Verlag von Georg Wigand in Leipzig Sehr geehrter Herr Kollege, bitte widmen Sie den nachfolgenden 2 Seiten S Minuten, und zwar in Ihrem eigensten Interesse. Nach Beendigung des Weihnachtsgeschäftes kann ich mit Genugtuung feststellen, daß mein Appell an das Sortiment den Absatz von PSS3 Exemplaren des Buches ie große Zeit Ein Iahrhundertbuch von Theodor Rehtwißh Preis gebunden M. 5.— während der Wochen vom 25. Oktober bis 24. Dezember gezeitigt hat. Für Verfasser und Verleger nehme ich allerdings in Anspruch, daß sie es dem Sortiment leicht gemacht haben, dieses Buch zu verkaufen: der am 18. Oktober v. I. leider aus dem Leben ge schiedene Verfasser, indem er ein glänzendes Werk schrieb, der Verlag, indem er dem Buch eine Ausstattung gab, die in Anbetracht des Preises von 5 Mark nicht überboten werden kann. And nun lesen Sie bitte, was Nichard Nordhaufen, gewiß ein Berufener, am 18. Dezember 1912 darüber in der „Deutschen Tageszeitung" schrieb unter der Überschrift: Theodor Rehtwischs letztes Such. Wir haben die vortrefflichen vaterländischen Geschichtswerke -es Heimgegangenen Nehtwisch wieder holt eindringlich empfehlen können, und mit Trauer im Herzen zeigen wir heute sein letztes Such an, das noch einmal die ganze Kraft und schöne Geschlossenheit dieses eigenartigen, kernigen Schriftstellers aufsteigen läßt. Unter den zahlreichen, von der kommenden Hundertjahrfeier hervorgerufenen Schriften nimmt die Rehtwischscke vielleicht den ersten Platz, sicher aber einen der hervorragendsten Plätze ein. ver verstorbene hat aus feiner emsigen Tätigkeit nie einen industriellen Setrieb gemacht, und wenn wir neulich auf den Unfug einer pseudopatriotifchen Guchfpekulation Hinweisen mußten, so hat man -er Arbeit Kehtwifchs gegenüber jeden Augenblick die Empfindung, daß sie Zeile für Zeile mit dem Herzen ge-