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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 29.03.1912
- Strukturtyp
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- 1912-03-29
- Erscheinungsdatum
- 29.03.1912
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4044 SSrs-nbl-tt f. d. Dych«. «Il-Mnds, Mchtamtlicher Teil. 74. 29. März 1912 Musik mit allen ihren Anhängseln auf diesem Gebiete zur Anzeige und enthält die Nummern 6339—8970. Da der ganze Katalog fünf Hefte von ähnlicher Ausdehnung umfaßt, wird es leicht verständlich, daß das Lager dieser Spezial- Handlung in den Kreisen der Fachleute einen Weltruf genießt. Früher waren übrigens die Verzeichnisse solcher Spezialisten wahre Fundgruben für Sammler und Bibliophilen, die nicht zu den klassischen Philologen gehörten, für Liebhaber alter, seltener und schöner Drucke, die hier, ihrer oft unter geordneten wissenschaftlichen Bedeutung nach gewertet, meist viel, viel billiger ausgeboten wurden, als man sie anderweit haben konnte. Diese Zeiten sind jetzt wohl endgültig vorbei; die preisbildenden Nebenumstände werden neuerdings mehr und mehr beachtet, so daß nur selten noch ein wirklicher -Fund- zu machen ist. Auch auf dem Gebiete der -Orientalia- will die Firma Simmel L Co. jetzt mehr als bisher in Wettbewerb mit den schon bekannten Spezialisten in diesem Fache treten. Sie hat das Lager von Rudolf Haupt in Leipzig und die Ver bindungen des Geschäfts erworben. Diese von dem viel zu jung gestorbenen M. Spirgatis gegründete Handlung hatte sich zu dessen Zeiten durch eine sehr geschickte Führung und durch vortrefflich gearbeitete Kataloge bald weithin bekannt gemacht. Simmel L Eo. veröffentlichen als erstes ein Ver zeichnis »Ägyptologie- aus dieser Erwerbung. 1348Nummern stark. Es ist ein etwas kostspieliges Vergnügen, diese Wissen schaft zu betreiben, und so lassen sich die Interessenten fast zählen, ebenso wie die ihr gewidmeten Kataloge der Anti quare. so daß der vor mehr als einem Vierteljahrhundert in F. A. Brockhaus' Sortiment und Antiquarium erschienene Katalog der Bibliothek Lepsius noch heute ein unentbehrliches Hilfsmittel ist. Reichhaltig und umfangreich sind die Kataloge, die sich mit Geographie und Geschichte und mit ihren Hilfs wissenschaften beschäftigen. Martinus Nijhoff im Haag hat die Bibliothek von I. D. E. Schmeltz. dem verstorbenen Direktor des ethnographischen Museums in Leiden, gekauft und wird sie, mit anderen Beständen untermischt, unter dem Titel »Ltbnograxkis. Vo^agss- in einer Reihe von Kata logen zur Anzeige bringen, von denen jetzt die zwei ersten (Nr. 386 und 387) vorliegen, die je rund 1000 Nummern umfassen. Sie enthalten: Allgemeines, Afrika. Amerika und Asien (mit Ausnahme von Niederländisch-Jndien). — Die Sammlung des Prof. Vanderkindere in Brüssel bildet den Hauptinhalt von zwei Katalogen (Nr. 345 und 346). die Otto Harassowitz in Leipzig herausgibt: -Historische Hilfswissenschaften« (2933 Nummern) und »Euro päische Geschichte« (2899 Nummern), denen ein dritter folgen wird, der Länder- und Lokalgeschichte enthalten soll. Auffallend reich ist in dem ersten Katalog die einleitende Abteilung; Zeitschriften und Sammelwerke mit 485 Nummern. — Dem im vorigen Jahre erschienenen ersten Teile einer »Libliotlisss. Lavarioa». der sich ausschließlich mit der Stadt München beschäftigte, läßt die I. I. Lentner'sche Hofbuchhandlung (E. Stahl) in München jetzt einen zweiten folgen, der die allgemeine Landesgeschichte und Topo graphie von Bayern enthält und in vier weiteren Abschnitten Porträts — Autographen — Militaria und Karten beschreibt. Es ist ein stattliches Verzeichnis von 228 Seiten Umfang, sorgfältig gearbeitet und mit einer großen Zahl von Ver weisungen ausgestattet, was die Benutzung ungemein erleich tert. Zwei weitere Folgen sollen die Libliotbssa Lavarioa zum Abschlüsse bringen, und sie wird dann mit mehr als 10 000 Nummern jedenfalls eins der reichhaltigsten Ver zeichnisse auf diesem Sondergebiete darstellen. — Erwähnens wert ist dann Katalog 58 von Jacques Rosenthal in München, in dem als eine 5. Folge »Alter Ansichten» solche von Österreich-Ungarn in 1529 Blättern aus geboten werden. — »Spanien und Portugal« ist ein sehr beachtenswerter Katalog (Nr. 407) vonKarlW.Hiersemann in Leipzig gewidmet, der übrigens nicht nur Geschichte und Altertumskunde dieser Länder, sondern auch ihre Literatur umfaßt (130 Seiten mit 2298 Nummern). In höherem Grade als andere zeichnen sich die Hiersemannschen Anzeiger genieinhin dadurch aus, daß sie viele Bücher und Zeitschriften enthalten, die man in Deutschland nur sehr selten, manche, die man sonst überhaupt nicht zu Gesicht bekommt. — Schließlich sind in dieser Verbindung noch zwei Kataloge über »Napoleon und seine Zeit» zu nennen, der eine von Ludwig Rosenthal's Antiquariat in München (3215 Nummern), stattlich und inhaltreich, mit der Repro duktion eines Porträts in ganzer Figur (Robert Lefsvre pinx., Thomas Lupton so. 1818) auf dem Umschlag geschmückt; der andere von Rud. Hönisch in Leipzig. 1307 Nummern stark, ebenfalls mit einem Porträt (nach Jsabey) auf dem Titel. Der letztere enthält u. a. zahlreiche interessante Auto graphen und auf den Seiten 68—79 eine reiche Sammlung von französischen Originalplakaten zur Geschichte der Zeit und von Ministerialerlassen, Dekreten usw. über das fran zösische Heer vom 22. kiuvioss an IV bis zum 15. März 1813. »Zur Geschichte der Kunst» betitelt sich der Kata log 145 von Ludwig Rosenthal's Antiquariat in München, der 3308 zum Teil sehr wertvolle und teure Werke, darunter viele aus älterer Zeit, umfaßt. Im großen und ganzen alphabetisch angeordnet, bringt er unter Schlag worten, wie Kalligraphie — Kostümkunde — Exlibris- Bibliographie — Totentanz usw. hübsche und interessante Zusammenstellungen; besonders reichhaltig sind Schreiboor- lagen von de Bry. Fugger, Hondius, Neudörffer. Perrettus, Tagliente u. a. vertreten. Medizin. Naturwissenschaften und Technik sollen die letzte Abteilung dieser Übersicht bilden. »Llsäioina »lltioa s nroäorua« heißt der Titel des Oataiogo 84 von Loescher L Co. in Rom, der 3600 größere und kleinere, ältere und neuere Bücher aus diesem großen Gebiete enthält, nicht nur in italienischer, sondern hauptsächlich sogar in anderen Sprachen. Auffallend ist eine Anzahl von bedeutenden und vollständigen Zeitfchriftenserien. wie das Archiv für mikro skopische Anatomie. 1865 — 1910, für 2750 Lire; die Litt ä. Reals Leeaäsmia äsi I-ineoi. 1847—1909, für 3500 Lire und li Oimento s li dlnovo (iirnsnto. 1843—1910. für 3450 Lire. — Ein Katalog, der etwas mehr sein will als das und der diesen Umstand auch in seinem Titel zum Ausdruck bringt, im Grunde aber doch nur ein, wenn auch ziemlich vollständiger Katalog der Literatur über Käfer, ist die »Libliograxbi» eoiooxtsrologiea von W. Junk in Berlin, 4065 Nummern umfassend, hübsch in Leinen ge bunden (Preis 1.— netto bar) und damit zu handbereiter Aufbewahrung wie geschaffen. Den Wert der 14 Seiten langen Einleitung über die koleopterologische Literatur zu beurteilen, sind wir nicht berufen, doch scheint sie eine gute Übersicht zu geben; interessant darin sind jedenfalls die An gaben. daß eine Bibliothek der wichtigen Bücher und Periodika in diesem Fache an 30 000 kosten, und daß das Abonne ment auf die bedeutendsten Zeitschriften einen Jahresaufwand von rund 500 erfordern würde. In keinem Fache wird soviel mit »Ausschnitten» aus Zeitschriften und mit Separat drucken gearbeitet wie in dem der beschreibenden Naturwissen schaften. Daß bei der großen Zahl, die der vorliegende Katalog davon verzeichnet, in allen Fällen die Zeitschrift angegeben worden ist, der sie entnommen sind, soll als einer seiner Vorzüge besonders erwähnt werden. — Schließlich sei noch ein sehr niedliches kleines Verzeichnis von C. E. Rappaport M Rom genannt: »Lörostativu (1670—1890). l-ivrss
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