202, 30. August 1812. Künstig erscheinende Bücher. «SN-ndlaU I. d. Mich». Suchhand-I. 9887 jeäermann i8l In1ere88en1! ^bsatr in Partien aus dem Schaufenster! In etwa 14 rgAen erscheint: und der akademische Klassenmoralismus VON Dr. Alexander lille. s^uZIeicb kiekt 9/10 6er Lorialwirtsebaftlicben ^eittrsZen, kersusZeZeben von l)r. Alexander lille.) 10—11 öoxen. 8°. 1V1. 2.— or6., IVl. 1.50 netto. IVl. 1.3S bar unä 11/10 ^xple. In weiten Kreisen des deutschen Volkes ist seit langem und immer wieder die Verwunderung darüber ausgesprochen worden, wie es möglich gewesen ist, class in einem Lande mit einem so starken, fähigen und wagemutigen Dnternekmertum wie ciem deutschen Keicke clie akaclemiscke Wirtschaftslekre zo )akre lang Kat von allen möglichen ideologischen Kicktungen beherrscht werden können, welchen sämtlich eine ausgesprochene blicktbeacktung cler wirtschaftlichen Tatsachen und eine moralistiscke Konstruktionsneigung eignet, insbesondere wie es möglich war, dass die sozialen 8ckrikten eines Cannes wie Lujo Lrentsno, die sich nickt nur an die Lackrunkt, sondern an das grosse Publikum wenden, zo )akre lang in dem Kufe haben sieben können *) *) Oer ^utor des vorliegenden Luckes, selbst ein früherer Dniversitätslekrer, der aber seit rekn fahren in der industriellen Praxis siebt und an wichtigen 81ellen bedeutsame Oeistesarbeit kür die deutsche Industrie geleistet Kat, weist mit einer hervorragen den Kenntnis der Tatsachen nach, wie Lrentano tausendfach die Wirklichkeit > - > *) Kat; mit scharfem Lindringen in die Paragraphen des Oesetres reigt er, wie Lrentano ihren 8iaa verdreht, idre ttegritke vertauscht, ihren Inhalt falsch Kommen tiert und die daraus sich ergebenden Lorderungen übertrieben Kat, bis ) l^it scharfer Logik gebt er den 8ckleickwegen von Lrentanos Denken nach und führt er den blackweis, wie Lrentano im Laufe einer Argumentation einmal und Zweimal den anfangs eingekükrten Legrikk mit einem anderen vertauscht, bis er eine ideologische Forderung erreicht, welche seinen Zwecken dienstbar ist In dieser Weise ist wokl noch mit Keinem deutschen Kalkedersorialisten ins Oerlckt gegangen worden. Dabei ist der 1°on ernst und würdig, hier und da mit ITumor gewürrt, aber frei von jeder Litterkeit. Wer sich jemals für Lrentanos 8ckrikten interessiert Kat, ganr gleich, ob als Lreund, ob als Oegner, und wer wissen will, bis ru welchem Orade dessen Oedankensprünge den Leser irreruleiten verstehen, wer einen freien Ausblick aus der Welt des herrschenden Klassenmoralismus in die Welt des 8pieles der wirklichen Wirtschaftskräfte gemessen will, der wird das ungemein fesselnd geschriebene TTIIescke Luck lesen müssen, das gewiss auch die Tagespresse aller Kicktungen lebhaft beschäftigen wird. Keine L cond.-kestellungen Können ruvackst nickt ausgetükrt werden, dock erscheint bei der gewaltigen 8cdar der Anhänger und Oegner Lujo Lrentanos selbst der Larberug einer Partie durchaus risIKolos. Wir bitten um gek. lebkakte Verwendung und rugleick um erneutes Interesse kür die ITekte i—8 der von Alexander T°ille kerausgegedenen .^orialwissenschaftlichen ^eitkragen", für die durch oben angekündigtes Werk erneute Nachfrage entstehen dürfte. kerlin 8. 42. Otto LIsner Verlagsgesellsckaft m. b. lt.