^ II2. 16. Mai 1905. Fertige Bücher. 4639 Der Kunstwart urteilt in seinem Schiller-Heft über: Berger Schiller I. Band. 40 Bogen mit Porträt. Fein gcb. Mk. 6. (1. 6. Tausend 1905) „Dieses Bergersche Werk, ei» Scitcnstück zu Biclschowskys Goethe-Biographie, will tief gründig sein und gleichzeitig ein Volksbuch werden. Es vermeidet die literarisch-kritische Überfracht Weltrichs, bleibt aber von literarischer Bedeut samkeit und erfüllt so den Zweck, dem Äarnack genügen will, in überwiegend höherem Sinne. . . Eine ruhig glühende Flamme, die seelisch zu durchwärmen vermag, ist Bergers schönes Buch. Den zweiten Band soll man für das nächste Jahr erhoffen dürfen. Mögen das viele tun!" Kühnemann Schiller Z9 Bog. m. Porträt. Fein geb. Mk. 6.50 „. . . Das Buch ist ein Musterbeispiel, wie in einem Einzelnen eine ganze geschichtliche Epoche lebendig gemacht werden kann. Es lebt wirklich! Ausblick von hoher Warte verbinden überall Ver gangenheit, Gegenwart und Zukunft des fort schreitenden Lebens. In dieser Form gewinnt Kühnemanns Schillerbuch einen Wert über sein besonderes Ziel hinaus: es hilft ganz allgemein zur Lebensschätzung in höherem Sinne erziehen . . . Kühnemanns Buch wölbt sich in breitem Bogen über die Schillerbiographie» der jüngsten Vergangenheit empor. . ." Bergers Schiller ist nach I. V. Widmann (Berner Bund) „das Ideal eines volkstümlichen Schiller buchs": das würdige Gegenstück zu Bielschowskys Goethe. Kühnemanns Schiller ist bestimmt, die Auffassung Schillers für die Gegenwart „neu zu prägen": „die Gefahr einer gewissen Blasiertheit, die die gebildete Jugend der Gegenwart bedroht, wird am besten durch solche Werke wie Kühnemauus Schiller bekämpft." (Adolf Matthias in der Monatsschrift f. höh. Schulen). In vielen Fällen werden sich Berger und Kühnemann zusammen absetzen lasten, da sie einander nicht entwerten, sondern ergänzen. Die Schillerfeiern werden die Empfänglichkeit für die nicht nur für den Augenblick bestimmten Schillcr- bücher steigern: wir bitten die Herren vom Sortiment das Eisen, solange es heiß ist, zu schmieden. Exemplare und Prospekte stehen zu Diensten. C. H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung (Oskar Beck), München. 613*