen vorzunchmen. In -den Vereinsausschuß sind vier Mitglieder zu wählen, und zwar anstelle der Herren vr. Werner Klinkhardt in Leipzig, Osoar Schmor! in Hannover, Theodor Steinkopff in Dresden und Paul Stuermer in Köln. Von diesen vier Herren hat Herr Paul Stuermer in Köln das Amt niedergelegt und gebeten, von seiner Wiederwahl abzusehen. In den Wahlausschuß sind zu wählen zwei Mitglieder anstelle der Herren Georg Merseburger in Leipzig und Otto Paetsch in Königsberg (Pr.). Endlich sind zu wählen in den Rcchnungsausschuß zwei Mitglieder anstelle der Herren Wilhelm Hermann in Bremen und Hermann Kurtz in Stuttgart. Schließlich sind in den Vcrwaltungsrat der Deutschen Bücherei elf Mitglieder des Börsenvereins zu wählen. Meine Damen und Herren, die Vorschläge des Wahlausschusses sind auf diesen Wahlzettcln vorgedruckt. Ich frage jedoch zunächst, ob weitere Wahlvorschläge zu machen sind. — Das scheint nicht der Fall zu sein. Dann schließe ich di« Besprechung über die Wahl. Wir kommen zur Abstimmung. Die Stimmzettel sind ja wohl so klar, daß es keinem Zweifel unterliegen kann, wie man sich ihrer zu bedienen hat. Wer den Wahlvorschlägen des Wahlausschusses zu folgen wünscht, braucht nur diesen Stimmzettel in der Form, wie er hier vorliegt, abzugcben. (Zuruf: Muß!) — Braucht und muß! Den gestempelten Stimmzettel! Wer irgend einem dieser Wahlvorschläge nicht zu folgen wünscht, streicht den betreffenden Namen durch und setzt auf die darunter befindliche freie Zeile den Namen desjenigen, den er zu wählen wünscht. Ist jetzt klar, wie die Stimmzettel zu behandeln sind? — Das scheint der Fall zu sein. Dann bitte ich die Herren vom Wahlausschuß, die Stimmzettel einzusammeln. (Geschieht.) Haben alle Herren ihre Stimmzettel abgegeben? — Soweit das noch nicht geschehen sein sollte, bitte ich es noch zu tun. Ich frage nochmals, ob alle Stimmzettel abgegeben sind. Nötigenfalls bitte ich es hier vorn zu tun. Ich nehme an, daß alle Stimmzettel abgegeben sind, und schließe die Wahl. Ich bitte, wieder Platz zu nehmen. Wir gehen im Jahresbericht weiter. Wir haben eben mit dem Punkte »Werbung» geschlossen. Ich möchte bei dieser Gelegenheit darauf Hinweisen, daß unsere Werbestelle in den Räumen der Buchhändlerlehranstalt eine Ausstellung von Werbe- matcrial, von neuen Plakaten ujw. veranstaltet hat. Ich möchte wärmstens empfehlen, diese Ausstellung doch einmal in Augen schein zu nehmen. (Schluß folgt.) Bekanntmachung. Die Mitglieder werden hiermit gebeten, den Mitgliedsbcitrag für das zweite Halbjahr 1925 (Juli—Dezember) von 15.— Mark auf unser Postscheckkonto 13 463 oder durch Kommissionär spä testens bis zum 31. Juli 1925 zu überweisen. Aus Gründen der Arbeitsersparnis bitten wir, nach Mög lichkeit von einer Bierteljahrszahlung abzusehen und uns den Beitrag halbjährlich zu überweisen. Bei allen Zahlungen bitten wir stets anzugeben: Bctr. M. B. II. Halbjahr. Den Mitgliedsbeitrag derjenigen Mitglieder, die bisher durch Kommissionär oder über die BAG gezahlt haben, werden wir auch weiter aus diesem Wege einziehen. Wir bitten die Mitglieder wiederholt, durch baldige direkte Zahlung oder rechtzeitige An weisung ihres Kommissionärs zur Abkürzung des Inkassoverfahrens mit bcizut ragen. Mitglieder, die mit der Zahlung des Beitrags im Rückstand bleiben, haben die Einhaltung des Börsenblattes zu gewärtigen und alle durch das Mahnverfahren entstehenden Kosten zu tragen, auch haben sie die durch die erneute Postüberweisung des Börsen blattes entstehenden Postgebühren zu entrichten. Leipzig, den 3. Juli 1925. Geschästsstclle des Börscnvcreins der Deutsche» Buchhändler zu Leipzig. vr. Heß, Syndikus. Zur Derlagskonjunkiur. Ei» Aufsatz Philipp Funks »Vom katholischen Verlagswesen«, der in der Zeitschrift »Hochland« erschien, enthält mancherlei für das Ver lagswesen im allgemeinen beachtenswerte Ausführungen. Ohne uns mit allen Einzelheiten restlos einverstanden zu erklären, möchten wir den wesentlichen Inhalt nachstehend zur Kenntnis bringen, weil so wohlgemeinte Mahnungen immerhin Gehör verdienen. Zum mindesten können sie zum Nachdenken anregcn. Zu beachten ist dabei, das; Funk in erster Linie (wenn nicht überhaupt allein) an den katholischen Ver lag denkt. Diejenigen Kreise Deutschlands, denen das Literatur- und Presse wesen Deutschlands am Herzen läge, glaubten, so beginnt Funk, leider immer wieder dringende Wünsche und vor allem Klagen über die Verlage geltend machen zu müssen. Dabei bestätige sich eine alte Wahrnehmung, je weiter einer von der Praxis weg sei, desto lauter seien die Äußerungen seines Mißbehagens. Tatsächlich vorhandene Mißstände würden verallgemeinert, übertrieben und ohne Unterschied den Verlagen, dem angeblich kleinlichen Krämcrsinn der Verleger auf die Rechnung gesetzt. Die häufigste Klage sei die über mangelnde Qualität und über den fehlenden Sinn für gute Ausstattung. Wer die Verhältnisse aus der Praxis kenne, werde gewiß nichts von dem Tat- ^ sächlichen leugnen wollen, das zu beklagen sei. Aber je energischer - und beharrlicher man selbst an der Behebung der Mißstände und an i der Herbeiführung einer höheren Gesamtlage der Publizistik arbeite, ^ desto ruhiger uud abwägendcr werde das Urteil ausfallen, wenn es ' gelte, die Schuld der einzelnen Faktoren zu bemessen. Es fehle überall ^ noch weit, gewiß — aber die Ursachen seien die verschiedensten, und ! von Schuld und Versäumnis könne überhaupt nicht immer gesprochen ! werden. Wo aber wirklich Schuld vorläge, träfe sie keineswegs die . Verlage zuerst, geschweige allein. j Ferner sagt der Verfasser: »Wenn die Verlage in der stofflichen Qualität noch nicht mehr leisten können, als sie eben leisten, so liegt doch wohl die erste Ursache im Mangel überragender Qualität des Angebots, also auf feite» der Autoreu. Seieu wir doch ehrlich: Wie viele sind sie denn, die Geistesgrößen der Gegenwart, die jedes Jahr eine erstklassige Frucht ihres Gcuius anzubietcu haben? Wenn die Öffentlichkeit eine Ahnung hätte von der Qualität dessen, was mit unter Deutschlands .Schriftsteller' den Verlagen vorzulcgeu wagen: könnte z. B. eine offene und ungeschminkte Statistik und Charakteristik der Manuskripte veröffentlicht werden, die etwa ein größeres Verlags haus jeden Monat ablehnen muß, dann wären die Anklagen gegen die Verlage ebenso um ciu Wesentliches gedämpft wie die Trinmph- rufe der Optimisten, die überall im Geistesleben Deutschlands nur herrlichen Frühling sehen. Die literarische Publizistik ist ein un trüglicher Gradmesser des wirklich vorhandenen geistigen Lebens. Wo nichts Reifes und Großes gedacht wird, kann auch nichts Reifes und Großes gedruckt werde». Die Verlage werde» in dem Augenblick aufhören, Mittelmäßiges zu drucken, da Großes und Gewichtiges das
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