^ 20S, I. September 1905. Künftig erscheinende Bücher. 7629 Soeben versandten wir folgendes Rundschreiben: P. P- München, im August 1905. Mit dem I. Oktober tritt die „Literarische Warte", deren Leitung seit einem Vierteljahr in den Länden des Herrn vr. Josef Popp ruht, in neuem Gewände und mit wesentlich erweitertem Programm unter dem Titel Die in ihren 7. Jahrgang. Welch bedeutende Pionierarbeit die „Literarische Warte" für die nunmehr langsam sich vollziehende Umwälzung auf dem katholischen Literaturgebiete in den sechs Jahren ihres Bestehens geleistet hat, können wir in wenigen Worten hier nicht ausführen: ihre Verdienste nach dieser Richtung sind aber längst allgemein aner kannt und selbst von der akatholischen Presse wiederholt schon gewürdigt worden. Dafür möge ein kurzes Eingehen auf die zukünftigen Ziele der „Warte" gestattet sein. Getreu dem bisherigen Programm wird sie auch fortab ihr Hauptziel darin erblicken, durch psychologisch- literarische Würdigung bedeutender Dichterpersönlichkeiten, durch Analysen besonders hervorragender Werke, durch unentwegte Stellungnahme zu den literarischen Gegenwartsrichtungen und Modeirrtümern die deutschen Katholiken mit der Literatur in ständiger Fühlung zu erhalten. Zu dem bisherigen Stamm bewährter Mitarbeiter sind neue erprobte Kräfte gewonnen worden, sodaß künftig für alle Sparten gediegenste Arbeiten in Aussicht gestellt werden können. Eine höchst beachtenswerte Bereicherung erfährt der neue Jahrgang durch eine vierteljährlich einmal erscheinende Sonderbeilage Iugendbücherei. Das so überaus wichtige Gebiet der Iugendschristen findet darin unter der Leitung des Lerr» vr. Thalhofcr sachliche und eingehendste Behandlung. Pädagogen und Elter» wird dies eine sehr willkommene Neuerung sein, für die man um so dankbarer sein wird, als die „Jugendbücherei" einem lebhaft empfundenen Bedürfnis der weitesten Kreise entgegenkommt. Neu ist auch die Pflege der Musik und Kunst, denen künftig ebenfalls ein Plätzchen in der „Warte" gesichert ist. Freilich ist hier zunächst eine Beschränkung auf die allgemeine Strömung und auf charakteristische Einzelheiten geboten. An weiteren Verbesserungen heben wir hervor: Die Einführung einer Rubrik „Unsere Literaturwelt", die durch kleinere Notizen über Persönliches und Sachliches, das sich in den Tageszeitungen verliert, Nachricht geben wird. Über das Wissenswerteste aus dem Theaterleben wird die „Bühncnschau" allmonatlich berichten, während unsere „Zeitschriftenschan" künftig auch auf die ausländischen Revuen Rücksicht nehmen und die „Kritische A m schau" mehr noch als bisher der Einzclkritik dienen wird. Im Einklang mit diesem weiteren Ausbau unserer „Warte" mussten wir den Bezugspreis vom neuen Jahrgang ab um ein Kleines erhöhen und zwar auf 2 Mark ord. pro Quartal. Damit aber der Vertrieb für Sie um so lohnender werde, gewähren wir von jetzt ab ZV°/„ Rabatt und auf lv Exemplare I Freiexemplar. Wir bitten Sie nun um erneute lebhafte Verwendung für die „Warte", für die Sie in allen Kreisen neue Interessenten finden können. Am Sie in Ihren Bemühungen noch mehr zu unterstütze», stellen wir Ihnen in mäßiger Anzahl erste Lefte und Prospekte, ein wirkungsvolles neues Inseratklischee und ein Plakat fürs Schaufenster gern kostenlos zur Verfügung und sehen Ihrer Bedarfsangabe auf beigefllgtem Bestellzettel baldigst entgegen. Mit größter Lochachtung Allgemeine Verlags-Gesellschaft m. b. H.