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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 17.07.1912
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1912-07-17
- Erscheinungsdatum
- 17.07.1912
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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7sF 164, 17. Juli 1912. Nichtamtlicher Teil. Fassen wir den Umfang der drei großen Kollektionen zu» sammen, die sämtlich neben einem einwandfreien und schier unerschöpflichen llnterhaltungsstoss Bücher aus allen Wissens gebieten enthalten, so ergibt sich schon hier allein die stattliche Anzahl voll 5200 Bänden; mit der Nolksbidliothck des Lahrer hinkenden Bolen erhöht sich die Zahl auf rund 5500 Bände, oie fortgesetzt im Dienste der Volksbildung Verbreitung ge sunden haben und finden. Ihr Verdienst im Sinne Carl Joseph Meyers ist unbestritten und kann selbst von ihren Gegnern crnsllich nicht angefochtcn werden. Den Spuren der drei großen Kollektionen folgen Max tzcsscs Volksbücherei und eine Reihe Spezialsamm lungen rein literarischer Natur. In Max Hcsses Volks bücherei, die cs innerhalb eines verhältnismäßig kleinen Zeit raumes auf zirka 700 Nummern in rund 320 Bänden gebracht hat, steht die klassische und Unterhaltungslitcratur wie bei Hendel im Vordergrund, wobei man besondere» Wert auf die Vertretung der modernen Autoren gelegt hat. Der Normal preis beträgt 20 H für die Nummer! die Ausstattung in Druck, Papier und Format ist durchaus lobenswert. Die Sammlung ähnelt in mancher Beziehung der etwas aus der Mode gekom menen Cotta schen Handbibliothek, in der neben den klassischen Werken auch eine Reihe moderner Autoren des berühmten Verlages vertreten sind, z. B. Gottfried Keller und Adolf Wilbrandt, neuerdings auch I. C. Heer und Rudolf Herzog. Diese Kollektion umfaßt rund 175 Bände, die sich in der Preislage von 25 H bis 1 bewegen. An dieser Stelle sei auch einer anderen Kollektion des Colta schen Verlages gedacht, der Bibliothek der Weltlite ratur, die heute den neueren Klassikersammlungen zuliebe meist sehr zu Unrecht hintenangesctzt wird. Sie vereinigt in schönen Bänden zum Preise von je 1 ftk die hervorragendsten klassischen Werke der Literatur aller Kulturvölker und hat den stattlichen Umsang von rund 320 Bänden. Im Anschluß an diese Sammlungen verdienen noch zwei österreichische Unter nehmungen Erwähnung: Die von K. Prochasla in Teschen verlegte Deutschs sterreichis che Klassiker- Bibliothek, die ältere österreichische Schriftsteller in klei nen, schön ausgcstattcten Leinenbänden zum Preise von 1 1< vereinigt (bisher 40 Bände), und die bei Daberkow in Wien erschienene N a t i o n a l - B i b l i o t h e k, die sich die Pflege der älteren österreichischen Literatur sowohl wie auch der Werke bekannter deutscher Autoren angelegen sein läßt. Er schienen sind 400 Nummern zum Preise von je 24 k, bzw. 220 Bände. Zu erwähnen wären, um wieder zum reichsdeutschcn Verlag zurückzukehren, auch Sch affst eins Volks bücher, die aus vielfach zurechtgestutzten wertvollen Werken der unterhaltenden Literatur, zumeist der deutschen, bestehen. Hier prägt sich bereits das Bestreben nach pädagogischer Reini gung aus, das dem Volke ans bestimmten Gründen seine Lite raturwerke nicht restlos anzuvertrauen wagt. Die Ausstattung ist eine hervorragend gute. Die Preise bewegen sich zwischen I ./k bis 3 übersteigen also zum Teil die Grenze, die hier gesteckt werden mußte. Einen großen Raum im Buchhandel nehmen die rein belle tristischen Kollektionen ein. Eine der umfangreichsten ist Kürschners Bücherschatz. Sie verfügt über eine große Anzahl guter bekannter Autoren, die allerdings auch einen Teil mittelmäßiger Literaturcrzcugnisse decken müssen, und dient vornehmlich dem großen Untcrhaltungs- bcdllrfnis auf Reisen, in Bädern und Kurorten. Da das Publikrim diese Bücher weniger im Schranke aufzubewahren pflegt, sie vielmehr nach der Lektüre im Eisenbahnwagen liegen läßt oder an Bekannte weitcrgibt, bis sie zerlesen sind, so spielt die Ausstattung keine besondere Rolle. Die meist sehr primitiven Illustrationen, mit denen sic geschmückt sind, sind Börsenblatt für ben Deutschen Buchhandel. 79. Jahrgang. Wenig geeignet, die Phantasie des Lesers zu beflügeln. Aus schlaggebend bleibt die durchschnittlich gute Qualität des Lese stoffes und der billige Preis von 20 P, für den abgeschlossenen Band, was sehr viel heißen will. Nicht weniger als 800 Bände sind bisher erschienen. Diesem Unternehmen ha! der Verlag neuerdings noch eine Sammlung Tausend und eine Er zählungen für Jung und Alt angegliedert (eben falls ä 20 P,), wovon bisher ca. 30 Bände vorliegen. Eine Anzahl Konkurrenzunternehmungen erblicken wir neuerdings im Gefolge dieser erfolgreichen Sammlung. Ich nenne hier Enßlins Roinan - und Novellenschatz (über 200 Bände ä 20 H), bei Enßlin L Laiblin in Reutlingen, Webers moderne Bibliothek (fast 200 Bände ä. 20 H) und Webers Bunte Sammlung inter essanter Erzählungen (etwa 50 Bände ä 20 L>), beide bei Otto Weber in Hcilbronn, ferner Weich er >s W o ch e n - B i b l i o t h e k (annähernd 300 Bände ä 20 H). bei A. Weicher! in Berlin, ferner Bagels Haus- und Reisebibliothek (ca. 85 Bände ä 30 H), bei Julius Bagel in Mülheim a. Rh. Wir begegnen in allen diesen Samm lungen einer großen Anzahl unbekannter Autoren, wenn auch die Namen bekannter Lileraturgrößen meist zweiten Ranges nicht fehlen. Den modernen Bestrebungen der Bildungs vereine mehr angepatzt, ist die bei Enßlin L Laiblin in Reut lingen erschienene Sammlung Bunte Bücher, 108 Hefte L 10 H (auch in Bänden ä 1 «kk vereinigt). Wie in vielen der neueren Kollektionen bildet hier ebenfalls ein farbiges Titelbild das Aushängeschild. Guter, spannenderJnhalt in dem etwas aufgebesserten Gewände der Schundliteratur. Zu er wähnen wäre an dieser Stelle auch eine neue Sammlung Von Buch zuBuch,VonBlattzuBlatt,ein vom Turm- Verlag, Markert L Co. in Leipzig begonnenes Unternehmen, das bisher rund 100 Nummern ä 20 L, in ca. 50 Bänden ver einigt hat. Ein gewisser patriotischer Zug unterscheidet die Kollektion von anderen ähnlichen. Ein vornehmes belletristisches Unternehmen ist Engel horns Romanbibliothek, die inhaltlich sowohl wie in bezug auf Ausstattung das denkbar Beste in der Preislage von 50 und 75 P, für den broschierten, bzw. gebundenen Band bietet. Die überaus sorgfältige Auswahl des Lesestoffes, der zum großen Teil auch für die erwachsene Jugend geeignet ist, sichert dieser Kollektion trotz aller Konkurrenzunternehmun- gcn eine bleibende Bedeutung. Ca. 750 Bände sind davon er schienen. Die Bücher des deutschen Hauses, hcr- ausgegeben von Rudolf Presber, die sich im Buchhandel durch Anwendung ungewohnter Vertriebsformen ihren Rus selbst verscherzt haben, müssen hier wegen ihrer unbestreitbaren lite rarischen Qualität erwähnt werden. 112 Bände ä 80 P, sind erschienen. (Fortsetzung folgt.) Werbeschulung für Kaufmann und Kunden- tverber von Hans Weidenmüller-Leipzig. Ver. lag von Oskar Meister in Werdau i. Sa. Kl. 8". 48 S. In buntem Umschlag. Preis 1 ord. Gibt Hans Weldenmüller in leinein Buche »Erfolgreiche Kundenwerbung« (Bbl. 1912, Nr. 4S> Anleitung und Muster, besipiele zur Geschästsempsehlung, so weist er in der Einführung zu dem vorliegenden Schristchen erneut nachdrücklich aus die Wichtigkeit des Empsehlungswesens für die Geschäftswelt hin und betont mit Recht dessen hervorragende Bedeutung sür jeglichen geschästlichen Erfolg. Folgerichtig gelangt er hieraus zu der Forderung einer allgemeinen Werbeschulung zunächst sür den Kausmann, für die schon die Handelslchule durch Einführung der Werbekunde als eines selbständigen Lehr- sachs vorzubereiten habe. Ansätze hierzu sind auch schon hier und da zu finden. Da aber auch der kleine Händler, der keine Handelsschule durchläuft, und der Handwerrer der Geschästs- IIV8
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