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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 16.08.1905
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- Ausgabe
- Band
- 1905-08-16
- Erscheinungsdatum
- 16.08.1905
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- Deutsch
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7174 Nichtamtlicher Teil. 189, 16. August 1905. sächlich drei, gegenwärtig im Vordergründe des Interesses stehende Gegenstände: -.Kaufmannsgerichte-, -Verhältniswahl-, »Tarifverträge«. Zu dem ersten Gegenstände wird eine über sichtliche Tabelle über die 221 im Deutschen Reiche bis jetzt errichteten Kaufmannsgerichte gegeben. Die bereits vor liegenden praktischen Erfahrungen werden an der Hand des Breslauer Kaufmannsgerichts von dem dortigen Magistratsassessor Or. Glücks mann besprochen. Von den zahlreichen Urteilen der Jnteressenten-Aerbände über die neue Einrichtung, die an dieser Stelle zum Abdruck gelangen, nennen wir: Älteste der Kaufmann schaft von Berlin, Verband der Kaufleutebeisitzer in Hannover, Verein der deutschen Kausleute (Hirsch - Duncker), Deutsch-natio naler Handlungsgehilfen - Verband, Zentralverband der Hand lungsgehilfen Deutschlands. — Den »Grundgedanken der Ver hältniswahl» legt an der Hand der neuesten Gesetzgebung des schweizerischen Kantons Basel-Stadt Stadtrat vr. Flesch-Frank- furt a. M. dar, während Bürgermeister Cuno-Hagen die Gestalt der Verhältniswahl, wie sie in den Statuten der deutschen Kaufmanns berichte sich darstellt, ausführlich behandelt. — Eine tabellarische Übersicht über 479 Tarifverträge gibt Fräulein Fanny Jmle. Es gibt in Deutschland ein Gewerbegericht, in dessen Bezirk Tarifverträge schon in den sechziger und siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts allgemein waren. Es ist das Königliche Gewerbegericht Solingen. Dessen Rechtsprechung zur Sache be spricht Rechtsanwalt Or. Baum, der Archivar des Verbandes. In Berlin haben die Tarifverträge durch die »Schlichtungs kommissionen- des Gewerbegerichts eine eigenartige Entwicklung erfahren, die von dem Magistratsrat v. Schulz-Berlin, sowie von vr. Kratochwill-Wien behandelt werden. Das aus ländische Recht des Arbeitsvertrages ist durch einen Aussatz von vertreten. Außerdem gibt die Beilage eine vollständige Auf zählung aller deutschen Gesetze zum Recht des Arbeitsoertrags, die seit dem letzten Verbandstage ergangen sind, eine Biblio graphie des Arbeitsvertragsrechts u. a. m. (Leipziger Zeitung.) Mörike und seine Verleger. — In der bei Max Hesse in Leipzig erscheinenden Ausgabe von Eduard Mörikes Werken widmet der Herausgeber Rudolf Krauß den ganzen ersten Band der Biographie des Dichters. In diesem Band »Mörikes Leben und Schaffen nebst Auswahl seiner Briefe- (261 Seiten 8".) bringt der bekannte Mörikeforscher ein Lebensbild nach den zuverlässigsten Quellen. Er behandelt darin auch Mörikes Beziehungen zu seinen Verlegern Franckh, Cotta, Göschen, ferner der Balzschen Buchhandlung in Stuttgart, dem E. Schweizerbartschen Verlag, dem Buchhändler Etzel in Stuttgart, Reimer in Berlin, G. Heubel in Hamburg, C. P. Scheitlin in Stuttgart, der Hoffmannschen Verlagsbuchhandlung in Stutt gart, Krais L Hoffmann in Stuttgart, Langenscheidt in Berlin, Reff in Stuttgart usw. Es ist eine Fülle interessanter Einzelheiten, zum Teil mit Angaben der von Mörike bezognen Honorare. Über letztere hat Krauß außerdem im Schwäbischen Merkur (Beilage: Schwäbische Kronik, Nr. 417, 7. September 1904) einen größern Artikel veröffentlicht, der eine sorgfältige Verarbeitung des einschlägigen Materials enthält. Tony Kellen. Dresdner Gemäldegalerie. — Am 25. September d. I. werden 50 Jahre verflossen sein, seit die Dresdner Gemäldegalerie in ihrem jetzigen Heim der Öffentlichkeit zugänglich ist. Die Kunstschätze, für deren genußreiche Betrachtung der jetzige Bau sich schon als zu klein erweist, waren bis 1722 in verschiedenen kurfürstlichen Gebäuden in Dresden und aus dem Lande unter gebracht. 1722 ordnete August der Starke ihre Unterbringung im sogenannten Stallgebäude am Judenhof in Dresden an. 1845 be schloß König Friedrich August, um den Klagen über Unzulänglich keit dieses Hauses für solchen Zweck ein Ende zu machen, ein neues Gebäude aufzuführen. Die Stände bewilligten ihm dazu 350 000 Taler. Nach langen Beratungen über den Platz ent schied sich der König endlich für die Nordseite des Zwingers, der bekanntlich nur als Vorhof eines Prachtschlosses gedacht und an dieser Seite vorläufig durch eine Mauer abgeschlossen war. Am 23. Juli 1847 wurde der Grundstein zu dem neuen Museum ge legt und der Bau nach Sempers Plan, aber seit 1849 unter Hof baumeister Krügels und Landbaumeister Hänels Leitung, 1854 bis auf die innere Einrichtung vollendet. Am 25. September 1855 wurde die Gemäldesammlung in diesem neuen Museum für das Publikum eröffnet. Die Gesamtbausumme betrug etwa 440000 Taler. Das im Renaissancestil erbaute Museum ist bekanntlich eins der schönsten Bauwerke der Neuzeit. Leipziger Tageblatt schreibt, in den Tagen vom 16. bis 19. d. M. in Slraßburg i. Elsaß stattfinden. Papst Pius X. hat bekannt lich eine für die ganze katholische Kirche maßgebende Restauration des traditionellen Chorgesangs angeordnet und der Kongreß soll eine Förderung der Bestrebungen zur Rückkehr zur alten Choral form in Deutschland bezwecken, da unter den katholischen Kirchen musikern Deutschlands teilweise ganz seltsame Vorstellungen über die Schönheit und Eigenart des echten gregorianischen Gesangs herrschen. Professor vr. Wagner in Straßburg ist Leiter des Kongresses. »Esperanto-. — Über die neue Weltsprache »Esperanto-, die jetzt in einem eignen Kongreß in Boulogne 8. w. behandelt wird, hat die Wiener Akademie der Wissenschaften schon früher ein wissenschaftliches Gutachten veranlaßt, und zwar wurde das wirkliche Mitglied der Akademie Professor H. Schuchardt in Graz mit der Aufgabe betraut, die auf Schaffung einer künstlichen internationalen Hrlsssprache gerichtete Bewegung im Auge zu be halten und nötigenfalls an die Akademie zu berichten. Pro fessor Schuchardt hat eine umfassende Abhandlung über die Mög lichkeit, Notwendigkeit und Nützlichkeit einer internationalen »Hilfs«- oder »Gemeinsprache- ausgearbeitet, wobei er zu dem Schlußergebnis kommt, daß die Schaffung einer solchen Sprache mit der Zeit un abweisbar erscheinen werde, und daß keine der lebenden Sprachen hierzu ausersehen werden könne. Es werde vielmehr eine eigne Sprache hierzu künstlich geschaffen werden müssen. Er hält das »Esperanto«, das der russische Arzt Zamenhos im Jahre 1887 erfunden hat, für lebensfähig und macht sogar den Vorschlag, daß die »Internationale Assoziation der Akademien der Wissenschaften-, deren Vorort jetzt die Wiener Akademie ist, sich dieser Sache an nehme und sie fördere, damit diese allgemeine Weltsprache auch im wissenschaftlichen Verkehr Eingang finde. Professor Schuchardt erinnert in seiner Studie auch daran, daß die »Volapüksprache- gegen Ende der achtziger Jahre mehr als eine Million Anhänger hatte, 25 Zeitungen erscheinen ließ und durch etwa 300 Lehrbücher gelehrt wurde. (Neue Freie Presse.) Leipziger Buch Handlungs-Markthelfer. — Eine am 12. d. Al. im Gasthaus »Stadt Hannover- zu Leipzig abge haltene Versammlung der im Leipziger Buchhandel beschäftigten ständigen und Aushelse-Markthelfer nahm erneut Stellung zu der von der Leipziger Leitung des Verbandes der Handels-, Trans port- und Verkehrsarbeiter bereits seit Jahresfrist betriebenen Bewegung zur Einführung eines Tarifs im Sinn der Arbeiter sorderungen. Für die Bewegung kommen 700 Arbeiter in Frage. In der Versammlung wurde der Hauptnachdruck nicht auf die Forderung der Lohnerhöhung, sondern auf die feste Regelung der Lohn- und Arbeitsoerhältnisse, sowie namentlich des Arbeits nachweises gelegt. Eine weitere Forderung verlangt, daß die Aushelse-Markthelfer nicht mehr, wie bisher, von den Ober markthelfern angenommen werden sollen, sondern von den Prinzi palen selbst oder deren Vertretern. Die Versammlung beschloß zur Durchführung dieser Forderungen in Gestalt eines entsprechen den Tarifs die Stärkung der Organisation und die Entfaltung einer lebhaften Agitation. (Leipziger Zeitung.) Neue Bücher, Kataloge rc. für Buchhändler. Holrüu.ncksl iu Ltoolrüolw. 8". 24 8. 703 dlro.
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