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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 18.08.1905
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1905-08-18
- Erscheinungsdatum
- 18.08.1905
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- Deutsch
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191, 18. August 1905. Nichtamtlicher Teil. 7227 gemäß der Sitte jener Zeit so weitschweifig sind, daß sie fast ein Inhaltsverzeichnis bilden.«) Eins der ersten, vom Jahre 175S, muß ein alphabetisch geordnetes Fach-Register gewesen sein, das sowohl Hand werks- als auch kunstgewerbliche Berufszweige umfaßte. Es wurde in ungefähr demselben Umfange 1774 von neuem herausgegeben und wieder 1775, aber bedeutend erweitert; jetzt waren zugleich Verzeichnisse der Kaufleute und Fabrikanten ausgenommen und sein Umkreis auf alle französischen Handelsstädte ausgedehnt. Das wichtigste Pariser Adreßbuch von heute wurde 1797 von I de Latynna gegründet, unter dem Titel »U'^Imavaeü äu oominsres Zs Paris, Zss Zspartsmsuts et Zs I'strsvgsr« und ist seitdem jedes Jahr erschienen. 1819 übernahm es Söbaftien Bottin (Statistiker und Verwaltungsbeamter, geb. 1764) und nannte es »1/almausob Uottiu«. Nach seinem Tode 1853 trat seine Witwe es an die Verleger Firmin-Didot ab, die seit 1838 zugleich »U'anuiiairo gsnöral Zn oomwsrss« Herausgaben und 1857 die beiden Werke unter dem gemeinsamen Titel »U'annuairs alwavaoü Zu oommsros st Zs l'iu- Znstris 7) (Viäot-Uottin)» vereinigten. So heißt das Buch noch, wird aber in der Regel nur -Bottin, genannt. Um die Geschichte des -Bottin« bis auf die Gegenwart zu führen, sei zu Kraks Skizze ergänzend hinzugesiigt, daß das Unternehmen seit 1882 von einer Aktiengesellschaft, die es zum Preise von 7 500 000 Frcs. erwarb, von der »Loviöts aoonxms Zs l'Lvnuairs Zu sowmsres viZot-Uottiul fortgesetzt wird. Über die verschiedenen Phasen der Entwicklung des »Bottin» haben seine Herausgeber an der Spitze des Jahr gangs 1864 selbst Angaben gemacht. Außerdem bestehen: 1. seit 1885 lout-paris, Xnnnsirs äs In Looiötö parisisovs. kloms st aärsssss, avsv iuZicutiou äss 2. seit 1897 Paris-Uaobstts. Zu 10 kr. (kleinere Aus gabe 5 kr. und 3 kr. 75 s). Es enthält gegen 550 000 Adressen, 1100 Bildnisse, davon 800 mit kurzer Biographie, Illustrationen, Plan, Telephon- und Telegrammadressen. Außer komplett ist es auch in Einzelausgaben, einer für die Gesellschaft und die freien Berufszweige, einer für Handels- und Jndustriekreise bestimmten, zu haben, wodurch es an Handlichkeit und Wohlfeilheit sehr gewinnt. Wenden wir uns nun Deutschland zu und folgen wir dabei Kraks Aufsatz. »In Berlin erschien 1707 »Adreßkalender der kgl. Preußischen Haupt- und Residenzstädte Berlin, (Mehrzahl, da Berlin damals aus mehreren selbständigen °) Es gibt unter dem Haupttitcl »Llwavaob Zs Paris« mehrere derartige Bücher: 1727 von Maupoint, in-8°.; 1775 von A. N. 1783 von Kremseld, 5 Bände in-24«, enthaltend Namen, Titel, Berus und Wohnung der Standespcrsonen. 0 Der vollständige Titel lautet heute weiter: ». . äs la wa- ^isiraturs st äs l'aäwinistration, au Llinauaoü äss 1500000 aärsssss äs Paris, äss äsxartswonts, äs» svloniss st äss xa^s stranZars (vickot-vottin)-. 3 rols. iv-4". cart. 30 kr. Vgl. übrigens die Mitteilungen in Jahrgang 1903, Nr. 35, S. 1205 des Börsenblatts, wo an den beiden Ausgaben »Iss äspariswsvts« und »l.'i.Ilanger- eine recht absprechende Kritik geübt wird, was Genauigkeit und Wiedergabe fremder Eigen namen betrifft; — dort ist auch die Rede von einem Vorläufer des Bottin, dem »Llmanaob äss 25 000 aärsssss äs Paris pour l'avnö« 1833-, der als kleiner Oktavband sich bequem in der liberzieherlasche unterbringen lasse. Städten bestand). Dieser Titel ist irreführend, denn es war eigentlich ein Staats- und Stadthandbuch mit Angaben über die Beamten und ihre Wohnungen; aber Adressen von Ge schäftsleuten enthielt es nicht. Der Kalender ist unter andern Titeln bis auf die Gegenwart fortgesetzt. Gegen Ende des Jahrhunderts kam in mehreren Jahr gängen heraus: »Wegweiser für Fremde u. Einheimische durch die kgl. Residenzstädte Berlin u. Potsdam«,«) der der Hauptsache nach eine Beschreibung der öffentlichen Gebäude usw. bot, woran sich ein alphabetisch geordnetes Verzeichnis der Schriftsteller, Künstler und Musiker mit ihren Adressen anschloß. Dies ist der einzige uns bekannte Fall, in dem man mit diesen Klassen der Gesellschaft begonnen hat. Ein wirkliches Adreßbuch: -Allgemeines Adreßbuch für Berlin. Herausgegeben von I. L. Borche« erschien erst im Jahre 1820., Soweit der dänische Verfasser über Berliner Adreßbücher, deren Geschichte zu schreiben ja nicht seine Absicht war. Uns jedoch wird es interessieren, davon etwas mehr zu erfahren. Zunächst sei nachgetragen ein bald nach dem »Wegweiser, erschienenes »Kaufmännisches Adreßbuch für Potsdam u. Berlin auf 1802. Berlin, Braunes. 16 gr. Um den gegenwärtigen Standpunkt des Berliner Adreß buchwesens zu kennzeichnen, mögen folgende Angaben ge nügen: Jährlich erscheint in Carl Heymann's Verlag obiger »Adreßkalender«, noch unter gleicher Bezeichnung, nur mit dem Zusatz »sowie für Charlottenburg, . . . auf das Jahr . . . Redig. im Bureau des Ministeriums des Innern. Der Jahr gang 1904 wird als einhundertneunzigster bezeichnet. Aber Berlin verfügt noch über ein andres allgemeines Adreßbuch und ist damit wohl jetzt die einzige deutsche Stadt, die zwei vollständige Orts-Personenverzeichnisse hat. Es lautet »Berliner Adreßbuch 1905. Unter Benutzung amtlicher Quellen ...» und bildet zwei starke Quartbände von zusammen gegen 4400 Seiten. Bis 1904 erschien es im Verlag der -Berliner Adreßbuchgesellschaft-, die aber seitdem in die Firma »August Scherl, Deutsche Adreß- buchgesellschast m. b. H.« abgeändert ist. Diese Firma, die mit einem Gesamtkapital von 1 750 000 arbeitet, hat gleichzeitig die kurz zuvor von August Scherl angekauften Adreßbücher der Städte Leipzig, Frankfurt a. M., Halle a. S. und Breslau erworben und gibt diese seit dem heraus. Von ihnen ist das Frankfurter, wenn wir seine Vor läufer mitzählen, entschieden das älteste. Über seine ersten Ausgaben berichtet der »Erste Nachschlagebücherei« betitelte Anhang im »Adreßbuch der Adreßbücher«, das der dortige Adressenverlag von Mahlau L Waldschmidt herausgab (6. Aust. 1901). Um »Des Heil. Römischen Reichs voll ständiger Genealogisch- und Schematischer Calender, auf das Jahr 1745, Deme als ein Anhang bepgefllget worden: Das jetzt lebende Franckfurt In welchem alle Ehren-Amter und alles andere, so des H. R Reichs freye Wahl- und Handels- Stadt Frankfurt am Mayn bctrift, befindlich« heraus zugeben, erhielt der »Burger und Buchhändler» Franz Varrentrapp kaiserliches Privilegium, das dann mehrfach erneuert wurde und an den 1787 zuerst genannten Hand lungsteilhaber Johann Conrad Wennec überging. Unter verschiedenen Titeln (1756—1806 als »Verbesserter Raths- und Stadt-Calender-, 1807—10 als »Staats- Calender der Fürst-Primatischen Stadt-, 1812—13 »der Großherzoglichen Stadt», seit 1817 »der Freien Stadt . . .« verlegen das Adreßbuch später I. Fr. Aug. Schuster und Georg Friedrich Krug. Erst letzterer gibt ihm, 1834, den Namen Adreßbuch, führt aber den Staats- «) Berlin 1798, Nicolai. 21 gr. 958'
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