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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 05.09.1905
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1905-09-05
- Erscheinungsdatum
- 05.09.1905
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- Deutsch
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7734 Nichtamtlicher Teil. ^ 206, 6. September 1905. Praktiken böten. Um diesem Übel einigermaßen zu steuern, empfahl Redner die Ernennung gerichtlicher Sachverständigen aus den Kreisen der Postkarten-Industriellen. Dem Vorstand wurde anheimgegeben, bei der nächsten Versammlung, die Ende September in Berlin stattfinden soll, dahingehende Vorschläge zu machen. (Papierzeitung.) Geschäftsjubiläum. — Die Hof-Musikalien- und -Buch handlung von Theodor Körner in Altenburg konnte am 1. d. M. ihr fünfzigjähriges Bestehen feiern. Wie das Leipziger Tageblatt hört, ist der Begründer der Firma, Herr Hofmusikalien händler August Gerstenberger, noch am Leben und steht im Volkszählung. — Der Deutsche Reichsanzeiger und k. preußische Staatsanzeiger Nr. 207 -vom 2. September veröffentlicht die Ausführungs-Verordnung des preußischen Ministeriums des Innern betreffend die am 1. Dezember 1905 (nach Beschluß des Bundesrats vom 18. März 1905) im Deutschen Reich vorzu nehmende allgemeine Volkszählung. Die Vordrucke der Er hebungspapiere und die Anweisungen zu ihrer Ausfüllung sind gleichfalls zum Abdruck gebracht. Falsches Geld. — Wie die Nationalzeitung (Berlin) meldet, befinden sich nachgemachte Fünfziamarkscheine im Umlauf, die an scheinend auf photographischem Weg hergestellt und teilweise mit dunkelgrüner Farbe nachgetuscht sind. Die Farbe verwischt beim Anfeuchten leicht. Die Darstellung selbst läßt kaum Abweichungen gegen echte Reichskassenscheine erkennen; nur sind die nicht nach getuschten Stellen matter gehalten und weniger scharf abgegrenzt als bei echten Scheinen. Vuchhandlungsgehilfen verein zu Leipzig. — Für den 1. September waren die Mitglieder des Vuchhandlungsgehilfen- vereins zu Leipzig zum Besuch eines Theaterabends eingeladen worden, der im großen Saal der Thiemeschen Brauerei (Tauchaer Straße) um 9 Uhr begann und recht zahlreich besucht war. Zur Aufführung gelangte der Schwank »Papa hat's erlaubt» von G. v. Moser und A. L'Arronge. Die Darsteller, Mitglieder des Ver eins und deren Angehörige, boten unter Leitung des Herrn P. Dreßler recht abgerundete Leistungen, insbesondere kam der ur wüchsige Humor des Herrn K. Kücken, der den Schlächtermeister Vudicke gab, zur Geltung, und mit Vergnügen konnte man in den Gesangspartien bei Fräulein Friedemann, die die Tochter des Schriftstellers Liebrecht gab, eine weitere Entwicklung ihrer schönen Altstimme wahrnehmen. Nicht minder galt der starke Beifall auch den übrigen Mitwirkenden, dem Fräulein Scholtze und den Herren Schubert und Säuberlich.— An die Aufführung des Schwanks schloß sich ein Tanzkränzchen, das die Anwesenden bis nach 1 Uhr Vertrieb schwedischer Bücher in Helsingfors. — Die Helsingforser Buchhandlungen machten bei den Verrechnungsarbeiten aus dem Jahre 1904 den außergewöhnlichen, immerhin bemerkens werten Versuch, sich auf den Rechnungsbezug des abgelaufenen Jahres einen teilweise höhern Rabatt zu sichern. Während die finnischen Verleger einen Minimalrabatt von 20 Prozent, bei Schönliteratur sogar 20 Prozent und 7/6 oder 25 Prozent und 25 Prozent, der — abgesehen von sonstigen Handlungs unkosten — in Anbetracht der teuren Frachtsätze nach Finnland und der hohen Kommissionsspesen in Stockholm nur einen ganz geringen Verdienst auf schwedische Literatur abwarf. Dieser Umstand veranlaßte die finnischen Buchhändler, von den schwedischen Verlegern einen Rabatt von mindestens 30 Prozent zu erbitten, für welchen Fall sie sich verpflichteten, die Güter gegen Seegefahr und das Lager gegen Brandschaden auf eigne Kosten zu versichern. Obgleich diese beiden Versicherungen, speziell in Helsingfors, schon vom Jahre 1903 ab durchgeführt wurden, fanden sich die Stockholmer Verleger nicht zur Beant wortung der Eingabe veranlaßt. Um nun eine Entscheidung herbeizuführen, beschlossen sämtliche Buchhandlungen von Helsing fors, sich beim Abschluß des Jahres 1904 von dem Ordinärpreis 30A oder 7A Extrarabatt von der Verkaufsnettosumme gutzu bringen. Daraufhin reagierten nun die Stockholmer, indem ein Teil gegen diesen Vorgang protestierte und die Cxtragutschrift nicht anerkannte, während andre den höhern Rabatt ohne weiteres gutschrieben. Die Helsingforser Buchhändler hoffen, daß mit der Zeit alle schwedischen Verleger sich dem Vorgang der letztcrn an schließen und so den Vertrieb schwedischer Literatur in Finnland lohnender gestalten werden. Schoener. Kunstausstellung. — Im nächsten Jahre feiert Bayern das hundertjährige Jubiläum seiner Erhebung zum Königreich. Aus diesem Anlaß soll in Verbindung mit der Münchener Jahres ausstellung 1906 im Königlichen Glaspalast eine retrospektive Ausstellung das Kunstschaffen in Bayern während der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts in ausgewählten Werken der Malerei, Bildhauerei und der zeichnenden Künste zur Anschauung bringen. Wenn irgend möglich, wird insbesondre das Lebenswerk derjenigen Künstler dieser Zeit, die vorwiegend Staffelei bilder malten, in geschlossenen Sammlungen vorgeführt werden, da nach hätte beanspruchen dürfen. Diese Ausstellung — schon im Jahre 1904 auf Anregung der bayerischen Staatsregierung für die Internationale Kunstausstellung 1905 in Aussicht genommen — eingetretenen Hinscheidens des unvergeßlichen Meisters Lenbach es von der Münchener Künstlerschaft als Ehrenpflicht erachtet wurde, ihm eine Gedächtnisausstellung zu widmen. Eine gleich zeitige retrospektive Ausstellung und eine Ausstellung Lenbachscher in Betracht kommend. Ein für die retrospektive Ausstellung ge bildetes Komitee, bestehend aus Künstlern und Kunstgelehrten, ist seit längerer Zeit unter dem Vorsitze des Geheimrats vr. von Reber in Tätigkeit. Die bayerische Staatsregierung hat, wie die Ausstellungsleitung der Jahresausstellung in München mitteilt, dem Unternehmen tatkräftigste Unterstützung zugesichert. Von Privaten, die im Besitze von für die Ausstellung geeigneten Presse in St. Petersburg erscheinen zurzeit im Russischen Reich (außer Finnland) 1350 Zeitungen und Zeitschriften, davon in St. Petersburg 419, in Moskau 155, die übrigen 776 in der Provinz. Von den in St. Petersburg erscheinenden werden in russischer Sprache gedruckt 398, in französischer 4, in deutscher 9, in polnischer 1, in finnischer 1, in lettischer 2, in neuhebräischer 2, in althebräischer 2. Dazu soll noch eine Zeitung in tatarischer Sprache kommen, die bei der neuen Lage der Dinge als Bedürfnis empfunden wird. Von den erwähnten 155 Zeitungen und Zeit schriften in Moskau erscheinen nur 2 in französischer und 1 in Eine englische Ausgabe weiblicher Meisterwerke. — Der Lyceum-Club in London wird, wie der Allgemeinen Zeitung von dort geschrieben wird, englische Übersetzungen der besten von Frauen geschriebenen Werke herausgeben. Es sind da für ausgewählt: aus dem Italienischen »Asche« von Grazia Deleda; aus dem Deutschen: -Frau Bürgelin und ihre Söhne« von Gabriele Reuter und -Das tägliche Brot« von Klara Viebig; aus dem Spanischen ein Werk der Carmen Burgos de Sequi; aus dem Holländischen ein Werk der Augusta de Witte; aus dem Schwe dischen ein Roman der Selma Lagerlöf. Belletristische Bibliothek des Leipziger Lehrer vereins. — Die neue belletristische Bibliothek des Leipziger Lehrervereins soll Anfang Dezember d. I. eröffnet werden. Die Gründung ist, wie das Leipziger Tageblatt hört, durch bisherige Anmeldung von 112 Herren zur Mitgliedschaft dieser neuen Bibliothekgenossenschaft gesichert. Die konstituierende Versamm lung soll im Oktober stattfinden.
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