Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 23.04.1913
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- 1913-04-23
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- 23.04.1913
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^ 92, 23. April 1913. Redaktioneller Teil. Börsenblatt f. b- Dtschn. Buchhandel. 4325 tungen, die heute noch unsere Komponisten begeistern. Aber auch das ist nicht so unbegreiflich, wenn man bedenkt, datz unsere modernen Liederkomponisten heute mit besonderer Vor liebe nach Texten greifen, die sich in Superlativen bewegen. Die bietet freilich die oft zarte Lyrik Arndts nicht, selbst in seinen Kriegsliedern ist er zwar markig, aber nicht über menschlich. Die Zahl der komponierten Gedichte politischen, bez. kriegerischen Inhalts ist 12. Das »Kriegslied gegen die Welschen«: Und brauset der Sturmwind, weist 33 Komposi tionen auf, »Bundeslied«: Sind wir vereint zur guten Stunde 16 Kompositionen, »Vaterlandslied«: Der Gott, der Eisen wachsen ließ 14 Kompositionen, »Das Lied vom Feldmar schall«: Was blasen die Trompeten eigentlich nur 4, die Bearbeitungen aber mitgezählt 11 Kompositionen, »Des Deutschen Vaterland«: Was ist des Deutschen Vaterland 8 Kompositionen, »Wer ist ein Mann? Der beten kann« 8 Kompositionen, »Die Leipziger Schlacht«: Wo kommst du her in dem roten Kleid? 6 Kompositionen, »Deutscher Trost«: Deutsches Herz, verzage nicht, 6 Kompositionen; »Einladung zum Tanz«: Das Schwert ist gefeget, 2 Kom positionen, und je 1 Komposition: »Des deutschen Knaben Robert Schwur«: Der deutsche Knabe fest und wert; »Schlacht- gcsang«: Zu den Waffen, zu den Waffen; »Vor der Schlacht«: Auf, die Schwerter hell heraus. Das sind in Summa 197 Kompositionen. Von den Dichtungen friedlicher Gattung sind 14 auf zuführen: »Ballade«: Und die Sonne machte, 33 Kompositionen; »Des Lilienmädchens Wiegenlied«: Schlafe, Kindlein hold und weiß, 27 Kompositionen: »Gebet eines kleinen Knaben an den heiligen Christ«: Du lieber heil'ger, frommer Christ, 15 Kom positionen; »Trinklied«: Bringt mir Blut der edlen Reben, 10 Kompositionen; »Feuerlied«: Aus Feuer ist der Geist ge schaffen, 7 Kompositionen; »Frühling im Aller«: Singen die Vöglein im grünen Wald, 6 Kompositionen; »Grablied«: Geht nun hin und grabt mein Grab, 6 Kompositionen; »Abschied von der Welt«: Ade, ich mutz nun scheiden, 5 Kompositionen; »Des Knaben Abendgebet« fauch Abendlied genannt): Die Welt tut ihre Augen zu, 4 Kompositionen; »Abendlied«: Der Tag ist nun vergangen, 3 Kompositionen; je 1 Komposition: »An die Nachtigall«: Süße Klage, kleine Nachtigall, »An Lilly« (Mägdleins Schmuck): Es wächst ein Blümlein Be scheidenheit; »Das Gespräch«: Ich sprach zum Morgenrot; »Lebenslied«: Steh und falle mit eignem Kopse. In Summa 120 Kompositionen. Mag die Gesamtsumme 227 beider Klassen auch eine bescheidene Zahl sein, Arndt hat mit einigen feiner Dichtungen, namentlich in Verbindung mit den Komponisten, Werke hinterlassen, die ihm in der Musik einen dauernden Ehrenplatz sichern. Vom Antiquariatshandel. vi. iV siehe Nr. 71.) Vcntc Dctaillc. — Die Bibliophilie aus der »Bugra«. — Kataloge von Martin Breslauer und T. De Marinis. — Gratulationsschrift für Paul Schwenke. Jni HotelDrouotin Paris kommt vom 23. bis 26. April die Bibliothek des berühmten französischen Schlachten- und Militärmalers Edouard Detaille unter den Hammer. Ein hübscher Katalog in Quartformat ist darüber erschienen, der im ganzen 712 Nummern verzeichnet: schöne Literatur des 19. Jahr hunderts, zum Teil in Originalausgaben und Vorzugsexem plaren, schöne illustrierte Werke aus der gleichen Zeit, vor allen Dingen aber Geschichtswerke, besonders Kriegsgeschichte, und dann militärische Kostümwerke, darunter auch viele Bücher deut schen Verlags, wie Menzels Illustrationen zu den Werken Fried richs des Großen, Eckert und Monten u. a. m. Wie gewöhnlich, sind die deutschen Titel arg malträtiert worden; aus »Fipps der Affe« wird »Sipps der Affe«, und konsequenter Weise heißt es dann auch »Unser Volk in Waffen« (statt in Waffen). Schwieriger freilich ist es, einen Titel wie »Dies deutschen. Desreumskriege« zu verstehen und »Die deutschen Befreiungskriege« aus solcher Verstümmelung zu enträtseln. »O, was ist die deutsch Sprak für ein schwer Sprak« kann man hier variieren; aber es schadet nichts, die Qualität der angebotenen Bücher leidet nicht dar unter. Der Arbeitsausschuß für die Abteilung »Bibliophilie« auf der Internationalen Ausstellung für Buch gewerbe und Graphik in Leipzig 1914 verschickt sein Programm und bittet die Privatsammler Deutschlands und des ganzen Auslandes um ihre Beteiligung. Der Plan ist recht an ziehend: I. Bibliophilie im allgemeinen (Geschichte der Bibliophilie. Bibliophile Literatur. Privatpressen von Bibliophilen. Bibliophilen-Vereine). II. Hervorragende Sammlerstücke (Das gute Buch als Sammlerstllck. Das schöne Buch. Das außergewöhnliche Buch. Biblio-Jkonophilie und Autographilie. Die Bibliophilie im Altertum, im Mittel- alter und im Orient). III. Das Sammelzimmer eines modernen Bibliophilen. Das ist nur das Gerippe der Überschriften, unter denen dann noch unzählige Einzelheiten in Schlagworten zu finden sind. Man spricht von einem mit aller Sorgfalt gedruckten, kostbaren Sonderkatalog der Abteilung, der geplant ist und dieser Gruppe dauerndes Leben und Wirken weit über das Ausstellungsjahr hinaus sichern soll. Hoffentlich ge lingt es, eine repräsentable Auswahl hier zu vereinigen; unsere Bibliophilen und auch unsere Antiquare könnten hier manches lernen, was ihnen noch fehlt. Die Antiquare werden sich ja Wohl auch in hervorragender Weise als Aussteller daran beteiligen; denn wenigstens in Deutschland sind sie es doch, die noch einiger maßen wertvolle Stücke besitzen, um sie — meist nach dem Aus land zu verkaufen. Die deutschen Privatsammler allein, die mit wenigen Ausnahmen doch noch recht in den Kinderschuhen stecken, würden ein abgerundetes Bild kaum zusammenstellen können. Es patzt gerade zu diesem Thema, wenn wir jetzt einen her vorragenden deutschen Antiquarkatalog (Nr. 22 von Martin Breslauer in Berlin) erwähnen, der sich »Das schöne Buch im Wandel derZeit« nennt und sich durch Inhalt, Art der Bearbeitung und Illustration gleichermaßen auszeichnet. Wie so mancher andere Katalog bildet auch er einen Beweis da für, daß die deutschen Antiquare nicht aufhören, kostbare Bücher schätze vor allen Dingen auch im Auslande aufzusuchen und bei uns zum Verkauf zu stellen. Aber es bleibt nicht viel hier. Das wird sich in seinem ganzen Umfang erst in späteren Jahren ein mal Herausstellen, wenn alte Geschäftsbücher von Antiquaren, vielleicht vom Archiv des Börsenvereins aus, zu historischer Dar stellung Verwendung finden können oder dürfen. Es wäre zu wünschen, datz dergleichen Dokumente dort häufiger niedergelegt würden, als das bis jetzt noch geschieht. Man kann es ja unter bestimmten Kautelen tun, die jeden Mißbrauch verhindern. — Der Katalog, der 192 Seiten umfaßt, beginnt mit einer Reihe kostbarer Handschriften, die zum größeren Teil mit Miniaturen geschmückt sind. An der Spitze steht einl-ivre ck'ksures auf Pergament, das am Ende des 15. Jahrhunderts in den Nie derlanden geschrieben und gemalt worden ist und zweifelsohne der »Lcolk Zanto-brugooiss« entstammt, der auch das berühmte Lrsmarium 6rimani zu danken ist, und mit ihm noch andere köst liche Schätze ähnlicher Art in München, Brüssel, London und Paris, also der Schule der Memling, Gerard David, Simon Bening u. a. Die auf vier Tafeln abgebildeten Proben von größeren und kleineren Miniaturen daraus lassen das deutlich er kennen. Das Exemplar ist besonders reich illustriert und zeigt neben 34 größeren Bildern 45 kleinere Miniaturen, davon 24 im »Kalender«, 45 große Initialen und 99 gemalte Bordüren, und dazu tritt noch ein ganzes Heer von kleinen bunten Initialbuch staben.. Ein Preis wird nicht genannt; das genügt, um ihn als einen außergewöhnlichen zu taxieren. — Ein anderes Perga mentmanuskript des 15. Jahrhunderts, seines Inhalts wegen wertvoll, enthält von den »koesie Si llaeopone cka
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