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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 08.11.1912
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1912-11-08
- Erscheinungsdatum
- 08.11.1912
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- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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14012 ««rsmiisud. rttch». o»chha»d,l. Künftig erscheinende Bücher. ^ 261. 8. November IS12. Bis Mitte November erscheint: Die Pälzisch Weltgeschicht von Paul Münch. Buchschmuck vom Verfasser. 16.—20. Tausend. Geheftet ^ 1.50 ord., ^ 1.10 netto, ^ 1.— bar; elegant gebunden 2.— ord., ^ 1 45 netto, 1.35 bar. Frestxewplare 11/10. Inhalt: 1. 's Paradies. 2. Die Pfalz vor de Sintflut. 3. Die Sintflut. 4. Die babylonisch Sprochverwerrung. 5. Die kimbre un Teitone. 0. De Cäsar. 7. Die Schlacht im Teitoborger Wald. 8. Wie'S Chrischtedum iS in die Palz ingesehrt worr. V. Die Hunne. 10. De Siegfried, de Drachcteeter. 11. De Kaiser Barbarossa. 12. De Kaiser Rudolf vun Habsborg. 13. De Nup- precht vun de Palz. 14. Die pälzisch Kultur im Mittelalter. 15. Die Belagerung vun ere Pälzer Stadt im Mittelalter. 16. Die Entdeckung vun Amerika. 17. De Baurekrieg. 18. Die Gräfin Eva vun Reileininge. 19. 'S Liselottche. 20. Anno siwczig. 21. Sidwescht-Afrika. Im Sturmschritt hat sich das ergötzliche Büchlein die Welt er obert. In der Pfalz ist es zurzeit unstreitig das verbreitetste Dialektwerk, aber auch im übrigen Deutschland und weit über Deutschlands Grenzen hinaus hat es mit seinem herzerquickenden Frohsinn und seiner kecken Laune die Herzen aller Deutschen ge wonnen. Offenbar hat bei der die kühnsten Erwartungen weit überschreitenden Verbreitung die leichte Lesbarkeit und die Dar bietung in kleinen selbständigen Abschnitten, die jede Ermüdung ausschließen, wahrscheinlich aber auch die Beigabe der anziehenden Bildchen, mitgewirkt. Das kleine Buch hat es fertig gebracht, daß die politische Presse, die sich sonst bekanntlich allem Gereimten gegenüber ziemlich spröde verhält, der „pfälzischen Weltgeschichte" lange Artikel widmete oder gar Textproben brachte und sich in be geisterten Lobsprüchen auf den Mann und das Werk erschöpfte. Der bisherige Erfolg rechtfertigt die Erwartung, daß das lustige Büchlein noch weitere Erfolge aufweist, zumal die Ver breitung außerhalb der Pfalz, der Nachbargebiete und einiger größerer Städte im jenseitigen Bayern eigentlich weniger auf das Angebot im Buchhandel als auf persönliche Berührung mit Pfälzern und auf die Empfehlung der Presse zurückzuführen ist. Sicher werden noch die Büchereien auf unseren Passagierdampfern, dann die Buchhändler an Kur- und Badeorten sowie die Eisenbahn buchhandlungen die Zugkraft des Büchleins entdecken; schon jetzt wird es sozusagen medizinisch ordiniert zum Gesundlachen. Die neue Auflage wird auch den alten Freunden eine ange nehme Überraschung bereiten, weil sie zu den bekannten reizenden kleinen Zeichnungen 14 verschiedene neue hinzugefügt. Einige Preßstimmen: „Fränkischer Kurier", Nürnberg: Ja, es ist durchwegs frischer, urwüchsiger Humor, der auch Hypochonder kurieren kann. Wenn ich nicht irre, ist es C. I. Weber, der empfiehlt, man sollte schon einzig wegen des Don Quixote Spanisch lernen. Mit noch viel mehr Recht kann ich jedem Nichtpfälzer anraten, sich durch die geringen Schwierigkeiten, die der Dialekt veranlaßt, nicht von der Lektüre der neuesten Weltgeschichte abhalten zu lassen usw. „Straßburger Post": Noch größere Volkstümlichkeit als Nadlers Gedichte wird sich ein Büchlein erwerben, das vor kurzem in Kaiserslautern erschienen ist, ein Büchlein so voll sonniger Heiterkeit, verblüffender Einfälle, übermütiger Laune, kurz so echt pfälzisch froh, daß es den Leser packt und zum Lachen „unter Tränen" zwingt. Es nennt sich „Die pälzisch Weltgeschicht" und hat in wenigen Wochen schon die 5. Doppelauflage erlebt Man liest noch keine 3 Seiten in dem Büchlein und sofort ist man gefangen von seinem originellen, fast grotesken Grundgedanken .... „Deutsche Tageszeitung" lBerlin): In flüssigen, köstlichen Versen bietet sich das große Ereignis der Wissenschaft dar Guter Pfälzer Wein und guter Pfälzer Humor, die haben immer zusammengehört und immer in enger Wechselwirkung gestanden — schon im Mittelalter der „pfälzischen Weltgeschichte". Daß beiden noch die frohe Gegenwart gehört, dafür ist Paul Münchs Büchlein ein sprechender Beweis. „St. Galler Tageblatt": Ein Büchlein von strahlendem Frohsinn — seine lachende Bekanntschaft zu machen ist eine Helle Lust und wer es kennt, beginge eine böswillige Unterschlagung, wollte er nicht auch andere auf diese urvergnüglichen Reimereien eines Schalkes von Gottes Gnaden aufmerksam machen. Ter Bombenerfolg, den das schmucke Ding in seiner Heimat gehabt hat, verdient es, weiter um sich zu fressen in deutschen Landen und auch eine schweizerische Gemeinde dankbarer Leser sich angliedern zu können; denn die pfälzische Mundart, wie Münch sie anwendet, ist ohne die geringste Schwierigkeit zu verstehen und der sieghafte Humor dieses Besingers einer völlig aus pfälzisch-patriotischem Gesichtspunkte sich zurechtgerückten Weltgeschichte ist eine wahre Kur Herzu, wer sich im Lachen befreien will! „Hammer" (parteilose Zeitschrift für nationales Leben): Münchs Weltgeschichte . . . . kann sich dem Besten an die Seite stellen, was deutscher Humor überhaupt geschaffen hat. Wir haben Tränen gelacht, als wir sie lasen „Der christl. Kinderfreund" (Innsbruck): .... Wer bei dieser Lektüre nicht lacht, an dem ist nicht viel verloren usw. 's Paradies Do meene als die dumme Leit, Wer Bischer schreibt, der wär gescheit; Ich Han emol e Buch geles', Das war e kolossaler Kees; Do hat ein ener angelo,' Daß mer fascht grien worr is un bloo: Er hätt's berechelt un gemeßt. Wo 's Paradies als wär gewest: Am Eiphrat hinne bei de Derke,* Dort dät mer's heitzeda" noch merke, Er hätt' Beweise „zur Genüge"; Das Hecht mer doch die Leit betrige! Wer so e Kees schreibt, is meschugge; Mer braucht die Landkart anzegucke, Dann sieht mer glei, 's war nerjends als In unsrer liewe, scheene Palz. Ei jo! De liewe Gott, der lacht Noch heit, wann er sei Palz betracht, ' angelogen ? Türken '' heutzutage Nachstehend eine Textprobe: Dann vun de Schöpfungssache all Is die am beschte ausgefall, Do hat er meh sei Kunscht gezeigt, Als an ganz Afrika vielleicht. Un wie die Welt ganz fertig war Un alles scheen un wunnerbar. Da sa't er mit me stolze Blick: „Die Palz, das is mei Meeschterstick, Mer merkt, daß ich allmächtig bin, Do mach ich 's Paradies enin." Dann hat er schneller, wie mer glaabt, De erschte Mensch zurechtgebappt Ans echtem Pälzer Grund un Bodem, Un hat em ingeblos'' sei Odem; Dann hat er for de Adam a Die Eva noch gemacht, sei Fraa. — Ehr liewe Leit! Zu Adams Zeit, Do war's doch schenner noch wie heit; Do is de Adam stunnelang ' eingeblasen Mit seiner Fraa spaziere gang Zum greeschte Deel im Weschtrich als, Nor Sunndags in de Vorderpal z. Vum Schaffe hat er nix gemißt. Er hat's jo a noch nit gemißt; Trum wann ich an die Zeite denk, Krie' ich vor Aerjer fascht die Kränk, Daß nnserenner heit erscht lebt, Wann's so e Lewe nimmt gebt. Die Leit im Paradies, die Han, Was Hunger heeßt, noch nit verstann; Die sin als uf die Bääm gekrawwelt Un Han do als 'es Obst geschnawwelt Un immer nor vum allerbeschte: Nor feine Aeppel, Beere, Keschte,' Orange, Feige un Zitrone, Banane, Mannle- un Melone, Un noch viel Sorte prima Obst, Wo em jo heit 'es Maul noch trappst? 'Kastanien * Mandeln ^ tropft
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