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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 11.08.1884
- Strukturtyp
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- 1884-08-11
- Erscheinungsdatum
- 11.08.1884
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- Deutsch
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^ 186, 11. August. Nichtamtlicher Theil. 3629 volle solcher Arbeiten zu beurtheilen vermag, wird den Bearbeitern, wie dem ersten Begründer über die bis in das Kleinste gehende Specialisirung die höchste Anerkennung nicht versagen; kaum möchte ein anderes Volk über seine Literatur eine ähnliche Arbeit auf weisen können; nur deutscher Fleiß, deutsche Gründlichkeit konnte eine solche Arbeit liefern. Das Handbuch von Ersch erschien, nachdem die erste Auflage vergriffen, in seiner zweiten so langsam, daß den Buchhändlern systematische Bücherkataloge recht fehlten. Dies veranlaßte unseren um den Buchhandel so höchst verdienten Th. CH. F. Enslin in Berlin zur Herausgabe von Specialkatalogen. Der erste über die schönwissenschaftliche Literatur erschien 1815; ihm folgte 1823 die Ilibliotbecs. pasckaAOFies., dann die Libliotbsoa. tbsoloZioa, die Bibliothek der Forst- und Jagdwiffenschaften, die Bibliothek der schönen Wissenschaften, 2. Ausl. 1824 erschien die Libliotbsea g'urickwa, die Libliotbsoa pasäg.Aox;iea, die Libliotbsos. pbilo- Lopbioa, die Bibliothek der Kriegswissenschaften, der Handlungs wissenschaften. 1825 die Libliotbsoa vstsrinaria, die Libllotbsoa arobitsotonioa, die Libliotbeos. osoonowioa, die Libliotbsss. bisto- rioo-Ksc>Al'Lpkioa,. 1826 folgten die Ribliotbsoa aaotorura olassi- eorum st Arasoorum st latinoruin und die Libliotbsoa pbilologios.. Von diesen erschien die Ribtiotbsoa aaetoram sto. in neuer Auf lage, die vierte 1831 von CH. W. Löflund in Stuttgart bearbeitet. An diesen verkaufte 1832 Enslin alle diese Fachkataloge mit Verlagsrecht. In Löflund's Verlage erschien sodann noch die Libliotbsea tbsoloZioa in zweiter Auflage 1833. Alle diese Kataloge, mit Fleiß zusammen getragen, genügten den Bedürfnissen der Zeit, den Buchhändlern wie den Gelehrten, ganz besonders auch durch die angehängten sehr speciellen Materienregister. Da mit der Zeit aber doch eine neue Bearbeitung derselben sich nöthig zeigte, einzelne auch gänzlich vergriffen waren, so über nahm 1836 Wilh. Engelmann in Leipzig den Verlag und die Neubearbeitung. Zuerst erschien 1836 die Bibliothek der schönen Wissenschaften, von der 1846 ein zweiter Band folgte. Die Llblio- tbsoa juriäioa. erschien 1840 (Supplement dazu 1848); die Libliotbsoa osoonowica 1841; die Bibliothek der Forst- und Jagd wiffenschaften 1842; die Libliotbsoa msobanioo-tsLbnoIoAioa 1844 (dazu 1850 ein Supplementheft); die Bibliothek der Handlungs- Wissenschaften 1846; die Libliotbsos, lasckieo-obirurAioa (6. Ausl.) (die fünfte 1838) 1848, ein Supplement hierzu 1868; die Liblio- tbeea pdilolvAios. 1853 in dritter (die zweite 1842, das Supple ment dazu 1850); die Libliotbsea soriptoram olasoioorurn 1847 in fünfter Auflage. Diese ganz umgearbeitete Auflage der von Enslin und Löflund herausgegebenen ersten bis vierten, die 1853 in sechster, 1858 in siebenter erschien, ist eine noch heute von Philologen und Buchhändlern höchst geschätzte Arbeit. Die achte Auflage bearbeitete nach Engelmann's Tode ». E. Preuß. Hatte Engelmann in der sechsten Auflage die Arbeit Löflund's fast gänzlich umgeschaffen und sie zu einem fast ganz neuen Werk ge staltet (sie hatte 506 Seiten), so ist die achte Auflage noch viel um fangreicher geworden. Sie zählt 1573 Seiten und darf als eine Musterarbeit hingestellt werden. W. Engelmann wurde von der Universität Leipzig zum voetor pbilos. ernannt ob seiner Verdienste um die Wissenschaften, gewiß die höchste Auszeichnung für einen Buchhändler. Ganz neu, ohne Vorarbeiten, brachte Engelmann 1846 den ersten Band der Libliotbsoa bistorioo-rmturalis, von der jedoch nur die Uibliotbsou noolo^ioa erschien; den zweitenBandgab er 1861 im Verein mit I. V. Carus heraus. Ferner 1858 die Libliotbeoa 8ec>ßrs.pbioa. Beide sind als Prachtarbeiten im Gebiete der Bibliographie zu nennen. Letztere bringt in einer meisterhaften! Anlage eine Menge Material, dessen Beschaffung Staunen erregt. ^ Bücherkataloge zu lesen ist eigentlich eine trockene Arbeit; aber man kann wohl sagen, die Lectüre und das Studium der Llbliotbsea KsoArapbioa gewährt einen hohen Genuß für den, der biblio graphische Arbeiten zu würdigen versteht. Mit ungeheurem, bewun- dernswerthem Fleiß ist das Register dazu bearbeitet. Ferner erschien von Engelmann 1842 die Bibliothek der neueren Sprachen, ein für den Sortimenter höchst nützliches Buch, dazu ein erstes Supplement 1850, ein zweites 1868. Es bleibt sehr zu bedauern, daß sich Niemand gefunden, der diese Engel- mann'schen Arbeiten fortsetzt. Was Engelmann nicht selbst arbeiten konnte, das ließ er durch Gelehrte, die den Gegenstand vollkommen beherrschten, aus führen, so eine Libliotbsea as^ptios. durch Jolowicz, eine Libliotbsoa biblioArapbioa, Von I. Petzholdt. Auch dieses Buch können wir nur als ein für den Buchhändler höchst interessantes Werk, das mit staunenswerthem Fleiß ausgearbeitet ist, bezeichnen. Die Titel sind nicht nackt und kahl zusammengetragen, sondern es sind die interessantesten literarhistorischen Erläuterungen und Kritiken beigegeben, welche eine höchst anziehende Lectüre gewähren; es sei dies Buch recht angelegentlich zum Studium empfohlen. Eine Libliotbsos. sutomoloAica bearbeitete H.A. Hagen; eine Bibliotbsoa wsckioo-bistorivg. L. Choulant; eine üibliotbsoa judaioaJ. Fürst, eine öibliotbsoa maZioa, st pusumal loa J.G. Th. Grässe; eine Libliotbses. inatbsiuatioa L. A. Sohncke; eine iliblio- tbsoa orisntalis I. Th. Zenker; eine Libliotbsea ps^obolo^ios, I. G. Th. Grässe; eine Bibliothek des SchachspielsE. M. Oettinger; — alles vortreffliche Arbeiten. Da Engelmann mehrere der früher von Enslin bearbeiteten Bibliographien nicht neu bearbeitete, so unternahm die Buchhand lung Vandenhoeck L Ruprecht in Göttingen neue Ausgaben. So die löibliotbsoa obsmioa 1848—1858 (von Zuchold. 1859); dazu Fortsetzung 1858—1870 (von Ruprecht. 1872); Libliotbsea tbsoloAioa 1830—1862 (von Zuchold. 2 Bände. 1863). Die selbe Handlung brachte im Jahre 1847 eine Libliotbsca meäioo- obirurAios., xbai maosutieo - ebsmioa st vstsrinaria, jährlich in 2 Heften; 1848 eine Libliotbsos. pbiloloAioa; in demselben Jahre eine Libliotbsos. tbsolvAios. in gleicher Erscheinungsweise. Der große Fleiß, mit dem dieselben bearbeitet, und die Vollständigkeit dieser Bibliographien erwarben ihnen den Beifall der gelehrten Welt und veranlaßten zu weiteren Unternehmungen; so von 1851 eine Llbliotksoa bistorioo-uaturalis (von Zuchold, Guthe rc); von 1862 eine Llbliotbsoa, bistoriea (von Müldener und Ehren feuchter), deren erster bis neunter Jahrgang auch eine Libliotb-vo. KsoArapbioa damit verband. Alle.diese von Vandenhoeck L Ruprecht gebrachten bibliographischen Publicationen können musterhafte und erschöpfende Arbeiten genannt werden; sie haben noch den besonderen Werth, daß auch die einschlägige ausländische Lite ratur mit hineingezogen ist. Die letzten 10 Jahre haben eine Menge von Fachkatalogen gebracht, die als recht verdienstliche Arbeiten bezeichnet werden dürfen, so von Gracklauer, Wolf (Kößling) in Leipzig, recht zweck mäßig für Buchhändler und Bücherkäufer. Da mit dem Sortimentsbuchhandel auch sehr oft Antiquariat verbunden ist, so wollen wir auch noch dessen ganz besonders ge denken. Als Hauptwerk ist da zu neunen: Lruust, Llanusl äu librairs st cls I'amatsur cks livrse, das zuerst 1814 in vier Bänden erschien, seitdem neue sehr vervollständigte Auflagen erlebte, in welche die 1834 in drei Bänden erschienenen Supplemente aus genommen wurden. Ihm folgte Ebert mit seinem Allgemeinen l bibliographischen Lexikon. Leipzig 1821 —1830, zu welchem eine Fortsetzung versprochen wurde, die aber leider nicht erschien; für
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