13908 vvrsenvlatt f. d. Ltschn. vuch-anbel. Fertige Bücher. 260. 7. November 1912. *» »» «» »« »» »» *» »» »» *» »* »» *» ' r*» ** »* *» »» L^ ** ** ** ** ** ** *» ** *S *» *» *» ** *» ** ** ** <-H ** ** ** ** ** ** ** ÜLLÜLLL! !!!!!!!!!!!!!!!!!Lr^rrrrrrrr Frisch, rein und gesund So ist die Welt, wie sie sich in August Kopischs Ge dichten und Erzählungen spiegelt. Aus besten Tradi tionen deutschen Volkstums erwachsen, gleicht dieser schnurrige Erzähler von hundert kleinen Schwänken und Histörchen jenen Mimikern und Fabulierern, die in früheren Jahrhunderten allerlei Phantastischen Schabernack, volkstümliche Rätselspiele, Teufels- und Koboldschnickschnack, Schildbürgerstreiche, lustige Täu schungen, Beschwörungen und Narreteien in Kalendern zusammentrugen und sie veränderten, würzten, zuspitzten, um Handwerksleute, Bürger und Bauern am Feier abend mit neuen Pointen, Wendungen und derben Redensarten zu ergötzen. Lustig, putzig, glashell, voll flinker Geräusche und blitzender Zierlichkeit ersteht diese altmodische Welt in Kopischs heiteren Gedichten. In ihnen ist alles Gegenwart, Beweglichkeit, Naivität. Mit seinen Novellen aber, besonders dem „Träumer", die zu den reinsten Schöpfungen gehören, die die deutsche komische Dichtung hervorgebracht hat, hat er eine Prosa geschaffen, die sich nur mit den heiteren italienischen Erzählungen vergleichen läßt. So wird dieses Buch, das einer unserer hervorragendsten Dichter als Herausgeber und ein reichbegabter Künstler als Illustrator geschaffen haben, dem noch viel zu wenig gewürdigten Dichter ein Denkmal setzen.